Dienstag, 28. April 2009

Jerusalem Halbmarathon

Als ich nach Israel kam hatte ich vor einen Marathon in Jerusalem zu laufen. Im Dezember hab ich bereits nachgesehen aber nur einen Halbmarathon im April entdeckt. Also hab ich die Idee ein wenig aufgeschoben. Aufeinmal stand der besagte Halbmarathon vor der Tür. Mit ein paar anderen Volontären haben wir uns angemeldet und sogar einen extra Volontärspreis bekommen. Es ist ja nur ein Halbmarathon dachte ich, also brauche ich nicht so sehr viel zu trainieren. 2 Wochen vor dem Start bin ich einmal eine Strecke von 18 Kilometern gelaufen, dachte ich, waren aber doch weniger. Das war also mein Training. Leider bin ich Depp, weil es nicht anders ging, mit meinen Laufschuhen im Stausee baden gegangen. 2 mal sogar. Dadurch hat sich der gesamte Schuh verzogen und es tat übelst weh beim laufen. Das war so eine Woche vorm Start. Am Abend direkt vor dem großen Tag, wofür ich nun nur einmal trainiert hatte, gabs auch noch ne Einladung zu nem dicken Essen für uns Volontäre. Buffetessen, also so viel in sich rein schaufeln wie es nur geht, eigentlich ein Paradies für uns. Da ich aber wie gesagt nicht trainiert hatte lies ich wenigstens das gute essen weg, ging früh schlafen. Meine Vorbereitung bestand nur aus einer kleinen Ernährungumstellung welche ich noch aus dem Ernährungunterricht halbwegs kannte. Um 9,15 Uhr begann der Marathon, um 8 Uhr weckte mich Marvin durch einen Anruf und fragte wo ich denn bliebe? Son Mist, hatte eigentlich vor gehabt 4 Stunden vor dem Start etwas Reis zu essen...Ging ja nun nicht mehr. Also schnell irgendwelche Sportklamotten angezogen und mit dem Fahrrad los zum Stadion. Als ich endlich die anderen gefunden hatte war ich so froh noch pünktlich angekommen zu sein. Ich fragte nach meiner Startnummer und meinem Elektrochip den man zur Registrierung der gelaufenen Kilometer benötigte. Marie sagte nur: "Den Kram hab ich gestern Jonas gegeben, hat er dir das nicht gebracht?" Glubb...ich konnte es kaum glauben, Jonas würde verprügelt werden war mein erster Gedanke. Wie kann man so was vergessen? Ahhhh. Ich hatte nur noch 20 min Zeit bis zum Start. An die Schlange angestellt, die drängelnden, nörgelnden Israelis ertragen und schließlich doch noch ne Nummer bekommen. Ohne warm machen bin ich dann an die Startlinie und es ging auch sofort los. 100te Leute schoben sich mit dem Startschuss vorwärts. Unglaublich, und ich mitten drin! Nach 5 min tat mein Fuß wegen dem blöden Schuhe weh. Wir hatten uns auch sofort verloren, obwohl wir zusammen laufen wollten. Ich lief einfach mein Tempo meistens hinter ein paar speziellen Leuten hinterher. Mein Problem war das all die Leute die mein Tempo und vor mir liefen richtig anfingen zu schwitzen und demnach auch zu riechen. Ahhh. Ich musste also schneller laufen als die. Problem war hatte ich einen überholt war der nächste Stinker vor mir. Irgendwann schwitze ich auch auch so sehr das es mich kaum noch störte. Das Wasser welches wir am Rand bekamen nutzte ich vorwiegend dafür, es mir übern Kopf zu gießen. Die Sonne knallte einfach so sehr und es war erst um 10 Uhr. Eine andere Sache war das die Berge immer heftiger wurden. Hätte mir jemand gesagt das Israel und speziell Jerusalem so bergig wäre, in Deutschland hätte ich es nicht geglaubt. Auf jeden Fall wurde die Berge immer mehr und meine Energie immer weniger. Hier die Steigungen auf der Strecke.Hatte zum Glück ein Powerriegel und ne Banane dabei. Als es Zeit war den Powerriegel zu essen und ich in meine Hosentasche griff war er nicht mehr da. Er musste geklaut worden sein, beim laufen, denn davor war er so gut in der Tasche das er gar nicht hätte rausfallen dürfen. Son Mist ich war richtig sauer. Also aß ich ein kleines Stück der zermanschten Banane die ich mit hatte. Es war so ekelhaft denn die Banane war so zerdrückt und warm und ich nahm sie trotzdem die ganze Zeit mit. Hatte den ganzen Bananenschmatter an den Händen und überall wo ich mir, zum Beispiel die Haare aus dem Gesicht strich oder mich irgendwo kratzte. Nach dem Abschnitt durch den Jerusalem Forest, den ich gut kannte da meine eigene Laufstrecke dort langführt, welcher der heftigste Teil des Marathons war, dachte ich bald wäre es zu ende. Die letzte Strecke begann dachte ich, aber es waren immer noch 10 Kilometer. Boah als wir über die gesperrten Hauptstraßen liefen war es schon ein geiles Gefühl. Alle Autos hupten mussten aber trotzdem warten. Man wurde angefeuert von allen Seiten und manche Wasserträger liefen manchmal ein Stückchen mit. das letzte Stückchen ging es den Berg zur Knesset rauf. Der zog und zog sich. Ich dachte schon oh man nach 2 Stunden komm ich endlich an. Als ich ins Stadion einlief sah ich die Zeit. 1 Stunde 43 Minuten. Watt? Unmöglich. Ich gab noch mal Gas und lief ins Ziel mit der Zeit von 1 Stunde 44 Minuten und 52 Minuten ein.Derbe geil. Ich war durch. Wir beobachteten die anderen wie sie nach und nach eintrudelten. Es gab Eis, Joghurt und Bananen für alle, und die Stimmung war einfach nur geil. Gewonnen hat ein Afrikaner. 1 Stunde und 8 Minuten. Wir machten die Medaillen Vergabe noch mit, aßen ein Joghurt nach dem anderen und schossen am Ende nochmal lustige Gruppenbilder. Marvin und ich sind dann zu Ingrid gegangen. Dort habn wir ein leckeres Essen bekommen. Danach bin ich nach Hause, hab meine brennenden, blutenden Oberschenkel eingerieben, meinen Sonnenbrand von 2 Stunden am Vormittag draußen laufen und meine Brustwarzen die ebenfalls brannten wie Hulle bejammert :-) Es war total herrlich. Kein Muskelkater, die Schmerzen im Knöchel sind nach 2 Tagen auch vollständig verschwunden und ich hatte einen Marathon in Jerusalem gelaufen. Geil.

Sonntag, 19. April 2009

Seminar in Beit Jalla

Wir hatten unser Wochenendeseminar in Beit Jalla. Da es viel zu viel wäre alles zu berichten einfach nur der Hinweis darauf, dass ich die Fotos hochgeladen habe. Die erzählen schon genügend. Was ich aber sagen kann, dass es bis jetzt mein bestes Seminar war. Neben dem ganzen Programm hatte wir als ALYN Jungs unsere Spass. Seht euch unser glorreiches Video an!!!

Viel Spass.................

Sonntag, 12. April 2009

Neue Bilders


Hab mal wieder ein paar Bilder ins Picasa Album geladen. Bin zur Zeit mit der Familie unterwegs dahr wird sich das fast eh keiner ansehn. Deswegen hab ich auch kaum Zeit für den Block. Trotzdem wen es interessiet...

Samstag, 11. April 2009

Tel Aviv und Jaffo

Es braucht ja mal wieder ne kleine Geschichte von mir wo ich, wie schon sooft voll ohne Plan und Ahnung war. Ich hatte Elena aus unser WG zum Flughafen begleitet. Hatte mir davor gesagt wenn das alles klappt das ich frei bekomm ohne es zu beantragen und wenn Willi meine Schicht übernimmt dann fahr ich einfach mit ihr mit danach nach Tel Aviv und übernachten in Petah Tiqwa. Hab halt frei bekommen und es stand der Aktion nichts mehr im Wege. Auf dem Flughafen hat alles super geklappt. Leider war das Wetter total schlecht. Ich hatte vor meine monatliche Badeaktion (also mindestens einmal im Monat in irgendeinem Meer baden zu gehen) durch zu ziehen. In Tel Aviv war das Wetter wieder erste Sahne obwohl der Flughafen nur 10 Kilometer entfernt liegt und dort war halt Regen angesagt. Also bin ich zielstrebig einfach Richtung Westen zum Strand gelatscht. Nach über ner halben Stunde kam ich dann in Jaffo raus. Hatte ich zwar nicht geplant, war aber auch nicht schlecht. Aber wie baden und die Sachen nicht aus den Augen verlieren (es wird leider viel geklaut). Hab dann alles in ne Felsspalte gestopft und konnte sogar noch Kamera zum filmen aufstellen, sodass sie niemand sah.
Als einziger Typ am Strand bin ich dann ins Wasser. War zwar arsc...kalt aber ich war ja auch in den Monaten davor schon baden, von daher dürfte ich eigentlich keine Probleme damit haben. Es war so schön am Strand das ich einfach mal die Ruhe genossen habe und noch bis zum Sonnenuntergang geblieben bin. Dann bin ich einfach immer Richtung Norden gelatscht. Nachdem es dann auch schon wieder dunkel war bin ich in den erst besten Bus gestiegen. Natürlich musste ja was schief gehen. Kurz bevor ich umsteigen musste bin ich eingepennt. Und wo wache ich auf? Irgendwo nördlich vom Yarkon also im äußersten Norden von Tel Aviv. Also wider zurück. Diesmal an der richtigen Haltestelle ausgestiegen. Nen bisschen gelatscht (oh man und es wurde auch langsam kalt) und dann den Bus nach Petah Tiqwa erwischt. Hab insgesamt von Jaffo nach Petah Tiqwa die in einem Ballungszentrum liegen fast 2 Stunden gebraucht. In Petah Tiqwa gabs was zu Essen und dann einen genialen Hauskreis mit anschließenden Lobpreis und Gebet bis Nachts um halb 3 oder so!? Total genial. Nach ner ordentlichen Portion Schlaf bin ich wieder nach Hause gefahren. Hatte dann noch Nachtschicht.

Hier ein paar Eindrücke vom besten Sonnenuntergang meines Lebens, und das soll schon was heißen!
Tipp: hey die Bilder sind echt der Hamma. Wenn man direkt auf ein Bild klickt dann erscheint es nochmal in einer größeren Ansicht, sehr zu empfehlen!!!

Unsere WG ist gewachsen, schon wieder



von links nach rechts:
jonas, lukas, willi, angela, thomy, nina, elena