Mittwoch, 26. August 2009

Never Be Silent...

...ist eine Tour über die Jerusalemer Altstadtmauer. Never Be Silent (schweige niemals) geht jeden Tag auf die Mauer. Die Motivation kommt von dem Bibelvers aus Jesaja 62. Um Zions willen will ich nicht schweigen, und um Jerusalems willen will ich nicht innehalten (...) O Jerusalem, ich habe Wächter über deine Mauern bestellt, die den ganzen Tag und die ganze Nacht nicht mehr schweigen sollen. Die ihr den Herrn erinnern sollt, ohne euch Ruhe zu gönnen, lasst ihm keine Ruhe, bis er Jerusalem wieder aufrichte und es setze zum Lobpreis auf Erden! Jesaja 62Diesen Bibelvers haben sich die Leute zur Aufgabe genommen. Wortwörtlich erfüllen sie diese Prophetie. Ich hab schon Tage mit manchmal 50 Leuten oder auch nur einer Handvoll erlebt. Bei beißender Kälte oder sengender Sonne. Mit den übelsten Charismatikern oder einer Gruppe schweigende Deutsche. egal unter welchen Umständen, jeden Tag wird die Mauer abgeklappert. Ich war schon sooft mit und muss sagen: es wird einfach nicht langweilig! Ständig werden Prophetien erklärt die man schon gelesen hat aber niemals richtig nachvollziehen konnte. Man kann vor Ort die Sachen sehen die man in Deutschland in seiner Bibel niemals vor Augen hatte. Außerdem bekommt man immer wider Jerusalem von seinen schönsten Seiten zu sehen.Das Hauptanliegen ist für den Frieden in Jerusalem zu beten und dem jüdischen Volk seine Verbundenheit auszudrücken. Am besten sind die Erklärungen vom Leiter. Die Prophezeihungen in Wirklichkeit sehen zu können und die Bedeutungen richtig zu verstehn ist schon beeindruckend.Mount Zion/Berg Zion

Ein kleines Beispiel. In der Jerusalemer Altstadt waren nach dem 6 Tage Krieg alle Synagogen zerstört worden. Es stand nur noch der berühmte Rundbogen einer der größten Synagoge als Ruine da. Ein Bibelvers, den ich leider vergessen habe, besagt, dass wenn alle Ruinen der Gebetshäuser in Jerusalem widererrichtet sind wird der Messias widerkommen. Die Synagoge befindet sich im Moment im Wideraufbau, sie ist die letzte Synagoge der Altstadt die noch nicht wider auf gebaut ist, ihr Name ist Hurva-Synagoge (hebr. בית הכנסת החורבה, Beit HaKnesset HaHurba) was übersetzt so viel wie Ruine bedeutet. fast fertige Synagoge, heute
Sehr interessant, ich bin schon auf die Einweihung der letzten widererrichteten Synagoge Jerusalems gespannt. Solche und ähnliche Dinge erfährt man dann bei einer solchen Altstadtmauerführung. Für Besucher sehr zu empfehlen. Das letzte mal war ich mit Lisa und Susanna aus Petah Tiqwa mit der Führung am start. Hier einmal die Homepage von Never Be Silent, auch auf Deutsch. http://neverbesilent.org/de/

Montag, 17. August 2009

Überraschung

Hab von Nina gesagt bekommen das ich einfach mal zum Zionsplatz fahren solle dort warte eine Überraschung auf mich. Eigentlich hatte ich voll was zu tun aber neugierig war ich natürlich auch. Bin dann also mit dem Fahrrad in die Stadt und da gewartet. Auf einmal werden mir von hinten die Augen zu gehalten. Am lachen konnt man schon erkennen, Muddi is wider zurück in Israel. Hehe ich war echt schon aufgeregt gewesen wer oder was die Überraschung denn sein könnte. Wow Julia, das is dir echt gut gelungen. Wir haben dann gleich mal ne spontane Stadttour gemacht. Zum Gartengrab und hier und da. immer wider cool dort zu sein, kenn ich mittlerweile zwar auswendig aber egal. Die nächsten Tage haben wir dann immer was gestartet. Das beste war als wir Johannes verarscht haben. Endlich einmal. Hab mich mit ihm im Independence Park zum grillen getroffen. Und dann kam Julia auch und hat ihn überrascht. waren dann noch in der German Colony unterwegs und haben ein Rohbau erklommen und nen echt coolen Ausblick gehabt. Danach bei Johannes in der Bude gepennt. Leider ging die Zeit mit Julia viel zu schnell um. Ein Besuch beim Hiskiatunnel war noch drin. Dann flog sie schon wider. Man es war ne tolle Zeit die die alten Erinnerungen wider hat aufleben lassen. Herrliche Überraschung, so kann man mich gerne veräppeln. Danke Julia.

Samstag, 15. August 2009

Unsere WG ist gewachsen, mal wider...

Wir haben Anfang August 2 neue Volos bekommen. "Die Neuen", also Matthäus und Joachim sind als Ersatz für Willi und Jonas gekommen. Jonas und sein Deutscher Freund wohnen immer noch bei uns genauso wie Pädder. Ich komm Nachts in mein Zimmer, es ist so warm das man fast gegen ne Wand aus heißer Luft läuft, hau mich ins Bett, schlaf drei Stunden, zieh mir meine Arbeitsklamotten an und geh schaffen. Nach der Arbeit wird dann was unternommen bis spät Abends, irgendwann Nachts geht man dann wider ins Bett für drei Stunden...naja und so dreht sich das immer weiter. Ehrlich gesagt freue ich mich schon wenn diese Übergangszeit zuende ist. Ich brauch nach 5 Wochen einfach mal wider nen bisschen Ruhe. Es ist immer was los. Leider sind dann Pädder und Jonas endgültig weg, was wiederum schade ist. Naja nicht das es danach ruhig werden würde denn wir bekommen dann wider 3 neue Leute im August und Anfang September, sodass wir wider 8 Leute in der WG sind. Das bedeutet Lukas und ich müssen im November sofort raus aus der WG weil da wider 2 Neue kommen die uns ersetzen. Also nichts mit Urlaub machen und in der WG wohnen. Tja so ist das halt. Hier ein Blog von unseren neuen Mitbewohner Matthäus der seine Erlebnisse am Anfang noch schön berichtet (http://www.matt-in-israel.blogspot.com/) ist echt sehenswert, denn unsere Aktionen sind bei ihm auch aufgeschrieben. Wie wir mal wider nen Sofa an geschleppt haben, in Jerusalem und Umgebung unterwegs waren und alles andere. Guckt euch das echt mal an.Bei mir hats ja etwas nach gelassen obwohl es viel zu schreien geben würde. In der nächsten Woche dann etwas mehr, werde alles mal nachholen wenn ich Zeit hab aber im letzten Monat war die Zeit immer so knapp das ich sooo selten am PC sahs. Wie gesagt arbeite nur noch knapp 20 Tage und hab dann die letzte Zeit nicht eingelösten Urlaub den ich auch nutzen werde.

Basketball

Wir sind in letzter Zeit oft nach Tel Aviv zum Strand und danach nach Petach Tiqwa zu den anderen Volos von Hagoshrim gefahrn. Solche Sonnenuntergänge hat man dann sehr oft, es war an einem Freitagabend. Hanni, ich und der gute Hendrik aus Petach Tiqwa sind an nächsten Tag, nem Shabbat zum Basketball spieln aufgebrochen. Die Plätze waren alle leer, was nicht immer so war. Naja es war ja auch Samstagmittag und niemand ließ sich draußen blicken. Außerdem war es so dermaßen heiß das es auch verständlich war nicht nach draußen zu gehen. Hehe und wir wollten Basketball spielen und waren schon durchgeschwitzt als wir am Platz ankamen. Klar war das wir nicht alle unsere Klamotten anbehalten konnten und auch das wir nicht so sehr lange spieln würden. Je mehr wir nur im Boxershorts spielten desto weniger wurde die richtige Verteidigung beim Spiel (beim Basketball ist die Verteidigung sehr Köperkontaktfreudig). So spielten wir unser alle gegen alle Spiel zu ende und machten dann geile Getthopics wie Hendrik immer wider betonte. Drei komische Leute halbnackt aufm Basketballplatz...da kamen sogar die Leute die nur vorbei gingen etwas dichter ran und sahen uns zu. War uns egal, wir hatten unsere Freude dran, hatte zwar nicht mehr viel mit Basketball zu tun aber das war ja schon lange nicht mehr so wichtig.Wider in der Petach Tiqwa WG sahen wir die chaotischen Vorbereitungen für eine Verabschiedungsparty, zum Beispiel ein durchgeschmolzener Pfannenwender welcher auf der heißen Pfanne vergessen wurde. Naja so läuft das Vololeben halt meistens ab. Wir fuhren zurück nach Jerusalem. So in der Art läuft unser Leben an den freien Tagen in letzter Zeit ab, es ist so warm man kann einfach nichts richtiges machen.