Montag, 10. November 2008

Erfahrungen

Tagebucheintrag 15.10.2008 Mittwoch
Heute bin ich mit Hanni früh raus. Er musste arbeiten und ich bin mit dem Bus in die Altstadt. Da hatte er mich für eine Stadtführung mit ein paar Volos, Ingried, Olga und ein paar Eltern einiger Volos eingetragen. Treffen war am Jaffagate. Ich war so müde das ich im Bus eingeschlafen bin und ein paar Stationen nach dem eigentlichen Ausstieg aufwachte. Also lief ich schnell durch die Stadt an der russischen Kirche vorbei zum Jaffagate. Nachdem ich mit echt schlechtem Englisch mich bei einer falschen Reisegruppe blamiert hatte kam dann meine Gruppe und ich lernte weitere Volos kennen. Eine jüdische Reiseleiterin führte uns durch die Altstadt. Wir sahen die Armenischen Viertel, den Arabischen Markt, wieder die Klagemauer und wir besichtigen am Ende die Grabeskirche wo wir zuvor die gesamte Via Dolorosa also den Kreuzweg Jesus abgeschritten waren. Ich war erschrocken von den Orthodoxen Juden wie Christen. Einmal kam eine Gruppe mit einem Kreuz und alle Juden die vorbeiliefen verdeckten ihr Gesicht da im Namen des Kreuzes ihnen so viel Leid zugefügt wurde. Ich schämte mich ein wenig war aber gleichzeitig dankbar das ich Gott nicht mit bestimmten Klamotten, an bestimmten Orten, mit bestimmten Rieten und unter bestimmten Umständen wie Gebetsschal, Weihrauch, Hinknien, Bekreuzigen und so weiter, immer danken kann und immer mit ihm reden kann. Ich bin echt froh, dass ich nicht in die Grabenskirche gehen muss um Jesus für sein Opfer zu danken an einen Ort wo ich nicht mal sicher sein kann ob Jesus hier wirklich für mich gestorben ist. Wir können dankbar sein das wir nicht wie Thomas erst die Wunden sehen mussten um zu Glauben sondern das Gott uns wirklich auserwählt hat und unser Glaube nicht von Reliquien und Rieten abhängig ist, sonder ein lebendiger Glaube ist an einen lebendigen Gott. Das Wort reicht mir ich muss nicht die gesamten Stätten sehen um Jesus anzunehmen. Aber somit kann ich verstehen, wie viele ein verzehrtes Bild von Christen haben. Man sollte hier wirklich sagen man sei Christian Believer sonst kann man völlig falsch eingeordnet werden. Nach der Führung, meine Beine taten gut weh denn wir sind fast sechs Stunden gewandert, wollte ich durch die New City zurück zum Bus. Unterwegs hab ich mir noch ne Gitarre gekauft. An der eigentlichen Bushaltestelle war allerdings alles gesperrt. Da Laubhüttenfest war wurde eine riesige Parade veranstaltet. Viele Länder zeigten Israel ihre Annerkennung, Mitgefühl und ihre Unterstützung. So zogen Delegationen aus allen Ländern durch Jerusalem mit Fahnen und Landestypischen Sachen. Überall standen Sicherheitsleute, alle zehn Meter ein Ordner und auf dem Dach sogar Scharfschützen. Eh ich mich versah, ich war auf der Suche nach einer Bushaltestelle nach Gilo, fand ich mich in einer Gruppe von bestimmt tausend Brasilianern die trommelnd und Samba tanzend mich einfach mitzogen. Das war so toll denn sie wünschten allen am Rande stehenden Israelis Shalom und andere gute Wünsche und vermittelten ihnen das sie hinter ihnen stehen und sie unterstützen. Als sich der Festzug auflöste fand ich mich irgendwo in Vorort ich glaub im Deutschen Viertel wieder. Alle Teilnehmer wurden mit Reisebussen abgeholt, das bedeutete, dass es eine Menge Busse waren. Mittlerweile war es schon gegen 18 Uhr. Ich war seit um 7 Uhr unterwegs und hatte nur ein kleines Frühstück gehabt. Nach einer Weile umherirren und umherschicken von Sicherheitsleuten nahm mich ein Israelisches Paar mit und brachte mich unter Umständen zur nächsten Bushaltestelle nach Gilo. Natürlich verpasste ich die richtige Haltestelle und stieg an der Endstation aus. Das weitere laufen zum Ilan machte mir dann auch nichts mehr aus denn ich hatte eh schon Muskelkater. Dort gab es dann schön Essen und zum Abschluss spielten wir Risiko XXL.

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