Mittwoch, 18. November 2009

Nachtschicht

Ich hab mal wieder Nachtschicht. Im Moment bin ich noch im Dienst, welcher bis jetzt so typisch war das ich dachte es mal aufzuschreiben. Also Nachtschicht beginnt um 23 abends Uhr bis 7 Uhr morgens. 8 Stunden wie eine normale Schicht. Natürlich ist es anstrengender da man normalerweise ja nicht die ganze Nacht durchmacht und dann doch schon extrem müde ist. Als ich heute auf Schicht kam war ich erstmal froh mit einen der wenigen gut arbeitenden Arabern zusammen zu sein. Dann werden die 13 männlichen Bewohner aufgeteilt und die Schicht beginnt. Ich hatte 6 der andere 5 und die Dienst habende Schwester (in dem Falle eine Männliche) einen Bewohner, einen Neuling der besonders viel Aufmerksamkeit braucht haben wir uns zu dritt geteilt. Davon musste ich 4 Leute in Laufe der Schicht ins Bett bringen. Da die meisten der Leute die ich hatte sehr Nachtaktiv sind bedeutete es für mich Stress. Es lief so das ich um 5 Uhr also nach 6 Stunden Arbeit erst Zeit hatte um mal den PC an zuschalten. Früher war es immer so das die Nachtschichten die relaxesten überhaupt waren und man ganze Bücher durchlesen konnte. Hier ein Bild von Pädder und mir wo er mit mir inner Nachtschicht gesessen hatte und es halbwegs möglich war einen Film anzuschauen.
Naja, es liegt halt daran das manche ihr ganzes Leben in die Nacht verschieben. Ich habe von unseren 16 Bewohnern mit fast alle heute Nacht etwas zu tun gehabt. Es ist halt so, wenn der andere Worker beschäftigt ist und einer seiner Patienten in dem Augenblick klingelt ist man selbst natürlich für die Patienten des anderen auch noch verantwortlich. Jeder Patient hat Nachts eine Klingel mit der er die Arbeiter in Notfällen rufen kann. Nun gibt es anscheinend aller 5 Minuten Notfälle. Das heißt im Klartext man ist ununterbrochen unterwegs. Bedient die Leute die "Notfälle" haben, oder die die noch wach sind und das ganze Tagesprogramm brauchen. Als erstes musste ich für jemanden Essen machen und es ihm natürlich auch geben was bei Muskelschwundpatienten immer etwas länger dauern kann. Dazwischen klingelten meine und die Patienten des beschäftigten anderen Workers und die Leute die noch wach waren kamen auch zu mir da ich der einzige war der ihnen nun die Wünsche erfüllen konnte. So läuft es dann. Man steht im Zimmer eines Bewohners und saugt ihn grade den Schleim aus der Luftröhre wobei man unmöglich was anderes machen kann, während 2 Andere schon vor der Tür stehen und auf dich warten und 2 klingeln noch zusätzlich. Wenn man dann noch müde ist oder ein wenig kränklich hat man verloren. Zum Glück bekam ich von dem arabischen Worker, einer der wenigen guten wie ich schon erwähnt hatte, am Anfang ein XL geschenkt. Er weiß halt womit er mir ne Freude machen kann. Das XL konnte ich dann gegen 1 Uhr nachts auch halbwegs genießen als ich nur mit dem füttern eines Patienten beschäftigt war und somit eine Hand frei hatte. Gegen 2 Uhr hatte ich dann wieder grade soviel Zeit mir einen Pott Tee zu machen der mich bei der Arbeit immer wachhält (siehe Bild oben). Gut das wir diese Nachtschicht Beeper hatten mit denen wir egal wo wir grade zu tun haben immer sehen wer grade klingelt. Bild mit Beeper von damals.
Oftmals hat man diese Beeper nicht, da manche Worker sie sich ganz gerne nach der Nachtschicht einstecken um auch in den Frühschichten ein relaxtes Leben führen zu können. Denn normalerweise muss man bei jedem Klingeln alles stehen und liegen lassen, zur Nursestation laufen um zu gucken wer klingelt und dann zum Betreffenden flitzen. Diese Nachtschicht war zwar stressig aber angenehm denn ich hatte wie gesagt einen sehr netten Arbeiter erwischt, der nicht wie andere sich versteckt wenn geklingelt wird, einschläft oder sich sonst wie vor der Arbeit drückt. Zwischendurch bekam ich dann auch noch einen weiteren Energiedrink von Giegie, einen der Nachtaktiven, geschenkt. Den braucht man auch denn normalerweise muss man um 6 Uhr schon wieder anfangen den ersten Frühaufsteher aus dem Bett zu holen, zu duschen und für die Schule bis 7 Uhr fertig zu machen. Heute bleib ich davon aber verschont denn er hatte keine Lust auf Schule, verständlicherweise. Nun bleibt mir noch ne halbe Stunde dann werde ich in mein kaltes Bett fallen. Habe für diesen Eintrag 1 und ne halbe Stunde gebraucht,bedingt durch die ganzen "Notfälle" :-). Wenn ich was gelernt habe in Israel dann ist es Geduld, wofür ich echt dankbar bin. Denn ich liebe die Arbeit nach wie vor, auch wenn ich mich oftmals über sie auslasse und es Probleme gibt. Kann mir im Moment aber nichts anderes vorstellen und bin froh im Alyn zu sein.

Dienstag, 17. November 2009

Lukas

Ich widme diesen Blogeintrag ganz alleine dir, Lukas. Leider ist die gemeinsame Zeit so schnell vergangen. Wir haben beide letzten Oktober im Alyn angefangen. Am 15. November ist Lukas dann wieder nach Deutschland zurückgekehrt. Wir haben so viel erlebt. Urlaube und Trips die sich nicht so schnell an der Hand abzählen lassen. Höhen und Tiefen bei der Arbeit und in der WG, Krankheiten beiderseits, gute Gespräche und auch Streits haben wir überstanden. Ich kann dir nur für die geniale Zeit danken. Du warst stets als immer strahlender Mensch anzutreffen. Du hast es geschafft die Situationen noch besonderer zu machen als sie schon waren. Wir haben Filme zusammen gemacht, Anspiele die ich nie vergessen werde, so wie die Araber-Juden Problematik auf den beiden Einführungseminaren. Da wir zusammen angefangen haben, war es schon etwas ganz besonderes. Wir haben halt ein ganzes Jahr zusammen verbracht und das schweißt schon ganz gut zusammen. Ich merke dadurch das ich doch ein wenig reifer geworden als ich dachte und eigentlich ohne Probleme in Deutschland dann in irgendeiner Wohngemeinschaft leben kann. Außerdem merke ich nun auch mal wieder wie schnell die Zeit doch rennt. Lukas ist schon in Deutschland und mir bleiben nur noch lächerliche 3 Monate von denen ich auch noch 2 Wochen in Deutschland verbringen werde. Tja, aber irgendwann ist alles schöne mal zu ende und es wird ja auch eine weitere interessante Zeit für mich beginnen. So wie Lukas der, gerade zurück in Deutschland, schon bald einen Einstellungstest machen wird. Fragt Luks am besten selbst. Die Zeit rennt und ich kann auf ein tolles Jahr, oder mittlerweile schon 13 Monate, zurückblicken. Dafür eignet sich der Blog sehr gut. Hehe, ich werde es vermissen mit dir verrückte Aktionen zu starten wie nachts joggen gehen und danach Essen kochen wenn man morgens um 7 schon wieder raus muss. Oder spontane Trips, auch wenn es mit Massada bei Sonnenaufgang nicht geklappt hat. Wie gesagt es lässt sich garnicht mehr alles aufzählen was wir zusammen erlebt haben. Vielen Dank Lukas für alles, falls du das hier jemals lesen solltest. Das Leben geht weiter. Für mich erstmal ohne dich, und für dich natürlich ohne Alyn. Auf ein baldiges Wiedersehen in Deutschland, wenn es nach dir geht dann auf jeden Fall auf dem Buju 2010. Mal gucken was Gott so mit uns vorhat.
So schnell vergeht die Zeit und wir haben mal wieder neue Arbeitskräfte aus Deutschland bekommen. Dominik, der Ersatz für Lukas hat seinen Platz schon schnell gefunden. Hier bei nächtlichen Aktionen mit Gruppenfotos unter den Alynschildern.
Oder auch bei bekannten Ratespielen aus der Jungscharzeit. Dominik, der neue, rechts im Bild.
In Erinnerung an Lukas Bastek, unvergessener Volontär im Alyn, Bruder und guter Freund meinerseits, Zimmerkollege und natürlich nicht zu vergessen, Vorzeige Hagoshrimer-Brückenbauer. Wie man unschwer erkennen kann. Nein du bist nicht gestorben aber in Deutschland. Wir vermissen dich hier!

Samstag, 14. November 2009

Alyn Ride

Letztens war wieder der aljährliche Spendenmarathon vom Alyn der sogenannte "galgalin". 100te Fahrradfahrer aus aller Welt kommen für 5 Tage nach Israel und fahren einmal quer durchs Land. Jeder mit Spender die für gefahrene Kilometer vorher vereinbarte Beträge spenden. Da wir ein privates Krankenhaus sind ist diese Aktion nicht nur der Höhepunkt des Jahres sondern auch gleichzeitig überlebenswichtig für das Alyn. Wir durften den letzten Tag eigentlich hoch nach Jerusalem, wie es schon in der Bibel steht, fahren. Doch leider mussten wir alle arbeiten. Dafür konnten wir das Spektakel aber dann voll genießen als die Fahrer ankamen, über 600. Da dies der 10. Alynride war wurde richtig fett gefeiert. Doch dazu werd ich ein anderes mal schreiben. Um euch nen Eindruck zu geben hab ich ein paar Videos von Youtube verlinkt die von der PR Abteilung des Alyns unterstützt worden sind. Hier von 2006 mein Favorit. Das Video startet nach einer Minute.

http://www.youtube.com/watch?v=znfiPS0r0Ts

Dann ein Video von 2008, auch nicht schlecht.

http://www.youtube.com/watch?v=Xpko2mCq1I4

Und eine erste Fotopresäntation von 2009.

http://www.youtube.com/watch?v=Xpko2mCq1I4

Donnerstag, 12. November 2009

Israels einziger Ikea...

liegt in Netanja. Weil Lukas demnächst wieder nach Deutschland zurückkehren wird haben wir ein paar letzte gemeinsame Aktionen geplant. Unteranderem wollten wir in den Ikea nach Netanja den man immer sieht wenn man von Nord nach Süd oder umgedreht durch Israel fährt. Es ging also los, mit ein paar Neuvolos (gibt ja nichts anderes mehr hier:-) nach Netanja. Am Abend zuvor haben wir noch die Petah Tiqwa Shekel WG für eine spontane Geburtstagsparty besucht. Am nächsten Tag ging es morgens früh mit dem Bus nach Netanja. Nachdem einige den Bus/Zug verpassten und wir uns endlich mit den anderen aus Jerusalem und Haifa getroffen hatten, sind wir natürlich (ich glaube nur auf mein Drängen hin, hehe) zuerst zum Strand, einen der besten in Israel, wie jede Stadt von sich sagt. Dort waren wir noch baden gewesen, in einer stinkenden Quallen-Fischsuppe. Das erste mal das ich in Israel am Mittelmeer Quallen hatte, und dann auch noch Feuerquallen. Die Vorfreude auf Ikea stieg und stieg, wie man oben auf dem Bild sehen kann, und so fuhren wir dann auch sofort zur CBS und dann weiter zu Ikea, außerhalb von Netanja. Als erstes gings in die Fressabteilung. Wie herrlich man kam sich vor wie in Deutschland. Alles sah genauso aus wie damals, als wir immer vor, während und nach der Schule zu dem nur 10 min entfernten Ikea in Kiel gegangen sind. Salate, Nudeln und vor allem Köttbollar sahen und schmeckten auch fast so wie zu hause. Ein Stückchen Heimat in Israel :-) Wir schnappten uns dann einen Einkaufswagen, packten unsere ganzen Rucksäcke rein und los ging es, ins Vergnügen. Sachen ausprobieren, von Betten, Toiletten, Küchen, Wohnzimmer, begehbaren Schränken bis hin zu den Kinderartikeln und Klamotten. Hier ein kleines Video von solchen komischen Leuten die so was machen.
Es störte uns nicht das die Leute komsich guckten und so machten wir kräftig Fotos. Eine kleine Auswahl von den besten Bildern aus dem Ikea in Netanja.Ich frage mich immer was die Leute denken: Ob wirklich ernsthaft Jugendliche, auch noch eine große Gruppe, zum Ikea kommt um einzukaufen? Hoffen sie vielleicht immer das wir eventuell irgendwas brauchen, oder Wissen sie ganz genau das wir nur zum Blödsinn machen und dem Essen extra aus Jerusalem und sonst woher anreisen? Das war ja dann auch egal denn wir waren voll in unserem Element. Das schöne war echt das es anscheinend niemanden störte. Wir hatten auf jeden Fall unseren Spass. Als dann irgendwann auch noch die Petah Tiqwa Altenheim WG auftauchte waren wir ne riesen Gruppe die durch die Gänge flitzte, Fotos schoss und rumtobte. Von den Neuvolos, alle sind jetzt Neuvolos für mich, also den Beginnern vom August und November, kauften einige ordentlich ein. Die haben sich anscheinend noch nicht an den Israelischen Standart, der ein wenig...hm vielleicht heruntergekommen ist, gewöhnt. Der Einkaufswagen wurde immer voller und voller. Sogar Lukas und ich kauften etwas nützliches. Einen Topflappenhandschu für den Ofen, mit Ausgaben von 3 Shekeln beiderseits war es ein Schnäppchen. Somit haben wir mehr Geld für Essen ausgegeben als für Einrichtungstücke, vofür man ja eigentlich zu Ikea fährt. Das hatte den Grund, dass wir nach dem Einkauf natürlich noch das traditionelle Hot Dog Essen veranstalteten. Nicht so gut wie in Deutschland, das Israelische Fleisch vor allem die Wurst ist...will ich nicht weiter ausführen. Gesättigt und mit den Einkäufen unter den Armen verließen wir Ikea dann auch schon wieder. Wir wurden dann ordentlich von den Sicherheitsleute aufgemischt als wir versuchten ein Gruppenbild vorm Ikea zu machen. Letztendlich durften wir ein schnelles Bild machen und dann aber auch verschwinden.Es war bereits dunkel. Die Altenheimer aus Petah Tiqwa hatten dann die tolle Idee zur Autobahn 4 zu latschen.Von da sollten die ganze Zeit Busse in Richtung Haifa und Tel-Aviv fahren. Wir gingen also die Verbindungsstraße zwischen den beiden Autobahnen entlang. Die Idee hörte sich ganz gut an, anstelle von der Möglichkeit einfach den Bus der direkt vor Ikea hält und für nur 5 Shekel bis zur Central Bus Station in Netanja fährt welche andauernd Busse in alle Richtungen des Landes aussendet. Komischerweise gingen wir alle mit. Ich hatte sogar eine Karte mit dabei und schaute aber erst nach den besagten 20 min, nach welchen wir die Haltestellen erreichen sollten und es natürlich nicht taten, auf die Karte. Wir mussten dann wirklich über 5 Kilometer immer auf den Seitenstreifen entlanglatschen, mit allen Einkäufen und vollen Mägen. Wir hatten aber alle so gute Gespräche das es anscheinend niemanden etwas ausmachte. Oben eine Karte zum vergleichen. Hätten auch direkt nach Haifa oder Tel-Aviv latschen können. Dafür kam dann auch sofort ein Bus und wir waren sehr schnell in Petah Tiqwa, wo Lukas und ich noch eine weitere Nacht schliefen um am nächsten Tag eine kleine Museumstour durch Tel-Aviv zu starten. Wir besuchten das Haganahmuseum und das Haus der Unabhängigkeit in dem David Ben
Gurion 1948 die Unabhängigkeit Israels ausrief und die Unabhängigkeitserklärung unterschrieb. Daher wohl auch der Name des Hauses, schätze ich mal :-) Wir wollten dann noch auf den Shalom Tower, dem ersten Hochhaus in Tel-Aviv und gleichzeitig im Nahen Osten steigen. Als wir in der obersten Etage nur eine Baustelle vorfanden und uns ein Bauarbeiter auch gleich verständlich machte, dass wir uns hier nicht aufhalten dürften wollten wir schon wieder enttäuscht runter fahren. Doch kurz nachdem er uns weggeschickt hatte und meinte es sei gefährlich änderte er seine Meinung. Wir können doch nicht ohne einen kurzen "view" einfach so unten ankommen. Aus dem kurzen "view" wurde dann eine private Führung auf der Baustelle der obersten Aussichtplattform des Shalom Towers. Wir konnten ganz Tel-Aviv und sogar die Flugzeuge auf dem Flugplatz landen sehen, schade das wir nur einen kurzen "view" hatten. Nach meiner besten Falafel der Welt fuhren wir nach Hause und hatten noch einen schönen Abend.

Samstag, 7. November 2009

Alynfilm der 2.

Hier ein kleiner Ausschnitt aus dem Alynvideo 2. Die glorreiche Fortsetzung die man leider nicht bei Youtube wegen irgendwelche Urhebergeschichten hochladen kann. Für alle Facebooknutzer ist es aber möglich die fast letzten 5 Minuten aus dem Film zu sehen. Das Musikvideo zum Thema Jesu Wirken um den See Genezareth, haben wir zum Hagoshrimseminar in Karei Deshe gedreht. Also einfach auf den Link klicken oder in Facebook auf mein Profil gehen. Wen der kleine Ausschnitt nicht reicht muss leider warten bis ich Weihnachten oder im Februar nach Hause komme. Yalla By...
http://www.facebook.com/home.php#/video/video.php?v=1248399818469&ref=mf

Meine Gitarre

Vor nun schon mehr als einem Jahr hatte ich mir meine erste Gitarre gekauft. Hier in Israel, im Musikladen auf der Ben Yehuda. Man was war ich stolz. Bin dadurch sofort in meinem ersten Monat in Israel mit meiner Kreditkarte ins Minus gegangen. Im Nachhinein kann ich sagen das es sich total gelohnt hab. Hab das Gitarrespielen und auch natürlich meine Gitarre liebgewonnen. Was hat meine Gitarre schon alles mitgemacht. Sie war in Jordanien, Ägypten, der Westbank und an sehr vielen Orten in Israel. Bei der Strandwanderung hab ich bemerkt wie schwer sie doch sein kann. In unserem Musikvideo hatte sie eine Doppelrolle und ihren Dienst hat sie sonst auch immer sehr gut getan. Sie hat sehr viel gelitten aber war nunmal einmalig und einzigartig. Die vielen Kratzer haben sie schon mitgenommen doch ihre Eleganz und Schönheit hat nicht darunter gelitten. Doch nun nach über einen Jahr ist es passiert. Es war die Nacht vom 5. auf den 6. November. Eine sehr stürmische ungemütlich Nacht. In jener Nacht geschah das Unheil. Am Abend bediente ich meine gute Gitarre und wusste nicht das es das allerletzte mal sein sollte. Ich lagerte sie nach dem Spielen wie gewohnt auf dem Hochbett, welches eher als Ablage für alles dient. Es ist noch nie etwas passiert. Doch dieses mal lag wohl irgendwas dahinter. Die Gitarre lag wie immer da. Als ich schlafen ging und ihr eine gute Nacht wünschte war sie schon tief eingeschlafen. Dann mitten in der tiefen Nacht wachte ich durch einen lauten Knall auf. Ich dachte die Gitarre wäre runter geknallt. Nach vielleicht 1,5 Sekunden schlief ich wieder ein. Am Morgen verschlief ich ausnahmsweise für die Frühschicht. Also was heißt verschlief. Wachte 10 min vor 7 auf. Total verschlafen nahm ich die Gitarre die auf dem Boden lag, und legte sie auf mein Bett. Während der Schicht kam mir aufeinmal die Erinnerungen an die Nacht. Am Morgen war ich so verpennt gewesen das mir ein rosa Elefant in unserem Zimmer nicht aufgefallen wäre, geschweige denn meine Gitarre "am Boden zerstört!" Ich dachte die ganze Zeit es wäre nur ein Traum gewesen, und betete das es so sei. Als ich nach der Schicht ins Zimmer kam lag da meine Gitarre auf meinem Bett. Sie sah so schön aus, doch leider mit einem gebrochenem Hals. Buhuu sie ist so kaputt das es nichts nützt sie reparieren zu lassen. Sie muss einen Alptraum gehabt haben und dann mitten in der Nacht vom Bett gefallen sein. Oh nein. Und das nach einen Jahr so tiefer Freundschaft. Sie war immer für mich da wenn ich traurig war oder mich alleine fühlte. Ich konnte immer auf sie einschlagen und mich an ihr abreagieren. Sie hat mir soviel beigebracht und mich so viel gelehrt. Nach einem Jahr kann ich sagen das die Gitarre, meine Gitarre, meine erste Gitarre immer zu meinen Israelerinnerungen dazu gehören wird. Gitarre, ohne Name, du warst die beste. Ich werde dich nie vergessen. Danke für alles. So ich habe echt nicht übertrieben. Geht mir schon nahe das meine Gitarre Schrott ist. Naja vielleicht kann sie für ein weiteres Filmprojekt noch mal einen letzten Dienst tun. Buhuhuhuuuuu!!!

Mittwoch, 4. November 2009

Erew Yom Kippur

Nachdem wir in der Nacht zuvor durch ganz Jerusalem gewandert sind, wollten wir heute auf die Autobahn gehen um die leeren Straßen und die Atmosphäre zu genießen. Wir spielten Fußball und Football. Sahen den vielen Fahrradfahrern und den spielenden Kindern auf der Straße zu. An der Begin Kreuzung, einer der größten Kreuzungen in Jerusalem, machten wir unser Fotos und hatten unsern Spass. Wir sahen die paar Autos die vorbei fuhren. Entweder Krankenwaagen oder Arabischen Familien.
Standarthandstandbild mit Krissi.

Football.
Das Fußball spielen machte total Spass. Leider hat sich unser Fußball nach einiger Zeit zerlegt.
Krissi der lenbendige Ball:-)