Samstag, 29. November 2008

The Covenent

Letzetns waren wir in einem Musical. Ich konnte mir vorher nichts darunter vorstellen und bin einfach mal so mit gekomm. Es war echt unglaublich. Kann alle Leute verstehen die so von Musicals schwärmen. Wäre ich in Deutschland doch noch zu König der Löwen gegangen. Auf jeden Fall war es ein christliches Stück aufgeführt in einer Jerusalemer Gemeinde. Das ist ja schön dachte ich, Musicals hat unsere Gemeinde auch schon gemacht. Hab mich also auf son kleines nettes Musikstücken eingelassen, wurd dann aber echt von den Socken gehauen. Aber seht selbst, hier eine sachliche Kurzbeschriebung.Das Musical „Der Bund“ (Hebräisch: „Ha Brit“) erzählt in 90 Minuten die biblische Geschichte des Volkes Israel, angefangen von der Berufung Abrahams über die Könige und Propheten Israels, die Zeit des babylonischen Exils, die römische Besatzung Israels und die Zeit Jesu, über die Diaspora und den Holocaust bis hin zur Wiederentstehung des modernen Staates Israel.
Die Kernbotschaft des Musicals lautet:
„Vertrau’ auf den HERRN, oh Israel!
Er ist deine Hilfe und Zuflucht.
Er war und Er ist und Er wird
für immer der HERR sein.“
In den vergangenen krisengeschüttelten Jahren hat die unvergessliche Botschaft von „Der Bund“ Tausende Israelis berührt. Die immer wiederkehrende Frage des Jüdischen Volkes, „Hast du dein Volk vergessen, o Gott?“ wird hier beantwortet.Geschrieben wurde das Musical von dem norwegischen Ehepaar Robert und Elisabeth Muren. Beide unterrichteten an der Musikakademie in Oslo und leben seit vier Jahren in Israel.An den aufwendigen Aufführungen nehmen ca. 100 Mitwirkende, Schauspieler, Sänger, Tänzer und viele Helfer teil.
Als wir da waren wurde eine DVD aufgenommen. Pädder das wäre was für dich gewesen. Kameras überall und sogar ein kleines Kränchen.

Hier ein paar Ausschnitte:

Mittwoch, 26. November 2008

Geburtstag/Ein Gedi

Nachdem wir mit der WG zu viert ein wenig mit Israelischen Bier und allerhand Essen reingefeiert hatten bin ich nach drei Stunden Schlaf am Sonntag sehr früh raus. Nach dem Duschen und Essen machen ging es los nach zur Central Bus Station. Hanni wollte mit mir irgendwo hin fahren. Ich wusste nur soviel das ich wasserfeste Schuhe und ne Badehose mitnehmen sollte. Ich dachte ja es geht ans Mittelmeer oder in den Norden, das gute Wetter noch ausnutzen. Aber dann stiegen wir doch gegen meine Erwartungen in den Bus nach ein Gedi. Darunter konnte ich mir nun garnichts vorstellen, denn als ich da auf unserem Jordanientrip vorbei fuhr hab ich nur Palmen gesehen. Als wir ankamen und zur Info gelatscht sind war ich schon durchgeschwitzt. Wir haben uns dann umgezogen und los gings ins Vergnügen. Der Ein Gedi Nationalpark besteht aus mehreren ansteigenden Wanderwegen. Der eine führt über Felsen hoch auf ein Plateau, der sogenannte trockene Weg. Der andere führt durch einen Fluss mit mehreren Pools und Wasserfällen bis zur Quelle (oder bis dorthin wo der Fluss im Felsen verschwindet, die Quelle war bestimmt noch weiter weg), der sogenannte nasse Weg. Wir haben natürlich den nassen Weg gewählt! Ich kam mir manchmal vor wie im Urwald. Gestrüpp, Bäume, Äste alles hing über den Fluss. Pflanzen die ich noch nie gesehen hatte. Die Atmosphäre war awesome. Ich dachte echt ich wäre im Amazonas, fehlten nur noch die Krokodile und Schlangen meinte Hanni. Pause machten wir an den Pools wo sich das Wasser sammelte und wo man problemlos (oder manchmal auch mit Problemen) von den Klippen am Rand ins Wasser springen konnte. Das taten wir auch mehr als genug. Wir waren begeistert denn wir badeten und sonnten uns Mitte November. Manchmal dachten wir auch ans kalte Deutschland, aber nicht sehr lange. Leider wurden wir schon früh aus dem Park regelrecht rausgeschmissen. Das war aber auch gut so, denn dadurch konnten wir noch auf dem Weg zum Toten Meer ein lustigen Film drehen. Siehe unten. Johannes hatte schon ne Bäule am Kopp weil er ausprobieren wollte ob das Wasser tief genug für einen Köpper wäre, war es aber nicht. ich bekam meine Bäule dann bei der tollen China Kung Fu Nummer. Am toten Meer war ich erst echt enttäuscht denn nach dem geplansche in den Pools hatte ich mich aufs Schwimmen in einem Meer gefreut, aber die ersten Minuten waren so langweilig. Man lag da einfach im Wasser konnte nicht untergehen und planschte mehr oder weniger auch nur rum. Doch nach einiger Zeit wurde es richtig Spaßig. Da man keine Kraft für das über Wasser halten brauchte konnte man alle Kraft in Fortbewegung einsetzen. Man kam echt richtig flott voran, obwohl die Beine immer hinten aus dem Wasser guckten. Wir fragten uns wie wohl Leute nach einen Schiffbruch auf dem Toten Meer sterben würden? Anscheinend verdursten denn untergehen kann man ja nicht. Doch dann ist die Frage kann ein Schiff überhaupt auf den Toten Meer untergehen? Aufjedenfall konnte man sich ohne Probleme beim schnellen Schwimmen gut unterhalten. Wir haben sogar mal daran gedacht nach Jordanien zu schwimmen...aber wer weiß was sich die Israelis als Grenzsicherung einfallen lassen haben (vielleicht in Salzwasser lebende Killerhaie......)? Dann haben wir uns noch ein wenig mit dem heilenden Schlamm eingerieben und sind danach aber auch schnell aus Wasser und haben uns lange ab geduscht. Kam mir vor wie ein eingelegter öliger Fisch. Salzkristalle haben wir uns natürlich auch noch besorgt!
Als wir dann im Bus schliefen und in Jerusalem an kamen wollten wir noch irgendwas machen. Als wir uns dann fürs Alyn entschieden und dort ankamen wurden wir oder besser gesagt ich von einer Horde Geburtstags Überraschungs Gästen überfallen. Hanni, Uta und Lena hatten voll die riesen Party für mich organisiert und alle waren eingeweiht, heißt alle haben die ganzen Tage davor voll verarscht. Am meisten halt Hanni der noch meinte wir können zu dir oder zu mir fahren, könne auch in der Stadt ne Pizza essen...man man man. Aber in solchen Fällen ist es gestattet andere durch den Kakao zu ziehen. Die Feier war nur herrlich, es gab reichlich reichlich Essen und Geschenk:-) Nochmals danke an alle die da waren und alle die mitorganisiert haben und für die Geschenke!!! Nachdem die meisten weg waren haben wir den Abend mit einem Film ausklingen lassen. Zum Glück hatte ich am nächsten Tag frei, denn vom Film haben wir alle nicht mehr viel mitbekommen.

Montag, 24. November 2008

Flugzeug in Eilat


Flughafen in Eilat mitten in der Stadt.

Nebel


Morgens vor der Frühschicht war das Tal zum Küchenfenster voll mit Nebel, aber nicht sehr lange. Hatte Kamera zum Glück parat.

Donnerstag, 20. November 2008

Alyn Hospital

Ich arbeite jetzt mittlerweile schon fast drei Wochen in meiner Einrichtung. Das Alyn Hospital.Eigentlich dachte ich, dass ich mit Kindern arbeiten werde denn in der Dienste in Israel Broschüre stand es wäre ein Kinderkrankenhaus. Unteranderem werden hier auch Kinder behandelt. Größtenteils ist es großes Rehabilitationszentrum, wo auch ein Teil davon mit Kindern arbeitet aber es auch andere Aufgaben als die lieben Kinder gibt. Und in diese Ausnamegruppe fällt meine Arbeit.Ich bin auf einem Flur wo größtenteils Muskelschwund Patienten wohnen. Der Flur ist ausgelegt wie eine Straße und die Patienten wohnen in WGs aber alle in eigenen Zimmern. Eigentlich sind alle geistig total fit, aber bei anderen kann man sich nicht so sicher sein. Die Menschen sind von klein auf mit ihrer Krankheit belastet und kennen eigentlich kein anderes Leben. Würde ich in meinen Alter jetzt erkranken dann würde wohl nicht damit klarkommen. Die Behinderten leben sozusagen gefangen in ihrem Körper und können aus eigenen Versuchen heraus nichts tun. Dafür sind wir dann da. Wir können uns irgendwie als ihre Hände bezeichnen denn wir machen alles für sie. Das beginnt schon am Morgen wo man sie waschen, aus dem Bett holen, duschen, rasieren, mit ihnen Zähne putzen, Geschäfte auf der Toilette oder auch im Bett, füttern, in Rollstuhl heben und alles was halt so anfällt machen muss. Sie bekommen dann immer eine Bell in die Hand mit der sie uns im Notfall rufen können. Manchmal ist dann ein Notfall Nase putzen oder den Kopf, Beine und Arme um 2 cm zu verrücken damit die bequemer liegen.

Essensausgabe und WG Vogel

Alle werden künstlich beatmet und haben eine Röhre im Hals wo eine Atemmaschine dran geschlossen wird damit sie nicht immer mit einem Atemgerät über Nase und Mund rumfahren müssen. Dieser Schlauch muss dann auch schon mal von Schleim befreit werden, indem man ihnen einen Schlauch in die Luftröhre schiebt und mit einem Sauger alles Absaugt. Am Anfang war die Arbeit sehr gewöhnungsbedürftig. Der erste Tag war schwer, aber da unsere Volontärsbetreuerin krank war mussten wir gleich richtig mit anpacken und können den Großteil der Arbeit dadurch schon und müssen nicht wie andere über einen Monat eingearbeitet werden. Wir sind mittlerweile schon für einzelne Patienten verantwortlich und müssen sie dann auch komplett alleine fertig machen. Ich habe bis jetzt nur Frühschichten von 7 bis 15 Uhr gehabt, weil man da einfach am meisten lernt. Deswegen hatte ich aber wenig Zeit für andere Sachen. Morgen beginnt meine erste Spätschicht, wo ich dann endlich mal ausschlafen und am Abend eine nicht ganz so stressige Arbeit verrichten kann. Unsere Wg ist wie schon öfters erwähnt echt geil. Alle Leute sind total gut drauf, wir haben Internet, genug zu Essen und jede Menge Spaßzusammen.Mein Zimmer habe ich jetzt auch fertig eingerichtet, mit Wahlplakaten von der Bürgermeisterwahl in Jerusalem (ich brauchte einfach Wahlplakate, vermisse die alten:-). Außerdem wohnen wir garnicht soweit entfernt von der City. Mit dem Fahrrad braucht man genauso lange wie der Bus also ungefähr 40 Minuten. Das geilste ist unsere Dachterasse und der Blick über ein 3 Kilometer weites Panorama, oder weiter. Hier ein paar Eindrücke....

Mittwoch, 12. November 2008

Erstes Fazit

Jetzt sind wir alle in unseren Einrichtungen, manche werden bald nochmal umziehen aber die meisten haben sich schon sehr gut eingelebt. Da ist das Einführungseminar schon wieder sehr weit weg. Vor zwei Wochen sind wir hier angekommen und wussten im Leben nicht was auf uns zukommen würde. Mir gehts ganz gut da ich ja in der besten, sportlichsten (75% unserer WG geht joggen, ne Jonas), lustigsten (ich hab abends oft Bauchschmerzen vom Lachen), größten (immer wieder erwähnenswert: wir sind zu 4. in einer für 8 Leute ausgelegten Wohnung mit 5 Zimmern und 3 Bädern), luxuriösisten (haben drahtloses Internet), nahrhaftesten (bekommen gelben Käse und Pudding) und der coolsten WG sowiso wohne:-) Bei der Gelegenheit möchte ich ein wenig Schleichwerbung für unseren WG Blog machen. www.betreute-wohngemeinschaft-alyn.blogspot.com

Montag, 10. November 2008

Erfahrungen

Tagebucheintrag 15.10.2008 Mittwoch
Heute bin ich mit Hanni früh raus. Er musste arbeiten und ich bin mit dem Bus in die Altstadt. Da hatte er mich für eine Stadtführung mit ein paar Volos, Ingried, Olga und ein paar Eltern einiger Volos eingetragen. Treffen war am Jaffagate. Ich war so müde das ich im Bus eingeschlafen bin und ein paar Stationen nach dem eigentlichen Ausstieg aufwachte. Also lief ich schnell durch die Stadt an der russischen Kirche vorbei zum Jaffagate. Nachdem ich mit echt schlechtem Englisch mich bei einer falschen Reisegruppe blamiert hatte kam dann meine Gruppe und ich lernte weitere Volos kennen. Eine jüdische Reiseleiterin führte uns durch die Altstadt. Wir sahen die Armenischen Viertel, den Arabischen Markt, wieder die Klagemauer und wir besichtigen am Ende die Grabeskirche wo wir zuvor die gesamte Via Dolorosa also den Kreuzweg Jesus abgeschritten waren. Ich war erschrocken von den Orthodoxen Juden wie Christen. Einmal kam eine Gruppe mit einem Kreuz und alle Juden die vorbeiliefen verdeckten ihr Gesicht da im Namen des Kreuzes ihnen so viel Leid zugefügt wurde. Ich schämte mich ein wenig war aber gleichzeitig dankbar das ich Gott nicht mit bestimmten Klamotten, an bestimmten Orten, mit bestimmten Rieten und unter bestimmten Umständen wie Gebetsschal, Weihrauch, Hinknien, Bekreuzigen und so weiter, immer danken kann und immer mit ihm reden kann. Ich bin echt froh, dass ich nicht in die Grabenskirche gehen muss um Jesus für sein Opfer zu danken an einen Ort wo ich nicht mal sicher sein kann ob Jesus hier wirklich für mich gestorben ist. Wir können dankbar sein das wir nicht wie Thomas erst die Wunden sehen mussten um zu Glauben sondern das Gott uns wirklich auserwählt hat und unser Glaube nicht von Reliquien und Rieten abhängig ist, sonder ein lebendiger Glaube ist an einen lebendigen Gott. Das Wort reicht mir ich muss nicht die gesamten Stätten sehen um Jesus anzunehmen. Aber somit kann ich verstehen, wie viele ein verzehrtes Bild von Christen haben. Man sollte hier wirklich sagen man sei Christian Believer sonst kann man völlig falsch eingeordnet werden. Nach der Führung, meine Beine taten gut weh denn wir sind fast sechs Stunden gewandert, wollte ich durch die New City zurück zum Bus. Unterwegs hab ich mir noch ne Gitarre gekauft. An der eigentlichen Bushaltestelle war allerdings alles gesperrt. Da Laubhüttenfest war wurde eine riesige Parade veranstaltet. Viele Länder zeigten Israel ihre Annerkennung, Mitgefühl und ihre Unterstützung. So zogen Delegationen aus allen Ländern durch Jerusalem mit Fahnen und Landestypischen Sachen. Überall standen Sicherheitsleute, alle zehn Meter ein Ordner und auf dem Dach sogar Scharfschützen. Eh ich mich versah, ich war auf der Suche nach einer Bushaltestelle nach Gilo, fand ich mich in einer Gruppe von bestimmt tausend Brasilianern die trommelnd und Samba tanzend mich einfach mitzogen. Das war so toll denn sie wünschten allen am Rande stehenden Israelis Shalom und andere gute Wünsche und vermittelten ihnen das sie hinter ihnen stehen und sie unterstützen. Als sich der Festzug auflöste fand ich mich irgendwo in Vorort ich glaub im Deutschen Viertel wieder. Alle Teilnehmer wurden mit Reisebussen abgeholt, das bedeutete, dass es eine Menge Busse waren. Mittlerweile war es schon gegen 18 Uhr. Ich war seit um 7 Uhr unterwegs und hatte nur ein kleines Frühstück gehabt. Nach einer Weile umherirren und umherschicken von Sicherheitsleuten nahm mich ein Israelisches Paar mit und brachte mich unter Umständen zur nächsten Bushaltestelle nach Gilo. Natürlich verpasste ich die richtige Haltestelle und stieg an der Endstation aus. Das weitere laufen zum Ilan machte mir dann auch nichts mehr aus denn ich hatte eh schon Muskelkater. Dort gab es dann schön Essen und zum Abschluss spielten wir Risiko XXL.

Samstag, 8. November 2008

Fußball

Rückblick. In meiner ersten Woche hier habe ich bei Johannes und der netten Ilan WG gewohnt. Während die alle arbeiten mussten habe ich meine noch frei Zeit genossen. Jetzt nach einer Woche Arbeit kann ich sagen das das echt richtig gut war. Auf jeden Fall war ich einen Abend mit Jonathan und zwei Behinderten im Fußballstadion. Es spielten Beitar Jerusalem gegen Maccabi Petah Tiqwa. Das Spiel war gar nicht schlecht. Am besten waren aber die Israelischen Sprechchöre und die Stimmung überhaupt. Am Ende kann man sagen das Jerusalem viel Pech hatte denn sie haben in der 90. Minute einen Elfmeter gegen sich bekommen und somit ging das Spiel 2:2 aus womit ich aber die Fans nicht zufrieden waren.

Sonntag, 2. November 2008

Laubhüttenfest

Ein kleiner Rückblick. In der Woche als ich hier ankam war gerade das Lauhüttenfest. Es erinnert an die 40 Jahre lange Wanderung durch de Wüste. Überall sah man Laubhüten auf den Straßen und den Balkonen, denn eigentlich isst, schläft jeder Orthodoxe Jude währenddessen in seiner Laubhüte. Als ich dann in der Stadt war, fand eine große Parade statt, mit Leuten die Israel ihre Unterstützung und Anerkennung demonstrierten. Es wurde gesungen, getanzt und gefeiert und aufeinmal wurde ich mitgeschleift und war mittendrin.