Dienstag, 13. Juli 2010

Es ist passiert...

Eine kleine Geschichte. Ich habe ja schon einmal einen Eintrag gemacht zu all den Tieren die sich so in meinem Zimmer mit mir zusammen aufhalten, meine Mitbewohner quasi! Letztens saßen wir im Alyn zusammen. Es liefen mal wieder die Kakerlaken herum, was an sich nichts besonderes ist. Als ich auf Klo ging schaute mir auch da eine Kakerlake zu, bei dem was man halt auf Toilette so macht. Ich versuchte sie danach zu beseitigen in dem ich sie in der Dusche taufte, es funktionierte nicht. Die gleiche, des Schwimmen mächtige, Kakerlake kam aus dem Bad dann zu uns ins Zimmer gekrabbelt. Matthäus schoss sie nach draußen. Wir wollte sie nicht zertreten denn es gibt da so eine Art Mythos um Kakerlaken. Die weibliche Kakerlake bildet etwa 15 bis 40 Eier welche sie bis kurz vor dem Schlüpfen des Nachwuchses mit sich herum trägt. Der Mythos sagt nun: Tritt man auf ein solches »trächtiges« Weibchen, deren Junge kurz vor dem Schlüpfen sind, dann bleiben die Eier am Schuh kleben, und man verbreitet die Insekten unfreiwillig weiter. Die Legende knüpft an die Erfahrung an, dass man der Insektenplage nicht durch das Töten einzelner Tiere Herr wird – denn es tauchen immer wieder neue Kakerlaken auf. Es gibt auch den schönen Spruch: Wenn eine Kakerlake stirbt, kommen Hunderte zur Beerdigung. So ist es komischerweise auch in Wirklichkeit. Wir töteten sie mit einem speziellen Spray. Wir haben damals mit Lukas auch schon mal Kakerlaken verbrannt, hörten damit aber auf als der Feuermelder mitten in der Nacht losging und im ganze Alyn ertönte. Gestern tauchte danach sofort eine weiter an der Wand krabbelnde Kakerlake auf. Auch diese musste dran glauben. Als wir schlafen gehen wollten war Matthäus ein bisschen paranoid dabei sein Bett plus Umgebung nach Kakerlaken ab zu suchen. Ich fand es lustig, aber nur bis heute.Gekos! Es gibt sie viel hier in Israel. In der Natur sieht man sie dauernd. Auch ab und zu in den Wohnungen. Ich redete grade mit einer Person die mir sagte, dass die Gekos oft im Türrahmen sitzen und beim aufschließen der Tür dann in die Wohnung huschen. 5 Minuten später erlebte ich das am eigenem Leib, schloss meine Tür auf und eine Geko der dort zwischen saß huschte ins Zimmer. Dagegen konnte ich nicht machen. So lange er nicht ins Bett huschen würde, wäre alle okay, dachte ich. Heute wollte ich dann nach der Arbeit mich 5 Minuten ausruhen und mich auf's Bett legen. Wer lag da schon vor mir drin, natürlich der Geko. Anstatt ihn zu fangen, fotografierte ich ihn. Als ich danach auf die Jagd ging entwischte er mir. Ich Depp, warum fange ich ihn nicht und mache dann Bilder!? Suchte mein Bett dann auch total paranoid ab, nach irgendwelchen Spuren. Werde heute Nacht auf jeden Fall im Alyn schlafen, bei den Kakerlaken ;-) Grüße aus Israel!

Sonntag, 11. Juli 2010

Jesus Weg (Teil 1)

Ich habe sehr spontan 3 Tage am Stück frei bekommen. Natürlich wollte ich die Zeit nutzen. Leider hatte ich meinen Reiserucksack zwei Tage zuvor verliehen, so dass ich keine Wandertour machen konnte. Irgendwie ergab es sich aber, dass ich „zufälligerweise“ zum Christustreff am Donnerstagabend in die Altstadt fuhr und danach einfach mal am French Hospital hielt. Dort lieh mir Dorly, Ex-Volontärin und Ex-Praktikantin bei Hagoshrim, ihren Reiserucksack. Einer Tour stand nun nichts mehr im Wege, denn eine Idee hatte ich auch schon. Ich wollte den Jesus Weg ablaufen. Ein Wanderweg über einige Wirkungstätten von Jesus. Von Nazareth über den Berg Tabor, En Dor und Tiberias nach Kapernaum und wieder zurück über Kana und Zippori. Die Strecke auf den Tabor wollten Willi und ich damals, also 2009, schon machen. Der Tabor war wohl der Berg der Verklärung von Jesus (Markus 9,2 Und nach sechs Tagen nahm Jesus mit sich Petrus, Jakobus und Johannes und führte sie auf einen hohen Berg, nur sie allein. Und er wurde vor ihnen verklärt). Von weit weg sieht er garnicht so hoch aus, aber es steht ja sogar in der Bibel, dass es ein hoher Berg war. Glaubt mir wenn man mit einem fetten Rucksack raufgeklettert ist es wohl ein großer Berg.Am Freitagmorgen ging es los, Sachen packen, Reiseroute und Busverbindung heraussuchen. Ich fuhr mit dem letzten Bus nach Nazareth. Irgendwie wurde die Zeit immer knapper, vielleicht lag es mal wieder an den israelischen Verkäuferinnen im Supermarkt, die Jahre brauchen um einen Kunden Abzugfertigen. Kein Witz, ich stand schon mal 30-40 Minuten an einer Kasse. Zum Glück diesmal nicht ganz so lange. Trotzdem kam ich nicht rechtzeitig. Ich sah nur einen Bus an der richtigen Plattform. In der Eile fragte ich den Fahrer ob er nach Tiberias fahren würde. Der bejahte, ich packte mein Gepäck in den Stauraum und wollte bezahlen. Da viel mir auf das ich ja nach Nazareth wollte. Zu spät meinte der Fahrer, denn der Bus fuhr grade neben uns los! Also löste ich meine Karte bis Afula um von da hoffentlich noch einen Bus nach Nazareth zu bekommen! Nach 10 Minuten Fahrt sprach mich der Busfahrer an, dass er den Nazareth Bus eben überholt hätte und ich umsteigen könnte. Hatte nun aber schon 40 Shekel bezahlt und das Geld war mir dafür zu schade gewesen. Also fuhr ich nach Afula, dort angekommen wollte ich einen schnellen Bus nach Nazareth bekommen. Meine Befürchtungen aufgrund des bevorstehenden Shabbatbeginns keinen Bus mehr zu bekommen befürworteten sich nur beinahe. Ich wartete aber sehr lange auf einen Bus. Der einzige der kam fuhr dann auch nur nach Nazareth Illit, den jüdischen Teil Nazareths, der sonst fast ausschließlichen arabischen Bevölkerung, der Stadt. Gott führt uns in jeder Situation. Das könnte ich in diesem Blogeintrag ständig schreiben, ihr werdet noch lesen warum. Der Bus ließ mich nämlich an einer verlassenen Straße raus, ich war der letzte Fahrgast der den Busfahrer von seinem Feierabend abhielt. Von dieser Straße brauchte ich nur 10 Minuten etwa, bis ich den Jesus Weg gefunden hatte. Wie gut, dass ich nicht nach Nazareth direkt gefahren bin, ich hätte wohl Stunden bis zu dem Ort gebraucht an dem ich im Endeffekt herausgelassen wurde. Ich sah mein Ziel schon vor Augen, den Berg Tabor. Ich hatte noch knapp 5 Stunden bis zum Sonnenuntergang, die wollte ich nutzen um zum Berg zu gelangen. Mit dem Berg vor Augen und einem israelischen Industriegebiet im Rücken, auch Mc.Donalds darf in Israel nicht fehlen, wanderte ich los. Der Weg wird wohl nicht oft genutzt, denn er war zu gewuchert. Leider mit den falschen Pflanzen, nämlich Disteln und Dornen. Natürlich trug ich auch eine kurze Hose. Ich musste wohl oder übel da durch und so begann ich weiter zu laufen, bei jedem Schritt schreiend. (Suchbild: Wo ist der Weg in diesem Distelmeer?) Die Schmerzen wurden auch immer mehr, denn sobald die Beine offen waren tat es nur noch mehr weh, wenn ein schöner Dorn sich in eine schon vorhandene Wunde bohrte. Warum musste Gott dieses Land auch verfluchen und mit Disteln und Dornen überwuchern!? Ich will ihn wüst liegen lassen, dass er nicht beschnitten noch gehackt werde, sondern Disteln und Dornen darauf wachsen, und will den Wolken gebieten, dass sie nicht darauf regnen. Des HERRN Zebaoth Weinberg aber ist das Haus Israel und die Männer Judas seine Pflanzung, an der sein Herz hing (Jesaja 5,6). Und es wird zu der Zeit geschehen: Wo jetzt tausend Weinstöcke stehen, tausend Silberstücke wert, da werden Dornen und Disteln sein, dass man mit Pfeil und Bogen dahin gehen muss. Denn im ganzen Lande werden Dornen und Disteln sein, dass man auch zu all den Bergen, die man jetzt mit der Hacke zu behacken pflegt, nicht kommen kann aus Scheu vor Dornen und Disteln, sondern man wird Rinder darüber treiben und Schafe es zertreten lassen (Jesaja 7,23).
Ich verlor den Weg, der nicht mehr sichtbar war und stapfte einfach so durch die Distelwiese. Langsam wurde es wie ein Sport mit dem Antrieb sich die größten und blutigsten Schrammen zu holen. Irgendwann hörte es auf, Gott sie es gedankt, und ich ging durch Plantagen und Felder. Wie bei uns Korn und Gerste am Wegesrand auf den Feldern wächst so sind es hier solche Pflanzen. Oliven, Granatäpfel, Orangen, Avocados und so weiter. Diesen Wegabschnitt nahm ich als Entschädigung für meine blutigen Beine und Arme (ja einigen Disteln waren sehr hoch gewachsen). Ich befand mich wieder auf dem Jesus Weg, den ich bis hier schon einige Male verloren hatte, aber ich kam dem Tabor immer näher. Auf einmal begann der Weg anzusteigen, aber ganz schön. Ich keuchte den sich nach oben schlängelnden Pfad rauf, welcher durch einen Wald wir im Märchen führte. Oben angekommen war ich auf einem Ausläufer des Tabors gelandet. Die Schweißtropfen perlten sich von meinem Gesicht in einem fast zählbaren Takt.Ich dachte immer der Tabor ist ein kleiner Hügel in der Landschaft. Wer ebenso denkt sollte dringend mal mit 15 Kilo Gepäck dort raufklettern, aber dazu komme ich gleich noch. Doch ich war schon sehr viel dichter, zwischen mir lagen nur noch der Abstieg vom Ausläufer, die Durchquerung eines arabischen Dorfes und der Aufstieg auf den Tabor selbst. Ein Kinderspiel dachte ich, aber so einfach sollte es nicht werden. Die Landschaft wurde immer schöner und ich genoss es dort durch zu wandern. Ich nährte mich dem arabischen Dorf und wurde sogleich mal wieder von der Kultur hier im nahen Osten eiskalt erwischt. Diese herrliche Gegend wurde zu einem Müllplatz umfunktioniert. Überall wurde der Müll entsorgt und verbrannt. Soweit das Auge reichte war der ganze Wald verdreckt. Es begann dann zu stinken. Der Gestank kam von den vielen toten Tieren die ebenfalls einfach mit Colaflaschen und Autoreifen zusammen entsorgt werden. Das will mir immer noch nicht in den Kopf. Das Dorf war recht nett, aber wir kann man mitten in dem ganzen Müll und toten Tieren leben (die so doll stinken, dass sogar die Fliegen ab schwirren) frage ich mich? Ich versuchte so schnell wie möglich einen Abflug zu machen, denn komischerweise werde ich jedes Mal dumm angemacht wenn ich in die Nähe von arabischen Dörfern komme. Vielleicht sollte ich was an meinem Aussehen ändern. Ich freute mich als ich das Dorf verlassen konnte, zwar ging der Weg nicht mehr zum Tabor hin, doch war ich endlich aus dem Dorf raus. Die netteste Begegnung die ich dort hatte war das Pferd, welches einfach nur nichts getan hat. Ich ging also aus dem Dorf und bemerkte langsam wohin ich mich begab. Dieser Ausgang des Dorfes sah wie der Eingang aus. Über Müll, nur auf richtigen hohen Bergen. Hier und da brannte es noch und hier und da lagen ein paar Knochen an die man sich schon gewöhnt hatte. Auf einmal wurde der Gestank noch heftiger als zuvor. Wollt ihr wissen warum? Ich stelle mal einfach die Bilder hier rein und schreib nichts dazu. Nur als Anmerkung, das Blut floss noch die Maden kreuselten und die Kadavern stapelten sich. Es sah aus wie auf einen Schlachtfeld (wortwördlich). Dieser riesige Haufen lag nur wenige Meter von dem Dorfeingang entfernt, wie kann man bei diesem Gestank leben? Wie kann man seine Kinder in so einer Gegend spielen lassen? Ich machte meine Bilder solange ich die Luft anhielt und rannte weiter so schnell ich konnte. Leider war es wie in einem schlechten Film. Den Jesus Weg hatte ich schon lange verloren und irrte nur umher, auf der Flucht vor Schafsköpfen und Rinderpansen. An jeder Ecke kamen mir neue Kadaver entgegen. Bei dieser toten Kuh hätte ich heulen können vor Ärger und Wut. Anscheinend wurde sie an einem Bein angebunden den ganzen Weg her gezogen und durfte dann hier verenden, die Blutspuren auf dem Weg sprachen dafür! Wer macht so etwas bitte? Ich ging einfach nur in die komplett entgegen gesetzte Richtung. Machte bestimmt einen Umweg von mehreren Kilometern, was mir aber egal war. Auf meinem Weg traf ich nur noch ältere Tierkadaver, zum Glück keine welche noch am ausbluten waren. Diese Art zu leben ist mir schwer begreiflich und der Umgang mit dem Land und den Tieren macht mich wirklich wütend. Wieso kann man nicht einen Platz einrichten wohin der Müll kommt, einen Platz wo die Tiere hingebracht oder abgeholt werden. An Geld kann es nicht mangeln, denn in dem Dorf standen riesige Villen, eine mega Moshee und es fuhren teure Autos, unter anderem sogar ein Porsche herum. Die Enttäuschung und Wut führte mich vom Dorf weg mit einem rieseigen Umweg schließlich an den Rand des Tabors. Dort fand ich meine ersten frei wachsenden Trauben in Israel, was mich wieder sehr aufmunterte. Natürlich genehmigte ich mir ein paar Reben und genoss nebenbei den Sonnenuntergang.Ein letzter Blick auf das arabische Dörfchen, welches mir nicht mehr so schnell aus dem Kopf gehen wird. Dann begann der Aufstieg. Viel muss ich dazu nicht sagen, außer das mir ständig durch den Kopf ging was Jesus wohl für ein krasser Typ gewesen sein muss. Der ist mal eben auf so einen Berg gestiegen und ich schleppe mich mit letzter Kraft da hoch. Außerdem hatten die wenn überhaupt damals nur Latschen angehabt! Es war echt voll anstrengend, vor allem bei den krassen Steigungen dauerte es sehr lange, so viel zu dem kleinen Hügel in der Landschaft. Weil es dunkel wurde und ich grade an einem perfekten Platz zu zelten vorbeikam (vielleicht der einzig mögliche Platz auf dem ganzen Berg) schlug ich unter viel Mühe das Zelt auf. Es war so ein starker Wind, das mir das Zelt fast wegwehte. Beim liegen drückte mir der Wind die Zeltwand auf das Gesicht. Ich musste ein paar große Steine suchen und als Verstärkung mit ins Zelt nehmen, so stark war der Wind. Ich aß nur noch ein wenig, der Appetit war größtenteils an den Schafsköpfen und Innereinen von unterwegs hängen geblieben, und ging dann sehr schnell schlafen.

Der 2. Teil folgt hoffentlich bald. Habe so viel erlebt in den 2 Tagen, dass es fast nicht möglich ist alles wieder zu geben. Auf jeden Fall war Gott mit dabei und führte besser als jede Karte, dass merkte man immer wieder! Demnächst also mehr.

Mittwoch, 7. Juli 2010

Israel, das Land der Bibel


Die Bibel wird lebendig hier im Lande. Eine kleine Geschichte zu diesem Foto.

Simsons Streit mit den Philistern
Und Simson ging hin und fing dreihundert Füchse, nahm Fackeln und kehrte je einen Schwanz zum andern und tat eine Fackel je zwischen zwei Schwänze und zündete die Fackeln an und ließ die Füchse in das Korn der Philister laufen und zündete so die Garben samt dem stehenden Korn an und Weinberge und Ölbäume. Da sprachen die Philister: Wer hat das getan? Da sagte man: Simson, der Schwiegersohn des Timnaïters, weil er ihm seine Frau genommen und seinem Gesellen gegeben hat. Da zogen die Philister hin und verbrannten sie samt ihrer Familie mit Feuer. Simson aber sprach zu ihnen: Wenn ihr das tut, so will ich nicht ruhen, bis ich mich an euch gerächt habe. Und er schlug sie zusammen mit mächtigen Schlägen und zog hinab und wohnte in der Felsenkluft von Etam.
Da zogen dreitausend Mann von Juda hinab in die Felsenkluft zu Etam und sprachen zu Simson: Weißt du nicht, dass die Philister über uns herrschen? Warum hast du uns denn das angetan? Er sprach zu ihnen: Wie sie mir getan haben, so hab ich ihnen wieder getan. Sie sprachen zu ihm: Wir sind herabgekommen, dich zu binden und in die Hände der Philister zu geben. Simson sprach zu ihnen: So schwört mir, dass ihr selber mir nichts antun wollt. Sie antworteten ihm: Nein, sondern wir wollen dich nur binden und in ihre Hände geben und wollen dich nicht töten. Und sie banden ihn mit zwei neuen Stricken und führten ihn aus der Felsenkluft hinauf. Und als er nach Lehi kam, jauchzten die Philister ihm entgegen. Aber der Geist des HERRN geriet über ihn, und die Stricke an seinen Armen wurden wie Fäden, die das Feuer versengt hat, sodass die Fesseln an seinen Händen zerschmolzen. Und er fand einen frischen Eselskinnbacken. Da streckte er seine Hand aus und nahm ihn und erschlug damit tausend Mann. Und Simson sprach: Mit eines Esels Kinnbacken hab ich sie geschunden; mit eines Esels Kinnbacken hab ich tausend Mann erschlagen. Und als er das gesagt hatte, warf er den Kinnbacken aus seiner Hand, und man nannte die Stätte Ramat-Lehi (d.h. Kinnbackenhöhe)
Mit sonnem Ding hat der gute Simson also mal eben 1000 Philister erschlagen. Respekt! Auch mit dem Kinnbacken in der Hand ist es immer noch schwer vorstellbar für mich, aber jetzt weiß man wie sowas aussieht und kann es sich vielleicht ein wenig besser vor Augen führen. Wer die komplette Geschichte lesen will, sollte mal wieder zur Bibel greifen und das verstaubte Alte Testament aufschlagen!
Esel und Pferdefriedhof im Ramon Krater.

besinget Jerusalem

Jerusalem, damals, heute und auch in Zukunft einmalig. Es ist so viel los hier. Immerzu steht was an. An jeder Ecke lohnt es sich die Kamera dabei zu haben. Ich will mal einen kleinen Eindruck vermitteln. Wo damals mal Schlachten gekämpft wurden oder Jesus predigte wird heute mitten in der Stadt Basketball gespielt. Die WM ist da zweitrangig bei einem riesen Basketballturnier auf dem Rathausplatz. Wo früher geopfert wurde oder Menschen an Hunger und Pest starben machen heute religiöse Mädchenklassen Wandertag. Natürlich mitten auf der Straße, so dass kein Auto durchkommt.Und so weiter uns so fort, man kann beliebig ausführen!

Wie oft wurde Jerusalem schon besungen. Wenn Gott ein Lieblingsthema hat dann wohl eindeutig diese: Jerusalem wird 768 Mal in der Bibel erwähnt, Zion 164 und Israel 2316. Dagegen Vergebung nur 20 Mal, Erlösung 16 und Gnade 368. Damals sangen beispielsweise schon die Israeliten und König David über Jerusalem. Wie viele Psalmen gibt es die Jerusalem loben?

Psalm 122, Ein Segenswunsch für Jerusalem,
"Von David, ein Wallfahrtslied."
Ich freute mich über die, die mir sagten: Lasset uns ziehen zum Hause des HERRN! 2 Nun stehen unsere Füße in deinen Toren, Jerusalem. 3 Jerusalem ist gebaut als eine Stadt, in der man zusammenkommen soll, 4 wohin die Stämme hinaufziehen, die Stämme des HERRN, wie es geboten ist dem Volke Israel, zu preisen den Namen des HERRN. 5 Denn dort stehen die Throne zum Gericht, die Throne des Hauses David. 6 Wünschet Jerusalem Glück! Es möge wohlgehen denen, die dich lieben! 7 Es möge Friede sein in deinen Mauern und Glück in deinen Palästen! 8 Um meiner Brüder und Freunde willen will ich dir Frieden wünschen. 9 Um des Hauses des HERRN willen, unseres Gottes, will ich dein Bestes suchen.

Auch heute gibt es endlos viele Künstler die Jerusalem besingen.
Matisyahu zum Beispiel ist ein Reggae-/Hip-Hop-/Rock-Musiker. Der Sohn jüdischer Eltern wurde in den USA säkular erzogen, fand aber als Jugendlicher nach einem Aufenthalt in Israel seinen Weg zum chassidischen Judentum. Als Sänger versucht er, eine Synthese aus Moderne und traditionellem Judentum zu schaffen, indem er Metaphern des klassischen Judentums mit Hip-Hop und Reggae verbindet. In dem Song Jerusalem - Out Of Darkness Comes Light singt er über Jerusalem in Verbindung mit Psalm 137.
Psalm 137, Klage der Gefangenen zu Babel
An den Wassern zu Babel saßen wir und weinten, wenn wir an Zion gedachten. 2 Unsere Harfen hängten wir an die Weiden dort im Lande. 3 Denn die uns gefangen hielten, hießen uns dort singen und in unserm Heulen fröhlich sein: »Singet uns ein Lied von Zion!« 4 Wie könnten wir des HERRN Lied singen in fremdem Lande? 5 Vergesse ich dich, Jerusalem, so verdorre meine Rechte. 6 Meine Zunge soll an meinem Gaumen kleben, wenn ich deiner nicht gedenke, wenn ich nicht lasse Jerusalem meine höchste Freude sein.
Klagende Juden an den Strömen Babylons.
Auch heute klagen die Juden noch über die Zerstörung Jerusalems und des Tempels. Nachweißbar ist Jerusalem wohl 39 mal erobert worden.
Ein anders gutes Beispiel ist Alpha Blondy von der Elfenbeinküste. Seine Musik könnte man als Pop-kompatiblen Afro-Reggae bezeichnen, mit eindeutigen afrikanischen, europäischen und karibischen Einflüssen. Alpha Blondy singt seine Texte auf Hebräisch, Englisch, Französisch, Arabisch und in einigen westafrikanischen Sprachen. Auch er besingt Jerusalem. Mit folgendem Rerain. From the Bible an the Coran, Revelation in JERUSALEM, SHALOM, SALAMALEKOUM. You can see christians, jews and muslims. Living together and praying Amen! Let´s gives thanks and praises...
Hier der Link zu einem Video.
Ein drittes Beispiel: Frieden dir, Jerusalem von Christoph Zehendner, vielleicht einigen bekannt!
Diese Stadt war einzigartig. Eine Perle wunderbar. Wer hierher kam, um zu beten, nahm ein Wunder Gottes wahr. Viele Stämme, viele Völker zogen hoch zu dieser Stadt. Lobten Gott in seinem Tempel, der hier einst gestanden hat.
Diese Stadt ist einzigartig. Schillerndfarbig, tragisch schön. Tausend Tore, tausend Kirchen, Synagogen und Moscheen. Tausend Klänge, tausend Düfte und Gesichter tausendfach. Doch dazwischen tausend Menschen. Macht hält die Gewalt in Schach.
Diese Stadt wird einzigartig und vollendet kostbar sein. Denn am Ende aller Zeiten zieht der Gott des Friedens ein. Alle Tränen wird er trocknen. Leid und Schmerz sind dann vorbei. Gott wohnt hier, bei seinen Menschen und macht endlich alles neu.
Stadt der Freude, Stadt der Trauer, unbegreiflich, unbequem. Voller Hass und voller Hoffnung. Frieden dir, Jerusalem