Donnerstag, 20. November 2008

Alyn Hospital

Ich arbeite jetzt mittlerweile schon fast drei Wochen in meiner Einrichtung. Das Alyn Hospital.Eigentlich dachte ich, dass ich mit Kindern arbeiten werde denn in der Dienste in Israel Broschüre stand es wäre ein Kinderkrankenhaus. Unteranderem werden hier auch Kinder behandelt. Größtenteils ist es großes Rehabilitationszentrum, wo auch ein Teil davon mit Kindern arbeitet aber es auch andere Aufgaben als die lieben Kinder gibt. Und in diese Ausnamegruppe fällt meine Arbeit.Ich bin auf einem Flur wo größtenteils Muskelschwund Patienten wohnen. Der Flur ist ausgelegt wie eine Straße und die Patienten wohnen in WGs aber alle in eigenen Zimmern. Eigentlich sind alle geistig total fit, aber bei anderen kann man sich nicht so sicher sein. Die Menschen sind von klein auf mit ihrer Krankheit belastet und kennen eigentlich kein anderes Leben. Würde ich in meinen Alter jetzt erkranken dann würde wohl nicht damit klarkommen. Die Behinderten leben sozusagen gefangen in ihrem Körper und können aus eigenen Versuchen heraus nichts tun. Dafür sind wir dann da. Wir können uns irgendwie als ihre Hände bezeichnen denn wir machen alles für sie. Das beginnt schon am Morgen wo man sie waschen, aus dem Bett holen, duschen, rasieren, mit ihnen Zähne putzen, Geschäfte auf der Toilette oder auch im Bett, füttern, in Rollstuhl heben und alles was halt so anfällt machen muss. Sie bekommen dann immer eine Bell in die Hand mit der sie uns im Notfall rufen können. Manchmal ist dann ein Notfall Nase putzen oder den Kopf, Beine und Arme um 2 cm zu verrücken damit die bequemer liegen.

Essensausgabe und WG Vogel

Alle werden künstlich beatmet und haben eine Röhre im Hals wo eine Atemmaschine dran geschlossen wird damit sie nicht immer mit einem Atemgerät über Nase und Mund rumfahren müssen. Dieser Schlauch muss dann auch schon mal von Schleim befreit werden, indem man ihnen einen Schlauch in die Luftröhre schiebt und mit einem Sauger alles Absaugt. Am Anfang war die Arbeit sehr gewöhnungsbedürftig. Der erste Tag war schwer, aber da unsere Volontärsbetreuerin krank war mussten wir gleich richtig mit anpacken und können den Großteil der Arbeit dadurch schon und müssen nicht wie andere über einen Monat eingearbeitet werden. Wir sind mittlerweile schon für einzelne Patienten verantwortlich und müssen sie dann auch komplett alleine fertig machen. Ich habe bis jetzt nur Frühschichten von 7 bis 15 Uhr gehabt, weil man da einfach am meisten lernt. Deswegen hatte ich aber wenig Zeit für andere Sachen. Morgen beginnt meine erste Spätschicht, wo ich dann endlich mal ausschlafen und am Abend eine nicht ganz so stressige Arbeit verrichten kann. Unsere Wg ist wie schon öfters erwähnt echt geil. Alle Leute sind total gut drauf, wir haben Internet, genug zu Essen und jede Menge Spaßzusammen.Mein Zimmer habe ich jetzt auch fertig eingerichtet, mit Wahlplakaten von der Bürgermeisterwahl in Jerusalem (ich brauchte einfach Wahlplakate, vermisse die alten:-). Außerdem wohnen wir garnicht soweit entfernt von der City. Mit dem Fahrrad braucht man genauso lange wie der Bus also ungefähr 40 Minuten. Das geilste ist unsere Dachterasse und der Blick über ein 3 Kilometer weites Panorama, oder weiter. Hier ein paar Eindrücke....

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