Ich schreibe den Blogeintrag weil ich darauf hingewiesen wurde meine Ausdrucksweise eventuell zu überdenken. Vielen Dank für den Hinweis und das Feedback. Wenn euch was stört oder auffällt dann sagt bitte bescheid.
Mein Kommetar: "Ich habe zwar in Deutschland verweigert und gesagt ich würde nie jemanden töten, aber in Israel ist es etwas anderes."
Mit der Bemerkung wollte ich nicht darauf hinaus das ich unbedingt in die IDF will um Araber zu töten. Niemand hat das Recht einen anderem Menschen sein Leben zu nehmen. Letzte Woche hatten wir den ehemaligen Oberrabbiner der Israelischen Armee bei uns im Hauskreis zu Besuch. Rabbi Mordechai Peron war wie gesagt 34 Jahre Obrrabbiner in der IDF, hat 7 Kriege im Dienst der Armee verbracht, in den letzten Jahren sogar als General. Er war ein enger Freund von Moshe Dajan, sein Rabbiner halt, und hat ihn sogar in seinem Wohnzimmer verheiratet (das hat er in einem Nebensatz erwähnt als wäre es nichts besonderes). Dieser Mann, aus dessen Sicht die Kriege eigentlich gerechtfertigt wären sprach von dem Wahnsinn des Krieges. Jeder Krieg ist Wahnsinn, jeder Soldat und jeder Zivilist der im Krieg auf beiden Seiten umkommt ist zu viel. Das sagte uns der ehemalige Oberrabbiner der Israelischen Armee. Dieses Erlebnis war so prägend und so einmalig das ich mein Kommentar gerne nochmal anders darstellen möchte. In der Israelischn Armee zu dienen wäre der Dienst schlechthin. Israel zu verteidigen und sich zu Israel zu stellen ist meiner Auffassung nach unsere Aufgabe. Und diese Aufgabe ist auf alles aufzuweiten. Die Soldaten die im letzten Krieg vor 2 Monaten im Gazastreifen andere Menschen töten musste leiden schwer unter der Last. Die ganze Sache kann man einfach in keiner Art und Weise darstellen da sie viel zu kompliziert ist. Macht euch keine Sorgen ich würde kein Gewehr in die Hand nehmen und in den Krieg ziehen, aber symbolisch will ich schon in jeder Lebenslage bereit sein Israel zu dienen. Wenn "Frederick" aus Schweden das als seinen Weg und seine Aufgabe sieht kann ich ihn dafür nur bewundern, genauso wie jeden anderen Israelischen Soldaten. Dahin möchte ich auch gelangen, das ich Israel unterstützen kann mit allem was mir gegeben ist. Und das tue ich im Moment auch mit meiner Arbeit hier und ich muss sagen ich bin überglücklich und total gesegnet.
Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden. 1. Mose 12,3
Montag, 23. März 2009
Mittwoch, 18. März 2009
Stausee
Mein schönes neues Rad, was eigentlich noch Lena gehört total dreckig. Das hing überall und einen Tag später musste ich erst den Dreck von der Kette, den Bremsen, der Gangschaltung abkratzen damit ich überhaupt fahren konnte.
Samstag, 14. März 2009
Militärzeremonie in Ashkelon
Ende Februar sind wir, Jonas Elena und ich, sehr spontan zu einer Militärzeremonie nach Ashkelon gefahren. Die ganze Geschichte ist natürlich ein wenig ausführlicher und folgt jetzt:
Jonas hat einen Bekannten in der IDF, der Israelischen Armee, der kein Jude sonder ein Pastorensohn aus Schweden ist. Fragt mich nicht wie sich die beiden kennen, die Verbindung geht über seine Gemeinde aus. Auf jeden Fall ist es etwas besonderes als Nichtjude in der IDF zu dienen, ich glaub Jonas Bekannter "Frederick"(das ist nicht sein richtiger Name, aber zum Schutz vor seiner Identität wird dieser Name gebraucht und so benutze ich ihn ebenfalls) ist der einzige Nichtjude der derzeit in der IDF dient.
Hier einer der Artikel von "Frederick" aus der Jerusalem Post...
Es war total das prägende Erlebnis mal bei so etwas dabei zu sein. Das Video kann die Atmosphäre gar nicht vermitteln die dort herrschte. Höhepunkt war die Verleihung der Orden, die Rede des im Krieg verwundeten Offiziers und natürlich wie immer die Hatikva, die Israelische Nationalhymne. Heftige Gefühle löste eine Explosion während der Rede des Kommandanten aus die vom Süden also vom Gaza kam. So dicht dran am Geschehen, alles war sehr eindrucksvoll. Die Schutzbunker überall auf dem Camp, die verbrannten Stellen von den niedergegangenen Raketen auf dem Asphalt, die Kameras hoch über uns an kleine Zeppelinein...Als das Offizielle zu ende war haben wir uns auf die Panzer gestürzt und tolle Fotos gemacht.



Nach und nach löste sich die Gesellschaft auf und wir fanden auch eine Mitfahrgelegenheit nach Ashkelon. Wir verabschiedeten uns von allen neuen Bekannten und auch vom Gaza und fuhren Richtung Norden.
Sonnenuntergang übern Gaza.
Hier einer der Artikel von "Frederick" aus der Jerusalem Post...
Wir sind also oder eher ich mal wieder, ohne groß zu wissen wo es hingehen und was eigentlich passieren sollte mitgefahren. Eine Frau die seid 10 Jahren Volontärin ist und unter anderem im Gaza Krieg den Soldaten Carepackete und Jacken gebracht hat nahm uns mit. Ich dachte es ginge nach Ashkelon aber als ich aufwachte (ich war so müde) waren wir bereits hinter Ashkelon und kamen dem Gaza immer näher. Die Landschaft war so schön, echt umwerfend (liebe Familie wir fahren da auch in wenn ihr kommt) das ich mich echt in die Ecke verliebt hab. Da wurde mir auch auf einmal klar warum seit Jahrtausenden in diesem Landstrich gekämpft wird. Die Landschaft will jeder für sich beanspruchen, koste es was es wolle:-) Als wir die Militärbasis gefunden hatten befanden wir uns schließlich 5 Kilometer vom Gazastreifen entfernt.
Jonas und mein Augen wurden immer Größer und wir drehten total durch. Militär da, Wachturm hier, Jeep von da, Wachmann dort, Gewehr da, Panzer hier und da...wie kleine Kinder auf Erkundungstour flitzten wir durchs Camp. Sind einfach in die Kasernen rein und haben schon mal die Duschen und Toiletten ausgescheckt. Bevor die Zeremonie, ich wusste jetzt auch endlich worum es ging, nämlich eine Ordensverleihung für das Ende der Trainingsperiode, startete, gabs ersmal gutes Essen was uns sehr entgegen kam. Dann gings los. Unsere Indianerherzen schlugen höher als alle in Reih und Glied standen und ich hätt mich am liebsten dazu gestellt und auch Soldat gespielt, nebenbei bemerkt ist Soldat in Israel zu sein kein Spiel, aber irgendwie liegt das wohl bei jedem Jungen tief in den Genen. Ich habe zwar in Deutschland verweigert und gesagt ich würde nie jemanden töten, aber in Israel ist es etwas anderes. Hätte ich die Chance wie der "Frederick" würde ich sie wohl wahrnehmen und sofort zu IDF gehen. Nun ja aber das ist ein Thema für sich. Hier jetzt die begeisterten Zuschauer.
Die Leute die uns mitnahmen kamen aus Sderot und wir hörten ein wenig aus deren interessanten Leben. In Ashkelon sind wir dann gleich zum Strand, und Jonas und ich sofort ins Wasser gegangen. Es war Arschkalt aber total geil. Jeden Monat einmal irgendwo im Meer schwimmen gehen...das ist Flicht.
Danach sind wir dann zur Central Bus Station und haben noch einen kleinen Zwischenstopp an nem Springbrunnen in Ashkelon gemacht. Werde nochmal irgendwann ein Video davon reinstellen. Wir waren auf jeden Fall klitschnass und sind so in den Bus gestiegen. Als wir spät abends dann in Jerusalem ankamen wars natürlich richtig kalt und wir mit unseren nassen Hosen...Es war aber mal wieder eine geile Aktion die einen echt genialen Tag ab schloss. Viel gesehen, viel gehört und viel erlebt...nach diesem Motto kamen wir kaputt im Alyn, mittlerweile wirklich mein Zu hause, an.
Sonntag, 8. März 2009
Interview mit Walter Bingham
Eine sehr lustige spontane Aktion! Wir wurden angerufen ob wir am Abend zu Ingrid kommen könnten um ihr bei irgendwas zu helfen und vielleicht eins zwei Sätze zu unser Volontärszeit zu anderen Leuten sagen könnten. So haben wir es mehr oder weniger verstanden. Als wir bei Ingrid ankamen war der gute Walter Bingham, Deutscher Jude, Holocaustüberlebender, britischer Soldat mit vielen Auszeichnungen, Pilot, Schauspieler etc und unter anderem auch Journalist auf einmal da. Oh man ey der wollte uns interviewen, wir sollten Hagoshrim vertreten...das konnte ja was werden. Das beste war er hat uns nichts vorher gesagt sondern mit seinen spontanen sehr Zielorientierten Fragen manchmal echt zum stottern und zur Sprachlosigkeit gebracht hat. Die Krönung war das wir alles auf Englisch machen mussten, für Jonas und Elena kein Problem, für mich die größte Hürde überhaupt, ich mit meinem geilen Englisch. Am Ende hat aber alles super geklappt und der gute Walter war dankbar, dass er alles aufgenommen und wir, dass es ein Ende hatte. Das Interview ist jetzt echt nicht so spektakulär, trotzdem wird Walters Sendung von sehr vielen interessierten Hörern über der ganzen Welt gehört. Wenn ihr Lust habt euch das Interview mal an zu tun, dann findet ihr es unter...
Walter Seite: http://www.israelnationalnews.com/Radio/Author.aspx/1197
oder diesem Link: http://www.israelnationalnews.com/Radio/News.aspx/739
Viel Spass dabei und denkt an mein Englisch, oder besser noch betet dafür:-)
Walter Seite: http://www.israelnationalnews.com/Radio/Author.aspx/1197
oder diesem Link: http://www.israelnationalnews.com/Radio/News.aspx/739
Viel Spass dabei und denkt an mein Englisch, oder besser noch betet dafür:-)
Vorbereitung auf Purim
Als ich über Purim las und hörte was so alles abgehen sollte habe ich mir schon im Dezember gesagt, dass ich nach Mea Shearim, das Ultra Orthodoxenviertel, verkleidet als Orthodoxer Jude gehen will. Am Dienstag werden wir also unser Vorhaben in die Tat umsetzen. Danach dann ein ausführlicher Eintrag wie es uns ergangen ist. Hier der erste Teil unser Verkleidung, es wird noch besser.
An Purim feiern wir ein Ereignis, das im Jahr 3405 seit Erschaffung der Welt (356 v.d.Z.) stattfand: die Rettung des jüdischen Volkes vor dem Plan des persischen Ministers Haman, „zu vertilgen, zu erschlagen, zu vernichten alle Juden vom Knaben bis zum Greis, Kinder und Frauen, an einem Tag“. Das persische Reich erstreckte sich damals von Indien bis Äthiopien. Hamans Dekret, das von König Achaschwerosch gebilligt wurde, bedeutete also die Vernichtung jedes einzelnen Juden in der Welt.
Während der weise Mordechai die Juden zu Gebet und Busse aufrief, bewirkte seine Nichte, die Königin Ester, Hamans Fall bei einem von Wein begleiteten Essen, zu dem sie nur den König und den Minister einlud. Auf Befehl von Achaschwerosch wurde Haman gehenkt, und die Juden erhielten in einem zweiten Dekret das Recht, sich gegen diejenigen zu verteidigen, die sie vernichten wollten.
Am 13. Adar, dem Tag, den Haman durch das Los (pur) für die Ermordung der Juden bestimmt hatte, gab es im ganzen Land viele Kämpfe zwischen den Juden und jenen, die versuchten, Hamans Dekret (das nie aufgehoben wurde) auszuführen. Der folgende Tag, der 14. Adar, wurde ein Fest und Freudentag, an dem die Juden ihren Sieg über die Feinde feierten. In der alten ummauerten Hauptstadt Schuschan, wo die Kämpfe zwei Tage dauerten, fand das Siegesfest am 15. Adar statt. Mordechai und Ester setzten fest, dass diese Tage Jahr für Jahr als Purim-Fest begangen werden sollten – am 15. Adar in Städten mit Mauer und am 14. Adar in anderen Orten. Dabei sollte die Geschichte des Wunders, die in der „Ester-Rolle“ festgehalten ist, öffentlich gelesen werden. Ausserdem sollte man Freunden etwas zu essen schicken, den Armen ein Geldgeschenk geben und eine Festmahlzeit mit berauschendem Wein geniessen (zur Erinnerung an das Essen, bei dem Ester erreichte, dass sich König Achaschwerosch gegen Haman wandte).
Ein alter Purim-Brauch ist es, dass sich Kinder verkleiden. Das ist eine Anspielung darauf, dass das Purim-Wunder in das Gewand eines „natürlichen“ Sieges gekleidet war. Die gleiche Bedeutung haben auch die Hamantaschen, ein traditionelles dreieckiges Gebäck, in dem eine Füllung verborgen ist. Der Tag vor Purim heisst „Fasten Ester“ und erinnert daran, dass Ester und ihr Volk fasteten, während sie Gott um Rettung vor Hamans Dekret anflehten.
An Purim feiern wir ein Ereignis, das im Jahr 3405 seit Erschaffung der Welt (356 v.d.Z.) stattfand: die Rettung des jüdischen Volkes vor dem Plan des persischen Ministers Haman, „zu vertilgen, zu erschlagen, zu vernichten alle Juden vom Knaben bis zum Greis, Kinder und Frauen, an einem Tag“. Das persische Reich erstreckte sich damals von Indien bis Äthiopien. Hamans Dekret, das von König Achaschwerosch gebilligt wurde, bedeutete also die Vernichtung jedes einzelnen Juden in der Welt.
Während der weise Mordechai die Juden zu Gebet und Busse aufrief, bewirkte seine Nichte, die Königin Ester, Hamans Fall bei einem von Wein begleiteten Essen, zu dem sie nur den König und den Minister einlud. Auf Befehl von Achaschwerosch wurde Haman gehenkt, und die Juden erhielten in einem zweiten Dekret das Recht, sich gegen diejenigen zu verteidigen, die sie vernichten wollten.
Am 13. Adar, dem Tag, den Haman durch das Los (pur) für die Ermordung der Juden bestimmt hatte, gab es im ganzen Land viele Kämpfe zwischen den Juden und jenen, die versuchten, Hamans Dekret (das nie aufgehoben wurde) auszuführen. Der folgende Tag, der 14. Adar, wurde ein Fest und Freudentag, an dem die Juden ihren Sieg über die Feinde feierten. In der alten ummauerten Hauptstadt Schuschan, wo die Kämpfe zwei Tage dauerten, fand das Siegesfest am 15. Adar statt. Mordechai und Ester setzten fest, dass diese Tage Jahr für Jahr als Purim-Fest begangen werden sollten – am 15. Adar in Städten mit Mauer und am 14. Adar in anderen Orten. Dabei sollte die Geschichte des Wunders, die in der „Ester-Rolle“ festgehalten ist, öffentlich gelesen werden. Ausserdem sollte man Freunden etwas zu essen schicken, den Armen ein Geldgeschenk geben und eine Festmahlzeit mit berauschendem Wein geniessen (zur Erinnerung an das Essen, bei dem Ester erreichte, dass sich König Achaschwerosch gegen Haman wandte).
Ein alter Purim-Brauch ist es, dass sich Kinder verkleiden. Das ist eine Anspielung darauf, dass das Purim-Wunder in das Gewand eines „natürlichen“ Sieges gekleidet war. Die gleiche Bedeutung haben auch die Hamantaschen, ein traditionelles dreieckiges Gebäck, in dem eine Füllung verborgen ist. Der Tag vor Purim heisst „Fasten Ester“ und erinnert daran, dass Ester und ihr Volk fasteten, während sie Gott um Rettung vor Hamans Dekret anflehten.
Samstag, 7. März 2009
Biken zum Ben Gurion
Da ich wie schon erwähnt im Februar mindestens dreimal zum Flughafen wollte um bestimmte Leute zu verabschieden, musste ich mir was einfallen lassen denn dreimal konnte ich mir eigentlich nicht leisten. Problem ist das zum Flughafen zwar Busse von Jerusalem hin fahren, aber man sollte es nicht glauben, natürlich nicht zurück. Israelische Organisation. Da Tel Aviv und Jerusalem nur 50Kilometer auseinander liegen dachte ich mir man könnte ja locker mit dem Fahrrad zum Flughafen fahren. Man würde die Hintour zur Jerusalemer CBS, die Fahrt zum Ben Gurion, die Fahrt ins Flughafengelände, die Fahrt nach Tel Aviv, die Rücktour von der Jerusalemer CBS sparen. Eine einfache Fahrt von Tel Aviv müsste man nur bezahlen und das wäre auf jeden Fall möglich. Also hab ich mir ein Fahrrad gekauft was dann aber leider am selben Tag noch gleich geklaut wurde, herrlich! Da ich aber unbedingt mit zur Julia aufn Flughafen wollte, es außerdem versprochen und bereits freie Tage beantragt hatte musste wieder eine neue Lösung her.
Hab mir dann nach Julias Verabschiedung am Freitag das alte von Dr. Schlag (Lena) und somit Anna-Sophies neues Fahrrad in Gilo ausgeliehen und bin Nachts zurück ins Alyn gefahrn. Nach nem kurzen Schlaf hatte ich geplant zusammen mit Willi so gegen halb 12 los zu fahren damit wir gegen 3 Uhr spätestens aufm Flughafen wären. Das Problem war das Willi eigentlich bis um 3 Uhr arbeiten musste. Um halb 1 kamen wir endlich los, ohne was richtiges gegessen und genug geschlafen zu haben. Wir fuhren nicht den direkten Weg denn das wäre die Autobahn gewesen. Zuerst ging es durchs Jerusalemer Bergland.
Irgendjemand hatte behauptet man würde nur Berg runter fahren und dann ins Flachland kommen. Danach einfach immer nur flache Strecke bis zum Flughafen. PUSTEKUCHEN...wir fuhren die Hälfte der Zeit die wir unterwegs waren nur durchs Jerusalemer Bergland. Es war zwar voll schön, wir hatten gutes Wetter konnten aber nicht anhalten da wir so unter Zeitdruck standen. Außerdem ging es nicht nur Bergab sonder hoch und runter, durchs Bergland halt und die Berge und Anstiege hattens in sich. Sind Serpentinen rauf und runter gefahren und ich hatte das Gefühl wir würden es nie schaffen. Die Sonne war echt so heiß und wir waren so fertig, klar wenn man 20 -30 min nur Bergauf fährt oder besser gesagt schleicht.
Um halb 3 waren wir endlich aus dem verflixten Bergland raus was aber nur ein Drittel der Strecke war. Also hatten wir für die anderen 2 Drittel quasi noch ne halbe Stunde Zeit...ich dachte echt wir verpassen Julia!!! Doch jetzt kam der Teil mit dem Bergab fahren. Es wurde richtig kalt denn wir hatten klitschnasse T-shirts und fuhren damit rund 20 min nur Bergab. Es war so geil, kaum Autos (Shabbat) mitten au der Straße mit bestimmt manchmal 60 km/h die Berge runter. Es ging alles viel schneller jetzt und wir bekamen wieder Hoffnung.
Haben dann echt so reingehauen das wir um kurz nach halb 4 kurz vorm Flughafen waren. Bei der Passkontrolle wurden wir ein wenig dumm angeschaut und kamen unglaubwürdig rüber. Wer fährt schon von Jerusalem mitn Fahrrad zum Flughafen, nach dem Motto was haben sie genau vor? Da wir echt keine Zeit mehr hatten und so fertig waren vom Gegenwind und den ganzen Strapazen, wenig Schlaf, kein Essen...fragten wir hoffnungsvoll wo den jetzt der Abflug ist. Als uns der Sicherheitsman sagte es wären noch 5 Kilometer weiter ins Flughafengelände rein fielen uns die Mundklappen echt runter. Ich musste so lachen als Willi und ich auf der Flughafenstraße entlangschlichen und er meinte er habe schon so gedankt das wir endlich angekommen wären und Halleluja gerufen als das Gate des Flughafens in Sicht kam und jetzt dann nochmal fahren, mit Gegenwind und der Erwartung jede Minute checkt Julia ein und wir sehen sie nicht mehr und alles wäre umsonst! Haben unsere Räder dann schnell durch Plantagen und Hecken getragen um ab zu kürzen.
Als wir endlich da waren, die richtige Abflughalle, haben wir Julia auch gleich gefunden. Es war perfekt wie wir ankamen. Konnten ihr gleich unter die Arme greifen und Geld für sie abholen gehen denn sie musste in der Schlange stehen bleiben und Übergepäck bezahlen. So war es doch wieder, mit allen Umwegen, dem ganzen Stress, der ganzen Mühe und Abplackerei perfekt von Gott geplant gewesen.
Danach sind wir dann auf der Autobahn
nach Petah Tiqva gefahren, haben dort ein schnelles Essen bekommen konnten den Bus zurück nach Jerusalem nehmen, um nichts in der Welt nochmal durchs Hügelland, und sind dann da von der Central Bus Station ins Alyn gefahren. Insgesamt sind wir eine Strecke von knapp 95 Kilometern gefahren. Berechnet man die nächtliche Fahrt von mir mit, wo ich das Fahrrad abgeholte, hab ich also über 100 Kilometer innerhalb von 24 Stunden mit einem fremden, nie vorher gefahrenen Bike zurück gelegt! 
(Kaktusplantage an der Autobahn)
Irgendjemand hatte behauptet man würde nur Berg runter fahren und dann ins Flachland kommen. Danach einfach immer nur flache Strecke bis zum Flughafen. PUSTEKUCHEN...wir fuhren die Hälfte der Zeit die wir unterwegs waren nur durchs Jerusalemer Bergland. Es war zwar voll schön, wir hatten gutes Wetter konnten aber nicht anhalten da wir so unter Zeitdruck standen. Außerdem ging es nicht nur Bergab sonder hoch und runter, durchs Bergland halt und die Berge und Anstiege hattens in sich. Sind Serpentinen rauf und runter gefahren und ich hatte das Gefühl wir würden es nie schaffen. Die Sonne war echt so heiß und wir waren so fertig, klar wenn man 20 -30 min nur Bergauf fährt oder besser gesagt schleicht. Danach sind wir dann auf der Autobahn
(Kaktusplantage an der Autobahn)
Montag, 2. März 2009
Israelischer Kurzfilm
Ein echt genialer Kurzfilm, in der einzigen U-Bahn Israels in Haifa gedreht. Und wir sind damit sogar scon gefahren:-) aber guckt euch den Film an. Johannes hat mir den Link geschickt...
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