Tja ich habs geschafft endlich ein Video von unserem Yehudiatrip zu machen und dann kommt Youtube mit irgendwelchen Urheberrechten. Anscheinend ist die Musik gesperrt, obwohl man doch eh alle Musik bei Youtube findet. Also ihr könnt euch das Video ansehen aber leider ohne Ton und Sound.
http://www.youtube.com/watch?v=gA-0rdwJ19U
Freitag, 30. Oktober 2009
Quarantäne wegen Schweinegrippe
Eine Patientin von uns wurde letzte Woche wegen Verdacht auf Lungenentzündung ins Hadassa Hospital, größtes Krankenhaus im nahen Osten, wo Johannes schon einige Nächte verbracht hat, gebracht. Als ich abends bei Fares saß um mit ihn einem Film zu gucken kam sie zurück. Das Ergebnis war: Schweinegrippe. Alle weiblichen Workerin, auch eine Volontärin von uns waren schon krank durch sie. Husten etc. Und nun war das Resultat wirklich Schweinegrippe. Matthäus und Ich mussten am nächsten Morgen Frühschicht schieben. Wir sprachen uns Nachts noch ab und trafen uns dann am Morgen um zu beten. Als wir zur Schicht gingen waren wir froh das wir unter dem Schutz des Höchsten stehen und nicht nur auf den Schutz der Sicherheitsvorkehrungen angewiesen sind. Unsere Chefin ist zur Zeit auf Urlaub in Deutschland. Der 2. Chef hatte leider nicht so richtig Ahnung was zu tun war. Bei einer anderen Infektion die ein Patient hatte wurden Sicherheitsvorkehrungen getroffen, überall Richtlinien verteilt, an den Waschbecken ein genauer Plan für Desinfizierung angebracht und so weiter. So was fehlte diese Mal komplett.
Es waren drei Fälle auf unserer Station. Ein männlicher, sehr akuter, und zwei weibliche. Zuerst mussten wir Schutzanzüge anziehen, mit Mundschutz und Handschuhen. Einige meinten wir könnten den Schutzanzug die ganze Zeit durchgehend tragen, andere wieder meinten nach jedem Patienten den Anzug wechseln. Genauso ging es mit den Mundschutz. Man sollte ihn die ganze Zeit tragen. Der nächste sagte dann nur im Zimmer tragen. Ach es war total bescheuert. Man wusste nicht genau wie man arbeiten, den Patienten gegenüber treten und sich allgemein verhalten sollte. Klar hatten die Patienten auch Schiss. Dadurch dauerte das Arbeiten immer total lange. Man sollte sich zwischendurch immer desinfizieren gehen, Anzug wechseln oder doppelt Handschuhe anziehen. Einige Patienten blieben die ganze Zeit über nur in ihren Zimmer vor Angst im Gang eine Infektion zu bekommen. Das Immunsystem der Muskelschwundpatienten ist schon sehr schwach und kann durch kleinste Erreger ,die für uns sogar harmlos sein könnten, mit fatalen Folgen angegriffen werden. Irgendwann kam ein bescheuerter Worker aus dem isolierten Zimmer heraus, ohne Schutz. Alle umherstehenden flüchteten sofort.
Es wurde eine Ausgangssperre für alle Bewohner ausgehängt. Viele wollte aber trotzdem raus, klar verständlich nur wegen einer kranken Person lass ich doch nicht zum Beispiel meine Arbeit für ein paar Tage sausen. Die Patienten die es mit ihren Rollstühlen raus schafften wurden total an gemeckert weil die Gefahr auf Infektion für das gesamte Krankenhaus bestand. Mittlerweile sind auch auf den Kinderstationen Patienten erkrankt. Die ganze Situation war schon irgendwie scheiße. Das einzige was neben den außerordentlich viel unangenehmen schwitzen in der Schutzkleidung und mit dem Mundschutz Spass machte war der Gedanke daran und das Herumlaufen in den besagten Klamotten. Wir haben uns dann einen Abend ein paar Dinge mitgehen lassen und dann auf der Alyneinfahrt ein paar WG Fotos gemacht. Die Leute die vorbei fuhren, es war grade 11 Uhr Schichtwechsel, staunten natürlich nicht schlecht oder schüttelten nur die Köpfe über die "kranken" Volontäre.
Donnerstag, 29. Oktober 2009
Yom Kippur / Großer Versöhnungstag
Jom Kippur (hebr.יום הכיפורים, Jom ha-Kippurim) ist der jüdische Versöhnungstag und gleichzeitig der wichtigste jährliche Festtag im Judentum, nach dem wöchentlichen Shabbat. Im jüdischen Kalender beginnt der Versöhnungstag bei Sonnenuntergang vor dem 10. Tischri (d. h. September/Oktober), und dauert bis zum nächsten Sonnenuntergang. Dieses Jahr haben wir am 28. Oktober gefeiert. In der Bibel wird der Yom Kippur als feierlicher Tag des Fastens beschrieben, an dem jede Arbeit verboten ist. Im Jerusalemer Tempel wurden früher an diesem Tag Opfer dargebracht. Zu dieser Zeit war Jom Kippur der einzige Tag, an dem der Hohepriester - allein und streng abgeschirmt - das Allerheiligste im Tempel betreten durfte, um stellvertretend für das Volk die Vergebung der Sünden zu empfangen.
Dort besprengte er die Bundeslade mit dem Blut von zwei Opfertieren. Ebenso wurde über zwei Böcken das Los geworfen. Der eine wurde geopfert, der andere als Sündenbock in die Wüste gejagt, nachdem ihm der Hohepriester die Sünden des Volkes auferlegt hatte.
Auch wir hatten vor, nicht in den Tempel, aber in die große Synagoge zu gehen. Die größte Jerusalems die dem Tempel von damals schon sehr nahe kommen könnte, dachten jedenfalls wir als wir drin waren.
Wir waren zuvor in der Stadt unterwegs und haben uns das Sicherheitsaufkommen an der Klagemauer angesehn. Eigentlich wollten wir in den Hiskiatunnel, der aber zuhatte (naklar, Jom Kippur, ich Depp) und sind dann auf den Ölberg geklettert, die Sehenswürdigkeiten da angeschaut und durch die Altstadt getourt.

Alle Gelübde, Verbote, Bannsprüche, Umschreibungen und alles was dem gleicht, Strafen und Schwüre, die ich gelobe, schwöre, als Bann ausspreche, mir als Verbot auferlege von diesem Jom Kippur an, bis zum erlösenden nächsten Jom Kippur. Alle bereue ich, alle seien ausgelöst, erlassen, aufgehoben, ungültig und vernichtet, ohne Rechtskraft und ohne Bestand. Unsere Gelübde seien keine Gelübde, unsere Schwüre keine Schwüre.“
Ein kleines Beispielvideo von Youtube aus einem Film welches unser Erlebnis ein wenig wiederspiegelt. Ab der 30. Sekunde kommt das wichtige.
Dieses Ritual dauerte schon sehr lange. Als ich nach einem kurzen "Augen geschlossen halten", ja tut mir Leid aber ich bin eingepennt, durch die Synagoge guckte sah ich das ich nicht der einzige war dem es so ging. Der Thorsten neben mir und auch hunderte andere lagen auf ihrer Gebetsbuchablage oder sonst wie in ihren Stühlen. Wir hielten diesen Zeitpunkt sehr gut zum gehen, da wir dachten die Frauen halten es eh nicht viel länger aus als wir. Draußen warteten wir auf Margitta, Mona und Lena. als sie langen Zeit nicht kamen wurde uns natürlich klar das sie bestimmt schon im French waren und dort auf uns warten würden. Also machten wir uns über die leeren Straßen auf den Weg. Lena ging komischerweise nicht an ihr Hand ran. Als wir im French vor ihrem Zimmer standen und ihr Handy drinnen klingeln hörten wurde uns klar das sie noch in der Synagoge waren, in der Frauenabteilung wo wir nicht rein gehen könnten, und Lena ihr Handy auch nicht mithatte. Wir haben dann eine Tour durch die Stadt gemacht.
Von der Klagemauer wo alle in weißen Kleidern, als Zeichen der Reinheit, herumliefen bis nach Ostjerusalem. Die Stadt glich dem Sammelpunkt einer Vorbereitung auf einen Krieg. Überall Soldaten. Ich hab mich mittlerweile daran gewöhnt und empfinde die Militärs eher als Sicherheit, wozu sie auch dienen. Ein paar Stunden zuvor wurde der Tempelberg von Israelischen Streitkräften gestürmt um Israelis zu schützen die von Muslimen angegriffen wurden. Die ganze Stadt war wirklich voll mit Soldaten. In Ostjerusalem, Mt.Scopus, kam es auch zu Ausschreitungen mit Steinen, Molotov Cocktails, Festnahmen und allem was man sich vorstellen kann. Wir wussten gar nichts davon und aßen, während alle Juden um uns herum fasteten erstmal eine Falaffel im Arabischen Viertel. Nach ewiger Warterei und hin und her gelaufe waren die andern schon alle nach Hause gegangen. Ich, der ich noch auf Margitta warten musste, vertrieb mir die Zeit in Mea Shearim einem sehr strengen Orthodoxen, aber auch sehr armen Viertel von Jerusalem.
Als es kalt wurde ging ich auch in eine Synagoge, wie ich dachte. Passend angezogen war ich ja, man darf nämlich nur mit bestimmter Kleidung in das Viertel.
In der Synagoge stellte ich fest das ich im Thoracenter war. Riesengroß, überfüllt und alle guckten mich komisch an. So orthodox sah ich eben auch nicht aus, lange Haare etc, und an diesem Ort waren nur Orthodoxe sodass ich sofort auffiel. Ich schnappte mir ein Gebetsbuch und versuchte mich einfach nur ganz gewöhnlich zu verhalten. Naja, aufeinmal rief Lena an. An Yom Kippur wo man nicht telefonieren darf ruft mich Lena mitten im Thoracenter von Mea Shearim an. Ich flüchtete nur nach draußen, auf die Straße in irgendwelche Gassen. Verlief mich dadurch richtig und hatte echt Schiss das was passieren würde. Fand den Weg aber wieder und ging zum French. Wir zogen dann andere Klamotte an und gingen los, zuerst Richtung Damaskusgate weil dort noch Autos fuhren und mir zuvor ein Taxifahrer angeboten hatte mich zu fahren. Pustekuchen! Er fuhr nur im arabischen Viertel welches vollkommen eingezäunt war. Wir mussten wohl oder übel latschen, wo wir schon den ganzen Tag durch die Stadt gelatscht sind. Es machte aber Spass denn die Straßen waren wirklich leer es war dicker Nebel und nicht ein Auto fuhr. 
Nur Fahrradfahrer und Kinder spielten auf den Straßen. Nach einem langen Marsch kamen wir im Alyn an und ich viel nur ins Bett.
Dort besprengte er die Bundeslade mit dem Blut von zwei Opfertieren. Ebenso wurde über zwei Böcken das Los geworfen. Der eine wurde geopfert, der andere als Sündenbock in die Wüste gejagt, nachdem ihm der Hohepriester die Sünden des Volkes auferlegt hatte.Auch wir hatten vor, nicht in den Tempel, aber in die große Synagoge zu gehen. Die größte Jerusalems die dem Tempel von damals schon sehr nahe kommen könnte, dachten jedenfalls wir als wir drin waren.
(Ich beim Tee kaufen im arabischen Viertel)
Wir waren dann schon fertig, meine Füße taten weh weil ich Wasserfeste Schuhe für den Tunnel anhatte, siehe Foto. Wir konnten uns aber dann zum Glück im French Hospital umziehen. Schön herausgeputzt gingen wir mit vielen anderen Juden und zusammen mit Lena zur Synagoge, siehe Foto oben. 
Wir fanden kaum ein Platz. Es ging alles so schnell, dass auf einmal die Frauen in ihrer und wir in unserer Abteilung waren. Wir konnten nichts tun denn es ging aufeinmal schon los. Alle gläubigen Gläubigen stehen während des ersten in der Synagoge gesprochenen Gebets. Dabei wird das Kol Nidre drei Mal wiederholt. Die Melodie von Kol Nidre ist eines der berühmtesten Beispiele für jüdische Musik. Dadurch komme man in eine Übereinkunft mit dem allmächtigen Gott, dass jeder Eid, jedes Gelöbnis, jedes Ehrenwort, das man für sich persönlich oder in Bezug auf Verordnungen der Gemeinde unüberlegt im nächsten Jahr gibt, ungültig sein sollen. 

(große Synagoge von innen)
Es war schon interessant mitten unter 1000senden Juden, alle im Gebetsmantel, zu stehen und den Kol Nidre zu hören. Mein Nebenmann ließ mich in seinem Gebetsbuch mitlesen. Vorne stand ein kleiner Chor von Orthodoxen, alle im Gebetsmantel, die ihn sangen. Es hörte sich für mich wie ein Gregoriranischer Kirchengesang an. Der Kol Nidre wird folgendermaßen übersetzt:
Alle Gelübde, Verbote, Bannsprüche, Umschreibungen und alles was dem gleicht, Strafen und Schwüre, die ich gelobe, schwöre, als Bann ausspreche, mir als Verbot auferlege von diesem Jom Kippur an, bis zum erlösenden nächsten Jom Kippur. Alle bereue ich, alle seien ausgelöst, erlassen, aufgehoben, ungültig und vernichtet, ohne Rechtskraft und ohne Bestand. Unsere Gelübde seien keine Gelübde, unsere Schwüre keine Schwüre.“
Ein kleines Beispielvideo von Youtube aus einem Film welches unser Erlebnis ein wenig wiederspiegelt. Ab der 30. Sekunde kommt das wichtige.
Dieses Ritual dauerte schon sehr lange. Als ich nach einem kurzen "Augen geschlossen halten", ja tut mir Leid aber ich bin eingepennt, durch die Synagoge guckte sah ich das ich nicht der einzige war dem es so ging. Der Thorsten neben mir und auch hunderte andere lagen auf ihrer Gebetsbuchablage oder sonst wie in ihren Stühlen. Wir hielten diesen Zeitpunkt sehr gut zum gehen, da wir dachten die Frauen halten es eh nicht viel länger aus als wir. Draußen warteten wir auf Margitta, Mona und Lena. als sie langen Zeit nicht kamen wurde uns natürlich klar das sie bestimmt schon im French waren und dort auf uns warten würden. Also machten wir uns über die leeren Straßen auf den Weg. Lena ging komischerweise nicht an ihr Hand ran. Als wir im French vor ihrem Zimmer standen und ihr Handy drinnen klingeln hörten wurde uns klar das sie noch in der Synagoge waren, in der Frauenabteilung wo wir nicht rein gehen könnten, und Lena ihr Handy auch nicht mithatte. Wir haben dann eine Tour durch die Stadt gemacht.
Als es kalt wurde ging ich auch in eine Synagoge, wie ich dachte. Passend angezogen war ich ja, man darf nämlich nur mit bestimmter Kleidung in das Viertel.
In der Synagoge stellte ich fest das ich im Thoracenter war. Riesengroß, überfüllt und alle guckten mich komisch an. So orthodox sah ich eben auch nicht aus, lange Haare etc, und an diesem Ort waren nur Orthodoxe sodass ich sofort auffiel. Ich schnappte mir ein Gebetsbuch und versuchte mich einfach nur ganz gewöhnlich zu verhalten. Naja, aufeinmal rief Lena an. An Yom Kippur wo man nicht telefonieren darf ruft mich Lena mitten im Thoracenter von Mea Shearim an. Ich flüchtete nur nach draußen, auf die Straße in irgendwelche Gassen. Verlief mich dadurch richtig und hatte echt Schiss das was passieren würde. Fand den Weg aber wieder und ging zum French. Wir zogen dann andere Klamotte an und gingen los, zuerst Richtung Damaskusgate weil dort noch Autos fuhren und mir zuvor ein Taxifahrer angeboten hatte mich zu fahren. Pustekuchen! Er fuhr nur im arabischen Viertel welches vollkommen eingezäunt war. Wir mussten wohl oder übel latschen, wo wir schon den ganzen Tag durch die Stadt gelatscht sind. Es machte aber Spass denn die Straßen waren wirklich leer es war dicker Nebel und nicht ein Auto fuhr. Freitag, 23. Oktober 2009
Dienstag, 20. Oktober 2009
Die guten alten Zeiten
Hab ein Video beim Bilder sortieren gefunden. Noch von damals (hehe sprech von damals aber mir kommt es echt vor als wäre es Ewigkeiten her und doch wieder nicht. Könnte auch gestern gewesen sein). Es ist von unserem Beit Jalla Seminar im April. Alte Zeiten!
Samstag, 17. Oktober 2009
Simchat Torah
Letztens haben wir Simcha Thora gefeiert, das Freudenfest für die Thora, das Wort Gottes. Dabei tanzen die Orthodoxen alle mit den riesen großen Schriftrollen die sonst meistens immer nur in den Thoraschräncken sind, küssen sie und preisen Gott dafür, dass Er uns Sein wunderbares Wort gegeben hat. Es gab ebenso Thorarollen für die Kinder die bei diesem Fest nicht zu kurz kamen, ebenso wie wir "Heiden" die ebnfalls eingeladen waren die Thorarollen zu tragen, zu tanzen und zu feiern.
Wir sind mit dem Auto einer Patientin direkt in die Altstadt gefahren, konnten auf einem Behinderten Parkplatz in der Nähe der Klagemauer parken und so direkt zum Geschehen laufen. Als wir ankamen fanden wir gleich mal Volos aus Petah Tiqwa, Hendrik und Zacharias, die schon ordentlich am tanzen waren.
Wir gesellten uns sofort dazu und durften mit den ganzen Orthodoxen an der Klagemauer feiern. Die größten Thorarollen wurden da herumgetragen und wirklich von allen betatscht und geküsst. Irgendwann bekamen wir auch eine Rolle in die Hand gedrückt und durften mit im Kreis laufen. Man ich war schon ein bisschen Stolz so eine krasse Sache in der Hand zu halten.
Thorarollen sind einfach unbezahlbar von materiellen Wert. Aber auch so sind die Thorarollen für die Juden ein kleines Heiligtum. Das Gesetz, das für manche Gläubige eine schwere Last oder sogar ein Fluch zu sein scheint, ist für Juden, die das Wort Gottes von Herzen lieben eine große Freude und ein wahrer Segen. Sie sehnen sich danach, ihrem ewigen Gott, der das Gesetz gab, mit ihrem ganzen Leben gehorsam zu sein.
"Und ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein." 2. Mose 19,6. Eine Sache die wir wirklich lernen können und uns an den Juden ein Beispiel nehmen können, das Wort Gottes zu lieben und nicht nur 10 Minuten am Morgen aus Tradition darin zu lesen. Es war mal wieder toll ein jüdisches Fest mit zu erleben was ich noch nicht kannte. Damit ist mein jüdisches Jahr nun auch zu Ende. Ich erinnere mich noch an die Thoralesung in der Synagoge bei meinem Einführungsseminar letztes Jahr im Oktober bei der es um Noha ging.
Heutzutage wird viermal wöchentlich aus der Torah gelesen. Am Schabbat-Morgen und -Nachmittag und am Montag und Donnerstag während des Morgengebets. Es sollen keine drei Tage vergehen, ohne daß ein Abschnitt aus der Tora vorgetragen wird. Die Torah ist in 54 Abschnitte, hebräisch - Parascha oder Sidra genannt, eingeteilt. Jedem Schabbat des jüdischen Kalenders wurde eine bestimmte Parascha zugeteilt, deren Eingangsworte (oder andere prägnante Stichworte) dem jeweiligen Schabbat schließlich den Namen geben.
Das erste Buch Mosche beginnt zum Beispiel mit den Worten „Bereschit bara Elohim et ha Schamajim we et ha Aretz”, die Bezeichnung dieses Schabbats ist demzufolge „Bereschit”. Die oben genannten 54 Toraabschnitte werden innerhalb eines jüdischen Kalenderjahres vollständig gelesen. Hierbei folgen wir der babylonischen Tradition, also dem einjährigen Lesezyklus.
Dem Zyklus folgend wird an Simchat Tora dem Torafreudenfest der letzten Abschnitt des fünften Buch Mosche gelesen und dann direkt von neuem begonnen, um die Kontinuität der Tora zu verdeutlichen. Die Tore-Lesung bildet eigentlich das Herzstück des jüdischen Gottesdienstes.
Hier eine kleine Aufnahme von der Feier an der Klagemauer!
Freitag, 16. Oktober 2009
letzter Bericht vom WG Ausflug
Hatte ein Entwurf von einem Eintrag gemacht der jetzt an 4. Stelle der Einträge steht, noch unter September. Also einfach ein bisschen runtersrollen auf der Seite und dann erscheint der Eintrag übers Kibbutz, Bet Shean und das Fussballspiel, Bayern gegen Haifa. Viel Spass
Hier der Falafelmann aus Afula der einen die Falafeln auf der Straße in den Mund wirft. Herrliches Erlebnis.
Hier der Falafelmann aus Afula der einen die Falafeln auf der Straße in den Mund wirft. Herrliches Erlebnis.
Mittwoch, 14. Oktober 2009
Es war einfach mal an der Zeit
zum Friseur zu gehen. 
Ich hatte mittlerweile seit über 1 Jahr kein Besuch mehr beim Scherenschwinger gehabt. Am Ende waren die Haare doch schon extrem lang. Auch der Bart musste dran glauben. Der Friseur, dem ich frei Hand ließ, fragte mich ob ich Rambo kenne. Demnach schnitt er dann auch sehr viel ab um mich so aussehen zu lassen. Mehr als ich erwartet hatte. Als er mir am Ende noch Zeugs in die Haare schmierte hatte ich genug. Naja aba egal der Kram aufm Kopf wächst ja auch wieder. Hier ein paar Bilder von danach. 

Das nächste mal lass ich nur noch Tini ran!!!

Das nächste mal lass ich nur noch Tini ran!!!
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