Montag, 29. Dezember 2008

Timna Park und Eilat (2.Bericht)

Am nächsten morgen wachten wir erst spät auf. Eigentlich wollten wir sehr früh aufbrechen da unser Ziel für den Abend um die 15 Kilometer entfernt lag, aber da wir in der Nacht beide mehrmals wach wurden und der Schlaf nicht so die Erfüllung war, schliefen wir halt länger. Den Sonnenaufgang verpassten wir, dafür bekamen wir die ersten Touris mit da wir ja sehr nah am Eingangsgate gepennt hatten. Was waren wir froh das wir zu Fuß unterwegs waren denn es kostete eine Menge mit Auto, Fahrrad oder Bus in den Timnapark zu fahren, zu Fuß aber nichts. Nachdem wir ordentlich gefrühstückt hatten, mein Rucksack wurde wieder leichter, mit Kaffee und allem drum und dran benutzten wir zum letzten mal die Sanitären Anlagen, packten unsere Sachen (der Rucksack war immernoch verdammt schwer) und marschierten los. Wir wanderten zuerst auf de Israel Trail, umrundeten nen riesen Berg und standen vor unserem ersten Aufstieg. Bis wir zum Aufstieg gekommen sind hat es bestimmt schon 1-2 Stunden gedauert und mir taten die Schultern jetzt schon weh. wir machten unsere erste Pause, aßen, tranken und schossen Fotos. (im Hintergrund die Berge auf die wir rauf mussten)
Auf jeden Fall drückten wir uns vor dem Aufstieg. Irgendwann mussten wir, ob wir wollten oder nicht. Es war so was von anstrengend mit dem fetten Rucksack auf einem kleinen Pfad auf der Spitze der Berge entlang zu stolpern. Es war Winter und wir beide schwitzte wie im Hochsommer. Rechts und links ging es steil runter und man konnte nur Gradeaus immer den kleinem Pfad mit kleinen Schritten entlang gehen. Endlichwaren wir oben aber es war nur das erste Plato. Am Horizont sahen wir die Antenne auf dem höchsten Punkt den wir un als Tageziel gesetzt hatten. Also machten wir natürlich erstmal wieder Pause, die brauchten wir aber auch. Viel länger als 1 1/2 stunden konnte man mit den Rucksäcken nicht wandern. Also wieder essen und Fotos machen. Danach wanderten wir größtenteils eben auf dem Plato entlang. Uns kamen dann das einzige Mal 2 andere Wander entgegen, wir wunderten un wie die ohne Gepäck von der Einöde kommen konnten aber nach einier Zeit fanden wir ihr Auto. Der Punkt an dem wir jetzt waren war auch die letzte Möglichkeit sein Auto irgendwie aufs Plato zu bekommen. (oben links auf dem höchsten Punkt der Berge im Horizont, unsere Antenne; Tagesziel)
Denn jetzt begann der 2. und meiner Meinung nach noch viel schwierigere Anstieg. Natürlich machten wir wieder Pause...in der Mitte des Anstieges als wir rasteten wurde es sehr windig und kalt so das wir Pullover rausholen mussten. Zum Mittag aßen wir dann am Hang unseren Kuchen (wieder weniger Gepäck) und kletterten weiter Richtung Antenne. Es war ein Auf und Ab, wo man sich dachte man könnte so viel Kraft sparen wäre es eben. Doch wir schafften es und konnten vom höchten Punkt des Timna Parks (800 nochwas meter) mit ansehen wie die Sonne immer mehr im Nebel der sich im Tal sammelte sank. Wir hatten unser Ziel geschafft. Es wurde auch schon dunkel aber wir wollten nicht auf dem Gipfel übernachten weil es windig und kalt war. Also begannen wir mit dem Abstieg auf der anderen Seite und sagten uns solange es hell sei können wir auch noch laufen. Leider wurde es immer schneller dunkel. Wir kamen auf einem weiterem Plato an. Den Weg hatten wir verloren und irrten dafür durch ein ausgetrocknetes riesen Flussbett. Die Sonne verabschiedete sich auch von uns. Nun standen wir da, im dunkeln ohne Weg und ohne Schlafplatz. Im Flussbett wäre es geschützt gewesen aber auch gefährlich (im Durchschitt ertrinken mehr Menschen in der Wüste als verdursten) denn man sah das hier vor kurzen Wasser geflossen ist. Also irrten wir weiter umherr, immer nah am Abhang denn wir wussten das dort irgendwann der Weg nach unten führen würde und wir ihn kreuzen müssten. Nach einiger Zeit fragten wir uns ob wir den Pfad nach unten verpasst hätten und nun auf dem Plato in die falsche Richtung gehen würden? Die Situation war echt scheiße. Weitergehen (man könnte aber schon zu weit sein), zurückghen (der Pfad könnte aber auch vor einem liegen) oder einfach an einer ungeschützten windigen Stelle auf dem harten Boden übernachten. Wir entschieden uns noch ein wenig weiter zu gehen denn. Vielleicht 10 minetn denn anach wäre es eh zu dunkel und zu gefährlich zum wandern gewesen. Aufeinmal fanden wir den Weg. Gott sei gedankt. Ein kleines Schildchen stand da was wir nie gefunden hätten. Aber echt, ohne Gott wär das echt in die Hosen gegangen. Wir folgeten dem Weg ein wenig, dann wurde er zu steil um im dunkeln zu klettern. Wir fanden aber eine sehr gute, weiche, geschützete Stelle. Kochen wollten wir nicht denn ganz in der Nähe hatten wir eine Höhle gesehen in die Spuren rein und raus führten. Wenn irgendwelche Tiere unsere Nachbarn wären wollten wir sie nicht mit Essensduft anlocken und so haben wir Obst und Hummus bevorzugt. Um 7 Uhr lagen wir dann schon im Bett denn wir waren so fertig und es war so dukel das man eh nichts mehr hätte machen können. Mit 4 Schichte Pullovern, Skiunterwäsche, Mütze und Schal schliefn wir dann irgnwann ein.

Sonntag, 28. Dezember 2008

Neue Aktivitaet im Picasa Album

Endlich habe ich es mal geschafft ein paar Fotos ins Internet zu stellen. Musste dafuer extra zu Hanni fahren denn bei uns funktioniert das alles nicht so mit Picasa und Fotos hochladen. Aber jetzt kann man auch, wen es interessiert, Fotos sehen. Rechts in der Leiste auf Fotoalbum klicken. Viel Spass...

Timna Park und Eilat (1.Bericht)

Krissi hatte unerwartet eine Woche Urlaub bekommen und gefragt ob jemand Lust hätte in der Zeit vom 12.12 -16.12 etwas zu unternehmen. Da ich zwei Tage am Stück frei hatte sagte ich einfach mal zu. Aber dann noch mehr Tage frei zu bekommen war ein solches Problem was ich jetzt im Moment grade zu spüren bekomme. Um 5 Tage am Stück frei zu bekommen musste viele Schichten umgelegt werden. Die einzige Lösung bei der ganzen Schichtschieberei (Zitat Bob: „Ich mag das Wort nicht“!) war, das ich nach dem Urlaub in einem 8 Stunden Rhythmus arbeiten müsste. Also 8 Stunden schlafen, 8 Stunden arbeiten, 8 Stunden schlafen und so weiter. Ich sitze hier grade in der Nachtschicht es ist halb 5 nach israelischer Zeit und ich werd langsam ein wenig komisch, denn mir fehlt super viel Schlaf und ich hab zu viel Kaffee intus. Egal die Hälfte des Rhythmus ist eh bald um und an Weihnachten haben wir unser erstes Seminar (was wohl nicht bedeutet das wir mehr Schlaf bekommen aber wenigstens haben wir 3 Tage ohne Arbeit) auf jeden Fall wollte ich vom Urlaub erzählen.
Als wir uns entschieden haben zu zweit (alle anderen haben abgesagt) in die Wüste zu fahren sind wir am Mittwoch ordentlich einkaufen gewesen und haben den Abend noch mit Fußball gucken bei Gie Gie (einen unserer Behinderten) ausklingen lassen. Donnerstagabend nach der Schicht hab ich dann angefangen Sachen zu packen. Als Krissi dann irgendwann um 24 Uhr vor der Tür stand hatte ich so gut wie noch nichts gepackt. Irgendwie zog sich alles recht lange hin. Wir haben noch das letzte Mal ordentlich gegessen, alles aufgeteilt und mehr oder weniger gut geplant. Mein Rucksack war schon voll da viel mir ein das ich gar kein Wasser für eine mehrtägige Wüstenwanderung eingeplant hatte. Krissi hatte 8 Liter mitgenommen, für eine Person. Ich hatte nicht mal leere Flaschen. Also musste ich mich dann um 2 Uhr Nachts auf die suche nach leeren Flaschen begeben. Konnte dann 2 bei meinen Behinderten und noch mal 2 auf der Kinderstation abstauben. Allerdings musste ich die noch richtig auswaschen und Platz für weitere 8 Kilo hatte ich sowieso nicht. Irgendwie war alles Balagan. Ich hab dann nur noch ein paar Eier gekocht und bin ins Bett.
Nach 2 Stunden Schlaf klingelte mein Wecker auch schon wieder. Jetzt musste ich mich echt ranhalten um alle Sachen wirklich so zu verstauen das man mit dem Rucksack auch wandern konnte. Nach nem schnellem Frühstück und ner schnellen letzten Dusche sind wir irgendwann gegen halb 6 Uhr morgens aufgebrochen. Davor haben wir noch schnell unsere Rucksäcke gewogen. Beide Rucksäcke um die 27 Kilo. Krissi hatte 8 Liter Wasser und ich hatte alles Essen und 4 leere Flaschen. Als wir den Alynberg hochgingen schnürte mein Rucksack schon, zum Glück konnten uns ein paar Israelische Busfahrer die zu dieser Zeit schon an der Haltestelle standen sagen das gleich ein Bus käme, ansonsten hätten wir noch bis zum Supermarkt laufen müssen und ich wäre garantiert fertig gewesen. Um 7 Uhr ging unser Bus und wir waren oberpünktlich an der Central Bus Station. Im Bus, der überfüllt von Arabern war ging es demnach auch sehr laut und nervend zu (es war wohl irgendein Familienfest in Eilat weil drei anstatt einem Bus eingesetzt wurden und ganze Sippen mit all ihrem Hab und Gut reiste). Wir versuchten unseren Schlaf nach zu holen, was uns aber nicht so gut gelang. Als wir dann nach der Pause doch schlafen konnten, verpassten wir natürlich sofort unseren Ausstieg am Timna Park und waren auf einmal in Eilat. Das war aber auch nicht schlecht denn so konnten wir noch eine Gaskatusche kaufen und haben dann halt noch mal ein paar Schekels für den Bus zum Timna Park bezahlen müssen. Als uns der Busfahrer an der Straße raus ließ waren wir voll in der Pampa. Es gab nichts nur ein Schild wo drauf stand das der Timna Park 2 Kilometer weiter die Straße rauf war und nicht an der stelle wo uns der Busfahrer raus gelassen hatte. Also schulterten wir unsere Rucksäcke und marschierten los. Irgendwie kam uns der weg aber viel länger als 2 Kilometer vor und als wir endlich am Gate des Parks ankamen war es kurz vor Feierabend. Der Ranger erklärte uns noch schnell eine Rute und ein paar Regeln, zeigte uns eine Trinkwasserstelle und wünschte uns viel Erfolg. Wir suchten uns dann einen Schlafplatz und fingen an uns ein schönes Essen zu bereiten. Als wir den Aufsatz auf den Gaskocher steckten merkten wir das der Aufsatz so alt und eingerostet war das man ihn nicht schließen konnte. Leider hatten wir die Gaskatusche schon angestochen und nun mussten wir zusehen wie das ganze wertvolle Gas entwich und wir nichts dagegen tun konnten. Wir versuchten beide den blöden Verschluss des Aufsatzes zu schließen aber es gelang uns nicht. Wir hatten schon fast die Hoffnung aufgegeben und uns damit abgefunden das wir die nächsten Tage wohl keine warmen Mahlzeiten und Kaffee kochen konnten, da fuhren ein paar Biker an der Straße entlang. Ich bin schnell hinterher während Krissi die Gaskatusche zu drückte und tatsächlich hatten sie eine Zange mit dabei. Mit Mühe und Not konnten wir den Aufsatz schließen. Aber als wir dann an unserem Nachtlager versuchten die Flasche per Hand wieder zu öffnen ging das auch wieder nicht. Also mussten wir wieder zurück zu den Fahrradfahrern und die Flasche öffnen lassen. Wir drehten wohl so sehr an dem Verschluss das er dann nachher zum Glück auch per Hand funktionierte. Nach kurzer Zeit wurde es dann so schnell dunkel das wir im Dunkeln uns ein schönes Spagettigericht zauberten. Ich war froh denn eine Dose mit Tomatenmark, Mais und ein paar Tomaten waren dann schon aus dem Rucksack raus und erleichterten die nächste Tour. Irgendwann war es so dunkel das wir uns nur noch hinlegen konnten obwohl es noch total früh war. Nach ner Andacht und ner Tafel Schokolade schliefen wir auch relativ schnell. In der Nacht wurden wir dann geweckt, nicht etwa von den Tiergeräuschen sondern von der Kälte die sich durch alle Näte der Klamotten und des Schlafsacks schlich.

Samstag, 27. Dezember 2008

Neue Aktivitaet im Picasa Album

Endlich habe ich es mal geschafft ein paar Fotos ins Internet zu stellen. Musste dafuer extra zu Hanni fahren denn bei uns funktioniert das alles nicht so mit Picasa und Fotos hochladen. Aber jetzt kann man auch, wen es interessiert, Fotos sehen. Rechts in der Leiste auf Fotoalbum klicken. Viel Spass...

Donnerstag, 18. Dezember 2008

Beauty Fashion in Tel Aviv ( O my Godness)

Am Mittwoch bekam ich nach der Schicht nen Anruf. Ich wurde von unser Chefin gefragt ob ich am Donnerstag mit einer Behinderten nach Tel Aviv fahren könnte. Weil ich erst dachte es gibt Ärger oder ich hätte was angestellt hab ich ohne nach zu fragen einfach ja gesagt. Am Donnerstag bin ich also nach der Frühschicht die um drei Uhr zu ende war gleich mit Mbal aufgebrochen. Ich wusste gar nicht was mich erwartet. Erst dachte ich, ich dürfte Auto fahren, aber nein Mbal hatte ihr Eigenes, Riesen, mit allen Extras ausgestattetes Behindertenluxusmobil. Auf dem Weg nach Tel Aviv (eigentlich fährt man 45 min, wir standen alleine schon 45 min im Jerusalemer Stau fest) erfuhr ich dann auch was auf mich zu kommen sollte. Sie studiert für ein Jahr, keine Ahnung wie mans nennt, Stilisten oder sowas. Auf jeden Fall kann sie wenn sie die Ausbildung abgeschlossen hat mit Modells, Sängern und Schauspielern arbeiten etc Es war auf jeden Fall viel mit Modells, Mode, Haaren, Schmuck und son Kram halt. Als wir um 5 uhr in Tel Aviv ankamen (eigentlich fährt man ja nur 45 min) bin ich aufgeschreckt, peinlich ich war eingeschlafen obwohl meine Aufgabe darin bestand ihr zu helfen, und sie grade beim Israelischen Verkehr zu unterstützen. Sie meinte das macht nichts, wir wären ja angekommen. Als wir in das Haus gingen, haben zuvor einen Parkplatz gesucht und mit nem Polizisten gefeilscht, dachte ich mir, dass ich sie nur abliefern brauchte und mir dann nen schönen Abend in Tel Aviv machen könnte und sie am Ende einfach wieder abholen würde. Nichts da! Ich musste mit runter und mich erstmal hinsetzen. Da bekam ich den ersten Schock. Nur Frauen, eine mehr aufgedonnert als die andere. Und alles sonne Beautyqueens die sich mit hoher und kreischender Stimme verständigten. Das war ja genau das richtige für mich. Als dann die ober Prinzessin reinkam und die Divarunde eröffnete war ich so froh das ich mir ein Buch mitgenommen hatte. Nach einiger Zeit habe ich es geschafft das dumme Gelaber über Leidenschaft und mehr Kreativität in der Arbeit, die hundert Fotos von Magermodells und die Kaugummikauenden (fast Wiederkäueneden) Diven zu ignorieren und konnte sogar mein Buch lesen. Als nach 2 Stunden alle aufstanden war ich so froh, aber Mbal meinte nur es wäre jetzt Pause und danach ginge es mit der Präsentation der eigenen Entwürfe weiter. Sogar die Pause musste ich mit den Beautys verbringen, die haben irgendwas auf hebräisch gelabert, gegackert...Mbal meinte sie reden über mich und finden mich beautiful beautiful! Na toll dachte ich, da kann ich mir auch keine Ohrstöpsel für die nächsten 2 Stunden von kaufen. als es weiterging klappte das mit dem Buch lesen ganz gut. Aber dann aufeinmal, oh Schreck hatte ich das Buch durchgelesen. Schei...benkleister! Also musste ich ob ich wollte oder nicht mir die Präsentationen alle mit ansehen und so tun als ob ich total interessiert wäre. Als es endlich vorbei war hab ich nur noch Dankgebete losgelassen. Doch meine Kopfschmerzen sollten noch nicht zu ende sein. Die eine Diva musste natürlich von Mbal mitgenommen werden (obwohl sie sonst immer selbständig nach Hause fuhr). Hehe ich hab m ich also nach hinten auf den Einzelplatz verdrückt und so getan ob wenn ich schlafe. Das hat dann auch super geklappt nur das ich irgendwann wirklich geschlafen hab. Als ich geweckt wurde hatte Mbal die Tussi grade abgesetzt sich aber total verfahren. Als wir endlich nach langer Suche, vielen Telefonanrufen und sehr zaghaften weiblichen Fahrmanövern um 11 Uhr im Alyn ankamen (haben bestimmt 50 Kilometer Umweg gemacht) kam ihre Freundin raus und sie wollten noch woanders hin. Da Freitag ja Shabbat beginnt und am Donnerstag Abend alle nochmal aus gehen wollen habe ich zugestimmt das ich mitkomme (spät war es eh schon, musste ja nur um 7 Uhr raus am nächsten Tag und war ja auch nicht müde oder so...:-) Nach ner erneuten längeren Tour sind sie dann in ein Restaurant. Das war dann wirklich das Highlight des Tages das ich eingeladen wurde, aber auch berechtigt (hatte ja genug gelitten) Das Essen war das geilste seit langem (Fisch, ordentliches Stückchen Fleisch, Salate, Trinas, geiles Fladenbrot, Gewürzpotatoes, Bohnen, Zwiebeln, Tomaten, Pilze und allerhand Israelisches Zeug (hoffe mein Magen hält das auch aus:-) als wir dann irgendwann um 1 Uhr im Alyn ankamen habe ich noch das restliche Essen und ne Flasche Cola geschenkt bekommen denn die beiden waren echt überglücklich (alleine dürfen die nämlich nicht los, immer mit Begleitung). Im großen und ganzen war es schon ein sehr lustiges Erlebnis, so prägend (das werd ich in meinem Leben nicht verdrängen können) das ich das noch sofort in den Blog schreiben musste obwohl das heißt das ich jetzt nur noch 4 Stunden schlafen kann bevor eine richtig crasse Arbeitszeit anfängt. Aber dazu dann alles wenns gelaufen ist.

Mittwoch, 10. Dezember 2008

Ein Kerem

Unser Stadtteil von Jerusalem. So schnell wird es bei uns dunkel, es dauert echt nicht lange. Im Hintergrund das Hadassa, das Krankenhaus von Johannes. Nebenbei bemerkt das größte und beste des Nahen Ostens.

Samstag, 6. Dezember 2008

Petah Tiqwa / Tel Aviv

Am Sonntag las ich eine Mail von der WG in Petah Tiqwa das sie am Montag Abend für Marvin, der am Dienstag Geburtstag hatte, eine Überraschungparty planten. Jeder war dazu eingeladen. Ich dachte mir das wäre ja ganz cool denn ich hatte am Montag Frühschicht, Dienstag frei und Mittwoch Spätschicht und so hab ich mich entschieden dahin zu fahren. (Tel Aviv am Strand)
Wie gesagt Montag nach der Frühschicht ging es los. Um so gegen 24 Uhr da anzukommen musste ich um halb 11 den Bus in Jerusalem nehmen. Ich war pünktlich da wusste aber überhaupt nicht wo und wie der Bus abfährt. Natürlich hab ich den Bus verpasst weil der nämlich draußen vor der Central Bus Station fuhr und nicht innen wie ich dachte. Das hat mir aber auch niemand gesagt und auch beim fragen wusste niemand Bescheid. Also war die letzte Möglichkeit für mich wie mir ein Busfahrer weißmachte über Tel Aviv zu fahren und von dort auf einen Bus nach Petah Tiqwa zu hoffen. Als ich dann ne halbe Stunde den Bus nach Tel Aviv nahm war es schon um kurz nach Elf und ich bin extra vor 10 Uhr beim der Central Bus Station angekomm um ja nicht den Bus zu verpassen. Scheiß Israel und scheiß Leute dachte ich nur, alle haben mich in andere Richtungen geschickt und niemand wollte mit mir reden außer einem der rumgegangen ist und alle Leute angebettelt hat. Als ich dann kurz vor 12 oder so in Tel Aviv ankam hieß es wieder durch die Kontrolle, Rucksack durchsuchen und das richtige Gate finden. Es war alles nicht so einfach, denn der Busbahnhof in Tel Aviv gilt als größter der Welt (Wikipedia). Leider war der letzte Bus mir direkt vor der Nase weggefahren (blöde Sicherheitkontrollen)! Eine Soldatin meinte ein Bus würde in die Nähe von Petah Tiqwa fahren, der letzte der wohl in dieser Nacht noch fahren würde. Weil ich derbe auf Klo musste, nicht nach Petah Tiqwa latschen und auf keinen Fall in der größten Busstation der Welt übernachten wollte bin ich also mit der Soldatin mit. Der Busfahrer meinte allerdings das er Petah Tiqwa wohl nicht anfahren würde. Ich sah aber schon im Bus hatte bezahlt und mir war eh alles egal, also bin ich einfach so grob in die Richtung gefahren. Normalerweise gucke ich mir noch immer an wo ich denn auf der Karte hin muss und so aber diesmal war ich völlig ohne Plan und wusste nicht mal die Adresse der WG und wie die Einrichtung hieß weil alles so spontan war und ich einfach so schnell aufgebrochen bin. Ich hatte nicht mal Geld auf dem Handy geschweige denn irgendeine Nummer von der WG. Irgendwann hats aber angefangen Spass zu machen. (Verteidigungsministerium in Tel Aviv was man eigentlich nicht fotographieren darf) Es war wie in der Nacht wo ich planlos in Aachen stand und ich musste mich erinnern das es damals viel konfuser war. Ich legte Gott also alles hin, was sollte ich auch anderes machen, und bin einfach mal weiter gefahren denn eins wusste ich, dass Petah Tiqwa ungefähr Nordöstlich von Tel Aviv lag und wie ich das einschätzen konnte fuhr der Bus noch grob in diese Richtung. Ich hatte nur Bedenken weil ich nicht wusste wann ich aussteigen musste und es natürlich auch keine Anzeige im Bus gab. Dann bekam ich aber auf einmal nen Anruf. Die Uta und die WG warteten schon denn es war mittlerweile schon nach 12 und ich wollte eigentlich pünktlich zum Geburtstag da sein. Nachdem ich ihr meinen Umstand erklärt hatte und gesagt in welchem Bus ich sitze beschrieb sie mir kurz die Straße wo ich aussteigen sollte und sie würde mich dann abholen. Leider verpassten wir uns denn die Straße war relativ groß und der Busfahrer hielt nicht an einer Bushaltestelle sondern einfach am Rand der Hauptstraße. Als wir uns dann doch noch trafen waren wir irgendwann nach 1 Uhr in der WG. Herrlich solche Aktionen sind echt immer total geil wenn man wirklich 100% nur auf Gott angewiesen ist und es dann auch immer immer klappt. Am nächsten Tag, wir haben die Nacht durchgemacht, sind die meisten nach Ein Gedi gefahren. Die Uta hat dann extra einen freien Tag beantragt und wir sind mit dem Fahrrad nach Tel Aviv reingefahren, die ganze Strecke die ich in der Nacht mit dem Bus abgefahren bin. Am Strand haben wir erstmal schön relaxt, geratzt, den verrückten Frisbee leuten zu gesehen und auch noch gebadet. Gebadet im Dezember, war schon ganz lustig. Am Abend nach einem Falaffelessen sind wir noch auf den Suk und den Künstlermarkt gegangen. Ich habe mich da mit Haferflocken eingedeckt, ein riesen Glas Honig (1,2 kg), getrocknete Bananen und Kerne zum knabbern besorgt. Die Uta hat genügend Essen für eine ausgehungerte Militäreinheit gekauft. (Oliven auf dem Suk)
Mit vollen Rucksäcken wollten wir dann wieder bis nach Petah Tiqwa zurück. Haben dann aber lieber doch einen Bus genommen:-)denn wir waren doch ganz gut geschafft. Der Abend war total cool haben schön gegessen und mit der andauernden WG Besetzung zusammen gesessen. Am nächsten Tag nach ner weiteren langen Nacht und einem geilen Früstück ging es für mich um 8.30 Uhr, diesmal mit dem richtigen, direkten Bus wieder zurück nach Hause denn ich hatte ja noch Spätschicht (die normalerweise ganz chillig ist aber da der Lukas in der Frühschicht etwas vergessen hatte musste ich drei Stunden am Abend mit einem Patienten arbeiten die ich sonst viel angenehmer verbracht hätte. Der arme Fares konnte sich morgens nämlich nicht richtig entleeren weil der Lukas ihn falsch auf den Kackistuhl gesetzt oder das Abführmittel zu weit eingespritzt hatte und so musste ich am Abend halt nochmal mit ihm auf Klo gehen...drei Stunden...echt ne scheiß Arbeit...wie gesagt...Lukas du bist mir was schuldig). Was war ich froh als ich wieder in meinem Bett lag und schlafen konnte. Doch nach vier Stunden war das Vergnügen vom schlafen schon wieder zuende.Morgens weckte mich Willi um 7 weil er zur Schicht musste und sagte nur: hast du nicht auch Frühschicht. Der Tag war echt heftig total verschlafen und ohne Frühstück zu arbeiten. Einmal wäre ich auch fast im Stehen eingepennt, zum Glück hatte ich mir noch schnell Kaffeepulver mit runtergenommen.