Dienstag, 12. Mai 2009

Sofabeschaffung

Ich bin nach einem nächtlichen Besuch bei Hanni mit dem Fahrrad aus der German Colony zu uns ins Alyn gefahrn. So um 2 Uhr. Hab mich mehrmals verfahren, gefroren wie n Schneider mit nur ner kurzen Hose und nem Pullover und nen riesigen Abschnitt nur Bergauf gefahren. Zum Glück denn in unserem Stadtteil stand da plötzlich ein Sofa an der Straße. Ich war zwar so müde und hatte auch wieder Frühschicht aber mir war schon beim vorbeifahren klar, dass ich nochmal zurück kommen muss um das Sofa zu holen. In der WG waren dann tatsächlich auch noch Angela und Willi wach. Nachdem ich sie überredet hatte sind wir dann auch um halb 3 oder so losgekomm. Das Sofa war klitschnass und demnach auch entsprechend schwer. Wir haben etwas länger gebraucht, öfters Pause gemacht und Angela hatte Schiss vor den Kojoten. 100 Meter vor uns lief einer über die Straße und es hörte sich die ganze Zeit so an als ob wir von einer Herde von Kojoten verfolgt würden. Wir mussten es dann nur noch die Treppen hochschleppen.

Auf jeden Fall haben wir jetzt ein neues Sofa im Alyn. Mein neuer Stammplatz:-)

Montag, 11. Mai 2009

Die Größe Gottes

Wie groß ist eigentlich Gott? Ein kleiner Größenvergleich...
Und der HERR führte Abram aus dem Zelt und sagte: »Sieh hinauf zu den Sternen am Himmel! Kannst du sie zählen? So unzählbar werden deine Nachkommen sein.

Ich mache deine Nachkommen so zahlreich wie die Sterne am Himmel und gebe ihnen dieses ganze Land. Bei allen Völkern der Erde wird man dann zueinander sagen: 'Gott segne dich wie die Nachkommen Isaaks!

Ich finde Abraham hat einen guten Deal gemacht.

Mittwoch, 6. Mai 2009

Hauskreis

Hatte ja schon im letzten Eintrag erwähnt das ich nach dem Holocaustgedenktag noch was vorhatte mit dem ganzen Technikkram in der Tasch. Bin also nach der Nachtschicht und nach der Zeremonie, in der ich zum Glück nicht eingeschlafen bin, nach Gilo gefahren. Es war Dienstag und am Mittwoch hatte unser Hauskreis eine Präsentation, für die wir ein kleines wenig Vorbereitung brauchten. Wir hatten drei verschiedene Hauskreise von der jeder einen der drei großen Könige Israels zu bearbeiten und präsentieren hatte. Wir als Hauskreis Gimmel hatten Saul und mussten zum Glück nicht als erstes präsentieren, warum weiß ich auch nicht. Auf jeden Fall hatten wir uns entschieden ein Film über Saul zu drehen. Im Endeffekt hatten wir drei Monate Zeit dazu und nichts geschafft. Daher musste wir am letzten Tag alles machen, was man in drei Monaten eigentlich hätte machen sollen. Zusätzlich haben wir nur zu 2. alles gemacht. Ein guter Zeitpunkt um zu erwähnen das sich mein Hauskreis aufgelöst hat, eine Erleichterung denn als Hauskreisleiter hatte ich echt nicht viel Freude und nur Arbeit daran. Jetzt durfte ich mir einen Hauskreis aussuchen in dem ich einfach nur als Teilnehmer sitzen darf. Herrlich.
Zurück zum Thema Saul. Wir sind dann spontan ohne Plan rausgegangen und haben einfach ein paar sinnlose Szenen gedreht mit Digicam ohne Stativ und allem...ahhh die Präsentation konnte nur peinlich werden. Filmtechnisch natürlich ebenso. Als wir fertig waren habe ich Anna bei der Spätschicht zu gesehen und nebenbei den Film geschnitten. Um 11 Uhr oder so bin ich dann nach Hause weil ich sonst den Bus nicht mehr bekommen hätte. Außerdem musste ich auch noch Frühschicht arbeiten. Als ich zu Hause ankam und bis ich ins Bett bin hatte ich fast 42 Stunden am Stück nicht gepennt. Ich war echt fertig. Nach 4 Stunden sehr nötigen Schlaf, war so müde ich hab sogar am Abend davor im Bus Laptop angemacht weil ich sonst eingepennt wäre, hatte ich ne "angenehme" Frühschicht. Hatte bevor ich zum Hauskreis ging nicht mal mehr Zeit zum duschen, am Tag davor sowieso nicht. Präsentation hat alles suuupa hingehauen, dafür das wir nur einen Tag an Arbeit investiert hatten. Unser Abschnitt der Präsentation lief gut. Ingrid und Olga haben uns unterstützt da von unseren Hauskreis nur 3 Leute übrig geblieben sind, die sich für eine Präsentation verantwortlich gefühlt hatten. Wie gesagt unser Hauskreis extstiert ja aus bestimmten Gründen auch nicht mehr! Als alles vorbei war bin ich so froh nach Haus gefahrn. Herrlich Gott hat mal wieda voll Segen fließen lassen, denn so schlecht ist das Video doch nicht geworden, man bedenke an nur einem Tag und ohne irgendwelche Ideen und Anweisungen. Aba seht euch selbst einen Ausschnitt an. Saul und David, Samuel wurde für diese Version rausgeschnitten. Viel Spass.

Vielleicht direkt bei Youtube unter diesem Link
http://www.youtube.com/watch?v=JEVvxmEeo_U
ansehen denn irgendwie hat sich das alles verschoben aufm Blog hier.

Freitag, 1. Mai 2009

Jom haScho'a / Holocaust-Gedenktag

Nach jüdischer Tradition beginnen die Feierlichkeiten mit Sonnenuntergang am 27. Nisan des jüdischen Kalenders und enden am Abend des nächsten Tages. Ich musste in dieser Nacht arbeiten. Während Jom haScho'a sind sehr viele öffentliche Einrichtungen in Israel geschlossen, im Fernsehen und Radio laufen keine Unterhaltungsendungen, sondern Trauermusik oder Dokumentationen zum Holocaust. Alle Fahnen wehen auf Halbmast. Während der Nachtschicht habe ich unter anderem Anne Frank, der Pianist und unendlich viele Dokus gesehen. Zur Eröffnungszeremonie am Abend wurden 6 Fackeln entzündet, die symbolisch für die 6 Millionen jüdischen Opfer des Holocaust stehen. Das konnte man live im Fernsehen verfolgen. Es war schon komisch den man kennt die ganzen Orte die man in Deutschland halt nur im Fernsehen sehen kann jetzt. Außerdem liegt Yad Vashem auf der anderen Seite unseres Tals. Wir können den ausgestellten Eisenbahnwagon sehen.
Morgens um 7 Uhr, nach der Nachtschicht, sind wir mit ein paar Leuten aus der WG nach Yad Vashem der Holocaust Gedenkstätte aufgebrochen. Ohne Schlaf, total fertig und den Rucksack voll mit Kameras, nem Laptop, Festplatten und Kabeln, ich hatte danach noch etwas vor. Wir waren zur Gedenkveranstaltung in Yad Vashem angemeldet. Ich hatte es verpennt und mich erst den Abend davor angemeldet. Hätt ich es früher gewusst, dann hatte ich versucht die Nachtschicht zu verschieben aber das ging ja nun jetzt nicht mehr. Ich war also total müde und schon fertig als wir in Yad Vashem ankamen. Hoffentlich penn ich nicht weg dachte ich nur. Es war so übel durch die ganzen Sicherheitsvorkehrungen durch zu kommen. Gut das wir als angemeldete Gruppe da waren. Wir wurden in Kleinbusse geladen und vom Mt. Herzl runter nach Yad Vashem gebracht. Da begannen dann die richtigen Kontrollen. Alles auspacken und ich mit meinen ganzen Technikkram musste mir die ganze Zeit die gleichen Fragen anhören, wieso, weshalb, warum. Ob ich Waffen dabei hätte, mit wem ich hier wäre, was ich hier wolle...ätzend. Aber man stelle sich vor da passiert wirklich mal etwas. Als wir drin waren ging es auch gleich los. Im gesamten Land heulen um 10 Uhr für 2 Minuten die Sirenen. Der öffentliche Nahverkehr und normalerweise auch alle anderen Fahrzeuge halten an, die meisten Passanten bleiben schweigend stehen. So auch in Yad Vashem. Ich wollte eigentlich während des Geschehens erst zu einer großen Kreuzung gehen und filmen. In Yad Vashem filmte ich auch erst hörte aber auf als ich bemerkte das alle Leute um mich herum, ich stand etwas weiter vorne als unsere Gruppe, weinten. Neben mir stand ein alter Mann der so heftig weinte das ich einfach nur die Kamera ausmachte und meinen Kopf senkte. Hier das Video.

Ich als Deutscher mitten zwischen Veteranen, KZ-Überlebenden und Angehörigen der 2. und 3. Generation. Kann gar nicht in Worte fassen wie ich mich fühlte. Zu Füßen der 6 Fackeln in Yad Vashem wurden Kränze von Vertretern verschiedener Institutionen und Gruppen Überlebender niedergelegt. Deswegen waren wir auch da. An Anfang legte zum Beispiel die Knesset oder Jerusalem Kränze nieder. Benjamin Netanjahu, Simon Peres und Nir Barkat waren alle da. Alle Fahnen wehten auf Halbmast. Nachdem die Politiker und prominenten Leute ihre Kränze niedergelegt hatte verschwanden sie und auch alle Reporter und Fernsehteams. Sogar die Scharfschützen packten ihre Sachen ein. Dann kamen andere Gruppen. Wir waren Nummer 88. Spontan wie die ganze Aktion für mich sowieso schon war durfte ich dann nachher sogar noch mit nach vorne gehen und den Kranz niederlegen.Die ganze Zeremonie werd ich niemals vergessen.

Dienstag, 28. April 2009

Jerusalem Halbmarathon

Als ich nach Israel kam hatte ich vor einen Marathon in Jerusalem zu laufen. Im Dezember hab ich bereits nachgesehen aber nur einen Halbmarathon im April entdeckt. Also hab ich die Idee ein wenig aufgeschoben. Aufeinmal stand der besagte Halbmarathon vor der Tür. Mit ein paar anderen Volontären haben wir uns angemeldet und sogar einen extra Volontärspreis bekommen. Es ist ja nur ein Halbmarathon dachte ich, also brauche ich nicht so sehr viel zu trainieren. 2 Wochen vor dem Start bin ich einmal eine Strecke von 18 Kilometern gelaufen, dachte ich, waren aber doch weniger. Das war also mein Training. Leider bin ich Depp, weil es nicht anders ging, mit meinen Laufschuhen im Stausee baden gegangen. 2 mal sogar. Dadurch hat sich der gesamte Schuh verzogen und es tat übelst weh beim laufen. Das war so eine Woche vorm Start. Am Abend direkt vor dem großen Tag, wofür ich nun nur einmal trainiert hatte, gabs auch noch ne Einladung zu nem dicken Essen für uns Volontäre. Buffetessen, also so viel in sich rein schaufeln wie es nur geht, eigentlich ein Paradies für uns. Da ich aber wie gesagt nicht trainiert hatte lies ich wenigstens das gute essen weg, ging früh schlafen. Meine Vorbereitung bestand nur aus einer kleinen Ernährungumstellung welche ich noch aus dem Ernährungunterricht halbwegs kannte. Um 9,15 Uhr begann der Marathon, um 8 Uhr weckte mich Marvin durch einen Anruf und fragte wo ich denn bliebe? Son Mist, hatte eigentlich vor gehabt 4 Stunden vor dem Start etwas Reis zu essen...Ging ja nun nicht mehr. Also schnell irgendwelche Sportklamotten angezogen und mit dem Fahrrad los zum Stadion. Als ich endlich die anderen gefunden hatte war ich so froh noch pünktlich angekommen zu sein. Ich fragte nach meiner Startnummer und meinem Elektrochip den man zur Registrierung der gelaufenen Kilometer benötigte. Marie sagte nur: "Den Kram hab ich gestern Jonas gegeben, hat er dir das nicht gebracht?" Glubb...ich konnte es kaum glauben, Jonas würde verprügelt werden war mein erster Gedanke. Wie kann man so was vergessen? Ahhhh. Ich hatte nur noch 20 min Zeit bis zum Start. An die Schlange angestellt, die drängelnden, nörgelnden Israelis ertragen und schließlich doch noch ne Nummer bekommen. Ohne warm machen bin ich dann an die Startlinie und es ging auch sofort los. 100te Leute schoben sich mit dem Startschuss vorwärts. Unglaublich, und ich mitten drin! Nach 5 min tat mein Fuß wegen dem blöden Schuhe weh. Wir hatten uns auch sofort verloren, obwohl wir zusammen laufen wollten. Ich lief einfach mein Tempo meistens hinter ein paar speziellen Leuten hinterher. Mein Problem war das all die Leute die mein Tempo und vor mir liefen richtig anfingen zu schwitzen und demnach auch zu riechen. Ahhh. Ich musste also schneller laufen als die. Problem war hatte ich einen überholt war der nächste Stinker vor mir. Irgendwann schwitze ich auch auch so sehr das es mich kaum noch störte. Das Wasser welches wir am Rand bekamen nutzte ich vorwiegend dafür, es mir übern Kopf zu gießen. Die Sonne knallte einfach so sehr und es war erst um 10 Uhr. Eine andere Sache war das die Berge immer heftiger wurden. Hätte mir jemand gesagt das Israel und speziell Jerusalem so bergig wäre, in Deutschland hätte ich es nicht geglaubt. Auf jeden Fall wurde die Berge immer mehr und meine Energie immer weniger. Hier die Steigungen auf der Strecke.Hatte zum Glück ein Powerriegel und ne Banane dabei. Als es Zeit war den Powerriegel zu essen und ich in meine Hosentasche griff war er nicht mehr da. Er musste geklaut worden sein, beim laufen, denn davor war er so gut in der Tasche das er gar nicht hätte rausfallen dürfen. Son Mist ich war richtig sauer. Also aß ich ein kleines Stück der zermanschten Banane die ich mit hatte. Es war so ekelhaft denn die Banane war so zerdrückt und warm und ich nahm sie trotzdem die ganze Zeit mit. Hatte den ganzen Bananenschmatter an den Händen und überall wo ich mir, zum Beispiel die Haare aus dem Gesicht strich oder mich irgendwo kratzte. Nach dem Abschnitt durch den Jerusalem Forest, den ich gut kannte da meine eigene Laufstrecke dort langführt, welcher der heftigste Teil des Marathons war, dachte ich bald wäre es zu ende. Die letzte Strecke begann dachte ich, aber es waren immer noch 10 Kilometer. Boah als wir über die gesperrten Hauptstraßen liefen war es schon ein geiles Gefühl. Alle Autos hupten mussten aber trotzdem warten. Man wurde angefeuert von allen Seiten und manche Wasserträger liefen manchmal ein Stückchen mit. das letzte Stückchen ging es den Berg zur Knesset rauf. Der zog und zog sich. Ich dachte schon oh man nach 2 Stunden komm ich endlich an. Als ich ins Stadion einlief sah ich die Zeit. 1 Stunde 43 Minuten. Watt? Unmöglich. Ich gab noch mal Gas und lief ins Ziel mit der Zeit von 1 Stunde 44 Minuten und 52 Minuten ein.Derbe geil. Ich war durch. Wir beobachteten die anderen wie sie nach und nach eintrudelten. Es gab Eis, Joghurt und Bananen für alle, und die Stimmung war einfach nur geil. Gewonnen hat ein Afrikaner. 1 Stunde und 8 Minuten. Wir machten die Medaillen Vergabe noch mit, aßen ein Joghurt nach dem anderen und schossen am Ende nochmal lustige Gruppenbilder. Marvin und ich sind dann zu Ingrid gegangen. Dort habn wir ein leckeres Essen bekommen. Danach bin ich nach Hause, hab meine brennenden, blutenden Oberschenkel eingerieben, meinen Sonnenbrand von 2 Stunden am Vormittag draußen laufen und meine Brustwarzen die ebenfalls brannten wie Hulle bejammert :-) Es war total herrlich. Kein Muskelkater, die Schmerzen im Knöchel sind nach 2 Tagen auch vollständig verschwunden und ich hatte einen Marathon in Jerusalem gelaufen. Geil.

Sonntag, 19. April 2009

Seminar in Beit Jalla

Wir hatten unser Wochenendeseminar in Beit Jalla. Da es viel zu viel wäre alles zu berichten einfach nur der Hinweis darauf, dass ich die Fotos hochgeladen habe. Die erzählen schon genügend. Was ich aber sagen kann, dass es bis jetzt mein bestes Seminar war. Neben dem ganzen Programm hatte wir als ALYN Jungs unsere Spass. Seht euch unser glorreiches Video an!!!

Viel Spass.................

Sonntag, 12. April 2009

Neue Bilders


Hab mal wieder ein paar Bilder ins Picasa Album geladen. Bin zur Zeit mit der Familie unterwegs dahr wird sich das fast eh keiner ansehn. Deswegen hab ich auch kaum Zeit für den Block. Trotzdem wen es interessiet...