Wir haben als Gemeinde zusammen am Karfreitag statt dem traditionellen Gedenk- und Besinnungsgottesdienst dieses Jahr etwas ganz anderes gemacht. Ein messianischer Jude von den, auch in Deutschland tätigen, Jews for Jesus (Juden für Jesus) kam zu uns und wir feierten zusammen den Sederabend. Die ganze Gemeinde hatte einen Teller mit allen symbolischen Nahrungsmitteln vor sich. Wir verkürzten die Feier auf 2 Stunden, weil alle Kinder dabei waren und zwischendurch eine ökumenische Tradition im Dorf stattfand. Jeden Karfreitag treffen sich alle Christen aus dem Dorf und tragen und stellen gemeinsam ein Kreuz auf. Wir feierten also den Sederabend, freuten uns. Dann kamen die Lutheraner und Katholiken alle eine wenig in Trauerstimmung. Wir Freikirchler dagegen kamen alle begeistert aus dem Gemeindehaus geströmt in Feierstimmung und über die Thematik diskutierend. Naja, wir machten die Tradition mit dem Aufstellen des Kreuzes mit und gingen danach wieder ins Gemeindehaus um weiter zu feiern. Dies taten wir gemeinsam mit dem messianischen Juden aus Russland, der ein wenig an seinem Akzent zu erkennen war. Die Sederfeier hielt er in traditioneller Kostümierung. Mich und viele aus der Gemeinde begeisterten viele Ansichten und Übertragungen auf Jesus. Ein paar die ich hervorragend fand und ich euch weitergeben wollte. „Der Messias kommt aus dem Samen der Frau – daher zünden die Frauen die Kerzen an (Shabbat/Sederbaend), Jesus ist das Licht der Welt.“ „Der Kern des Pessah ist Erlösung, wir müssen heute das vergossene Blut der Erlösung von Jesus symbolisch an die Türpfosten unseres Herzens streichen.“ Das faszinierendste für mich war der Vergleich des Mazza Brotes mit Jesus. Jetzt weiß ich was Jesus meinte wenn er davon sprach, dass er das Brot des Lebens sei. Während des Sederabend geschieht folgendes. Alles zusammen eine einmalige Symbolik und ein Hindeuten auf Jesus den Messias. In einer Tasche liegen übereinander drei ungesäuerte Brote die Mazzoth. Sie sind eins, „echad“. Das mittlere wird am Anfang der Sederabend Zeremonie herausgenommen, gebrochen, symbolisch begraben und versteckt. Jesus wird aus der Dreieinigkeit genommen, das mittlere Mazza, Vater, SOHN (in der Mitte) und Heiliger Geist. Er wird zerbrochen und begraben. Die Kinder dürfen später dieses Mazza suchen. Das Mazza ist makellos ohne Fehler, wogegen das ungesäuerte für unsere Sünden steht, deswegen unrein. Außerdem ist das Mazza gestreift und durchlöchert. Jesus ist rein und ohne Fehler wie das Mazza. Er wurde ausgepeitscht und gegeißelt, er war voller Striemen und Streifen und am Kreuz wurde er durchbohrt. Nach dem Finden des versteckten, begrabenen Mazza wird es in Stücke so groß wie Oliven gebrochen und zusammen mit dem dritten Becher Wein, der Becher der Erlösung, getrunken. Durch seine Auferstehung und das Annehmen bzw. Aufnehmen seines gebrochenen Leibes und vergossenen Blutes haben wir die Erlösung (Essen des Mazza Stückes und Trinken des Weins). Auch das wir das Abendmahl, die Erinnerung an seinen Sühnungswerk, genauso feiern, wie die Juden den Becher Wein der Erlösung an Pessah mit den Olivegroßen Mazzastücken zu sich nehmen. Gott ist schon genial. Ich war echt begeistert. Ist es nicht immer wieder erstaunlich wie komplex und sinnvoll Gottes Wort doch ist, wie sehr die Geschichte der Juden und die Geschichte des Kreuzes zusammenhängt!
Für den der nicht weiß wohin er mit dem ganzen von der Pessahwoche übergebliebenem Mazzot hinsoll, der schaue sich das Video an :-D
1 Kommentar:
haha das video is echt ma lustich :)
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