Da ich irgendwie kaum Zeit habe zum schreiben habe ich ein paar Bilder hochgeladen von der Zeit wo Johannes hier war. Wir sind ein wenig rumgekommen und haben unsere Zeit zusammen sehr genossen. Geschichten gib's viele zu erzählen. Leider, wie gesagt habe ich keine Zeit euch alles auf zu schreiben. Daher müsst ihr euch mit ein paar Fotos zufrieden geben. Vielen Dank an alle die Hanni diesen Urlaub ermöglicht haben. Wir hatten sehr viel Spaß, wie man sehen kann.
Gruppenbild im See Genezareth
Schneeschieber aufm Hermon
Autotour durchn Golan
Skigebiet im Hermongebirge
Ortseingangsschild Jerusalem, von Bethlehem aus
Strand in Tel Aviv (missglückter Surfversuch) Bunker auf dem Hermon
Urlaub mit Judith und Susanna (Abendessen bei Kfar Blum)
Beachball, traditionell israelisch ;-), immer dabei
Entspannen am Kineret / See Genezareth bei gefühlten 50°
Baden am Jordan
Mietwagentour durch den Norden mit Felix
Fallschirmspringen bei Herzeliya
Kibbutz bei Haifa
leere und lange Straße im Golan
Jonafisch in Akko
Appoloniafestung bei Herzeliya
Unser Zimmerchen das wir Milchbubis geteilt haben
Pool bei Ezra im Kibbutz Ein Charod
Dizengoffsquare in Tel Aviv (für Papa)
Zedekiah's Höhle in Jerusalem mit Ex-Volo's
Mittelmeer bei Hadera (Israels schönster Strand)
Basketballspielen in Petah Tiqwa Panorama vom Hermon
Shabbatessen bei Hanni's in Berlin enstandenem Kontakt
Felswand in Jerusalem bei einer kleinen Nachwanderung
Internet nutzen, Wäsche waschen und entspannen auf der Dachterasse im Alyn.
Da Johannes und ich beide nicht zur Diamantenen Hochzeit unserer Großeltern kommen konnten, haben wir ihnen einen kleinen Gruß hier aus Israel gesendet.
Der Felsendom, wohl das meist fotografierteste Gebäude der Welt. Er sieht schon auch ganz nett aus. Die Kuppel wies früher ein schwarzes Bleidach auf; erst 1963 bekam sie mit Blattgold behämmerte Aluminiumbronzeplatten. 1993 ließ König Ḥusain von Jordanien sie durch gold-galvanisierte Platten ersetzen (Quelle Wikipedia). Auch wir haben es genossen am 3. heiligsten Ort der Moslems unsere Späßchen zu treiben. Der andauernde Konflikt ob nun der Felsendom den Platz des Tempels besetzt, oder der neue Tempel nun bald den Felsendom ersetzt ist wie gesagt schon etwas länger in Diskussion. Ich lese grade mal wieder die Offenbarung und finde es auch wieder spannender als je zuvor. Ist ein dritter Tempel wirklich biblisch und in der Zukunft von Nöten? Die Meinungen gehen sehr weit auseinander, auch in christlichen Kreisen. Andere beschäftigen sich andauernd mit dem WANN! Wann wird es passieren, einige denken in sehr naher Zukunft andere haben gedacht das Jahr 2000 wird das Jahr der Entrückung etc. Die Juden auf jeden Fall leben mit einer sehr starken Messiaserwartung. Auf manchen Einladungen, vielleicht der einer Hochzeit in den nächsten 2 Monaten, wird beispielsweise das Datum der Feierlichkeiten mitgeteilt, mit dem Zusatz: „Falls der Messias in dieser Zeit nicht wiedergekehrt ist!“ Mich hat es mal interessiert und ich habe mir die Mühe gemacht ein paar Meinungen zusammen zu stellen. Es heißt, dass man den dritten Tempel im heiligen Land aufbauen wird, auf der Stelle der Al-Aksa Moschee und des Felsendoms. Anscheinend soll es wohl auch ein nebeneinander Existieren beider Gebäude geben können. Spekulation, Wahrheit, Annahme...ich teile euch nur mit was ich hier so mitbekomme. Bei folgendem Foto was ich auf den Dächern der Altstadt gemacht habe musste ich daran denken: "Leben wir schon in den letzten Zügen der Endzeit?" Denn der Felsendom hat schon etwas an seiner Pracht verloren ;-) der gesamte Unterbau ist zur Blechhütte geworden, hahaha. Hoffentlich habe ich keine strengen muslimischen Besucher unter meinen Lesern! Es ist natürlich nur ein Witz.
Doch wie sah es aus damals, wird es in Zukunft aussehen? Ein paar Bibelstellen mit Auslegung dazu. Wie gesagt alles allgemein verbreitete Meinungen. Angeblich soll mitten in Israel ein Israeli zur Welt kommen der sich bald als Messias behaupten wird. Ein Messias der die Medien und die Instrumente dieser bösen Welt nutzen wird. Ein Messias aus Fleisch und Blut. Er wird viele irreführen in Israel und der Welt, viele Juden werden ihn anerkennen als ihren Messias und ihn erheben im Land. Er wird sitzen im Tempel und sich Gott nennen. Der Prophet Daniel sagt, dass der Antichrist von dem Reich kommt, das die Stadt Jerusalem und den Tempel zerstört hat: „…die Stadt und der Tempel werden durch das Heer des kommenden Herrschers verwüstet…“ (Daniel 9:26). Das geschah 70 n. Chr. durch die römischen Legionen unter dem Kommando von Titus. Das kündigte auch Jesus schon an: Als Jesus den Tempel verließ, traten seine Jünger zu ihm, um ihm die Bauten des Tempels zu zeigen. Er aber sagte:`` Von allem, was ihr hier seht, wird kein Stein auf dem anderen bleiben, der nicht zerstört würde.``
Daniel sagt, dass dieser kommende Herrscher ein 7 jähriges Bündnis zwischen Israel und den ‚Vielen’ bestätigen wird (Daniel 9:27), das eine Periode des Friedens und der Sicherheit für Israel bringen wird. Einige sehen in diesem Bündnis ein bestehendes aber auch ein fehlgeschlagenes 7 jähriges Bündnis, das Israel und das wieder entstandene Römische Reich und die „Viele“ beinhaltet. Es ist das Oslo Bündnis, das zwischen Israel und Yasser Arafat im Namen der palästinensischen Bevölkerung und unter Aufsicht von Europa (welches fast genau die gleiche Fläche des damaligen Römischen Reiches ausmacht) ausgehandelt wurde und ursprünglich 7 Jahre lief. Die „Land für Frieden“ Formel des Oslo Bündnisses bleibt die Grundlage, auf welcher ein zukünftiges Bündnis gebildet wird. Alle Bemühungen gründeten sich seither auf den Anstrengungen von Oslo.
Wenn das Bündnis von Daniel einmal bestätigt ist, wird der Tempeldienst wieder aufgenommen, was bedeutet, dass Israel vorher wieder Besitz über den Tempelberg erlangt hat. Wir wissen, dass der Tempeldienst wieder aufgenommen werden muss, weil der Antichrist in der Hälfte der Drangsal den Tempeldienst verbieten wird. In 2. Thessalonicher 2,1-12 ist die Rede davon, dass sich der Mensch der Sünde, der Mensch der Gesetzlosigkeit in den Tempel Gottes setzt und vorgibt, er sei Gott. Er wird viele Menschen durch große Zeichen und Wunder blenden. Dies ist eine Parallele zu Offenbarung 13, wo auch davon die Rede ist, dass das Tier aus dem Meer, der Antichrist, und das Tier aus dem Abgrund, sein falscher Prophet, eine neue Religion errichten und dass alle, die nicht im Lebensbuch des Lammes geschrieben sind, durch die Propaganda des falschen Propheten vermittelt, den Antichristen anbeten werden.
3 ½ Jahre nachdem Israel den Tempeldienst wieder aufgenommen hat, wird der Tempeldienst vom Antichristen verboten. Das ist der Beginn der „grossen Drangsal”,während der ¾ der Weltbevölkerung durch Plagen und Gerichte umkommen. Es gibt einige Christen, die glauben, dass wir bereits in den ersten Zügen der Drangsal sind und dass der ehemalige Führer der EU, Javier Solana, der Antichrist ist (bzw. das er der Antichrist war, genauso wie Barack Obama auch als Antichrist bezeichnet wird, genauso wie Adolf Hitler und viele andere schon als Antichrist bezeichnet wurden, nur mal so zwischen den Zeilen!). Dazu müsste Israel aber in Frieden und Sicherheit leben. Das Bündnis müsste bereits in vollerKraft sein. Die Juden in Israel müssten im Besitz des Tempelberges sein, und die jüdischen Priester müssten im Tempel wieder Opfer darbringen. Doch das Bündnis wurde noch nicht bestätigt, Israel lebt wie man feststellen kann nicht in Friede und Sicherheit und der Tempeldienst wurde noch nicht wieder aufgenommen.
Es finden sich unterschiedliche Deutungen im Hinblick auf den Tempel, in den sich der Antichrist setzt. Die einen sagen, es sei ein wirklicher Tempel, der in Jerusalem wieder gebaut wird. Dafür gibt es tatsächlich Vorbereitungen von etlichen orthodoxen Juden, die schon den Grundstein sowie weitere Steine, Geräte, Priestergewänder usw. hierfür vorbereitet haben und den Grundstein bereits legen wollten. Schaut euch dazu das kleine Video an! Von dem im Film erwähnten Tempelinstitut in Jerusalem kommen die meisten Bilder.
Für 2 Millionen Dollar neu erstellte Menora im jüdischen Viertel, echter Goldüberzug, für den kommenden Tempeldienst.
Gegen eine bloß symbolische Deutung dieses Tempels etwa als "christliche Gemeinde", spricht zum Beispiel der Hinweis auf die Wiedereinführung und Abschaffung des jüdischen Opfers im Heiligtum (Dan 9,27). Es handle sich um einen heidnischen "Göttertempel", etwa den jetzigen islamischen Felsendom (?), spricht ebenfalls die Tatsache, dass das jüdische Opfer wieder eingeführt und abgeschafft und der Tempel ausdrücklich als Tempel "Gottes" bezeichnet wird.
Aufbau eines Modell des Herodiansichen Tempels auf einem Dach im jüdischen Viertel der Altstadt mit dem Felsendom im Hintergrund.
Kurzer Einschub. Also doch kein nebeneinander Extstieren der Weltreligionen in Jerusalem? Ich bin nach meinen Ausführungen selber ein wenig verwirrt. Wird das Stadtbild Jerusalems wirklich mal so oder ähnlich aussehen? Genaue Anweisungen für einen Tempel, vielleicht der dritte, finden wir nämlich schon in Hesekiel.
Spekulationen hin und her. Die Entrückung könnte morgen stattfinden und die Drangsal könnte immer noch zehn oder mehr Jahre in der Zukunft liegen. Wer weiß das außer Gott selbst? Darum haben wir Christen nicht den Auftrag, auf den Antichrist zu warten. Die Bibel gibt uns Hinweise über das Kommen des Antichristen, damit wir wissen, dass wenn sich die Anzeichen verdichten, dass der Antichrist bald auftritt, der Zeitpunkt unserer Erlösung vor der Tür steht. Die Drangsal ist nahe. Darin bestehen wohl keine Zweifel. Was bedeutet das im Klartext für uns Christen? Es bedeutet, dass die Entrückung noch näher ist. „Wenn ihr die ersten Anzeichen von alledem bemerkt, dann richtet euch auf und fasst neuen Mut: bald werdet ihr gerettet!“ (Lukas 21:28)
Tempelmodell zur Zeit Jesu. Jesus sagt dazu folgendes in seiner Endzeitrede in Matthäus 24. Als er aber auf dem Ölberg saß, traten die Jünger allein zu ihm und sprachen:`` Sage uns, wann wird dies geschehen? Und was ist das Zeichen deiner Wiederkunft und des Endes der Welt?`` Jesus antwortete:`` Gebt acht, daß euch niemand verführt ! Denn viele werden in meinem Namen kommen und sagen :` Ich bin der Messias´ und werden viele irreführen. Ihr werdet aber von Kriegen und Kriegsgerüchten höre. Gebt acht erschreckt euch nicht, denn es muss so kommen, aber es ist noch nicht das Ende. Dann erheben wird sich Volk und Reich gegen Reich, und es werden da und dort Hungersnöte und Erdbeben kommen. Dies alles aber ist erst der Anfang der Not. Dann wird eine große Drangsal sein, wie von Anfang der Welt bis jetzt keine gewesen ist und ist und auch keine sein wird. Wenn nicht jene Tage abgekürzt würden, würde kein Lebewesen gerettet werden; aber um der Auserwählten willen werden jene Tage abgekürzt werde.`` Gut das Jesus alles unter Kontrolle hat und wir uns keine Sorgen machen müssen, wann, wo, was und wie es passiert. Und das die Gnade dem berechtigten Zorn überwiegen wird, wie wir ja lesen können. Baruch haShem!
Wer Lust hat ein bisschen über unsere Tour und den Hintergrund der Bilder zu erfahren kann gerne hier auf den Link zu Dominiks Blog klicken und ein wenig darüber lesen und Bilder anschauen. Wir haben beide nicht viel Zeit endlos zu berichten (wir haben viel erlebt), Dominik hat es aber wenigstens geschafft ein paar Bilder hochzuladen. Hier der Link, viel Spass. http://domiinisrael.wordpress.com/
Letztens war ich auf den Weg zur Central Bus Station. Wie immer wenn man in Eile ist kommt einem dann etwas in die Quere. Dieses Mal war es kein verspäteter Bus, keine lahme Kassiererin oder kein großer Stau. Genau an der Central Bus Station wurde ein verdächtiges Objekt gefunden. Sofort waren alle Straßen gesperrt, die umliegenden Häuser evakuiert und ein Spezialeinsatzkommando vor Ort. Es bildete sich sofort ein Stau und Menschenauflauf. Die Leute standen gebannt an den Absperrungen, viele regten sich auf, dass sie zu spät kämen. Ich machte ein paar Fotos und war ebenso sehr gespannt was passieren würde. Ein in Schutzkleidung eingepackter Bombenentschärfer ging zu dem verdächtigen Objekt. Ein anderer rollte die Technik aus. Natürlich hoffte ich, dass alles ohne Probleme ablaufen würde aber insgeheim hätte ich mich auch über einen kleinen Knall ohne Verletzte gefreut. Gott sei es gedankt, es passierte nichts. Ich konnte auch nicht sehen ob es nun eine Bombe oder etwas anderes war was gefunden wurde. Auf jeden Fall war es aufregend und ich weiß nicht woher dieses Gefühl kommt, dass ich unbedingt mal so etwas miterleben will. Das ist eigentlich totaler Schwachsinn. Wie froh und dankbar kann man sein das es im Moment in Israel so ruhig ist und schon so lange nichts mehr passiert ist. Viele sagen leider, dass es das tiefe Luftholen vor einem erneuten Krieg sei. Das klingt vielleicht dumm, aber ich habe das schon sooft in letzter Zeit von so vielen Leuten gehört, die sich darüber ernsthafte Sorgen machen. Wie muss es sein in einem Land auf zu wachsen, welches noch nie ein Jahrzehnt ohne Krieg verlebt hat? Ich bin nur Gast hier für eine festgesetzte Zeit und würde gerne mal ein wenig „Action“ erleben. Verurteilt mich für diese Aussage, aber ich weiß auch nicht woher solche Gefühle bei mir kommen. Auf jeden Fall ist es Schwachsinn was ich da denke, das weiß ich. Trotzdem denke ich so was, keine Ahnung warum. So schnell wie das Einsatzkommando da war, verschwand es auch wieder. Ich bekam meinen Bus und alles war gut. Leider ist ein solches Erlebnis hier nichts Besonderes. Klar ist schon lange nichts mehr passiert, aber es liegt wohl nicht daran, dass es niemand mehr probiert sondern die Israelis immer besser in der Bekämpfung und dem Verhindern solcher Anschläge werden. Eine andere Geschichte die das vielleicht ein wenig verdeutlicht ist einem Volontär von Hagoshrim passiert. Er vergaß seinen Rucksack in dem seine Bibel war in der Innenstadt. Als es ihm ein paar Minuten später auffiel, rannte er zurück. Leider kam er zu spät, denn in diesem kurzen Zeitraum war die Stelle vollkommen abgeriegelt worden und er sah nur noch einen Roboter auf seinen Rucksack zu fahren. Er versuchte noch zu rufen und sie davon abzuhalten, SeHaTanach, SeHaTanach (Das ist die Bibel, das ist die Bibel) rief er und auch das brachte nichts. Der Roboter schoss auf seinen Rucksack und zerfetzte seine Bibel. Glücklicherweise konnte er seinen Kram danach einfach mitnehmen und ohne irgendwelche Folgen davonziehen. Wie teuer so ein Einsatz wohl ist? Hier ein kleines Video aus einer Dokumentation wo in Tel Aviv ebenfalls eine Bombenwarnung eingeht und ein Kamerateam den Einsatz filmen durfte. Schaut euch den Ausschnitt vom Film an! Ich denke wir können es einfach nicht richtig nachvollziehen wie es zu Kriegszeiten im Land aussah. Erst letztens wurde mir wieder eine Geschichte erzählt, von einem Juden der ohne Schutzweste und Stahlhelm nicht zu seinem Haus fahren konnte. Unglaubliche Schicksale, Leid, Vertreibung und Schmerz über Verluste gibt es auf beiden Seiten der Konfliktparteien. Leider wird das all zu oft nicht klargestellt! Wie kann man hier leben? Ich genieße es als vorübergehender Gast aber wirklich hier zu leben mit der ständigen Gefahr? Hmm...
Nach einer eher unruhigen Nacht in der ich oft aufwachte und komischerweise gegen meine Erwartungen sehr doll schwitzte, zur Erinnerung ich schlief auf dem 575 m hohen Berg Tabor wo ich Kälte erwartet hatte, stand ich nach ein paar Stunden Schlaf wieder auf. Ich frühstückte reichhaltig, wie man sehen kann, baute das Zelt ab und marschierte los. Ich bemerkte dann wie dicht ich am Abgrund geschlafen hatte. Gut das ich nicht herumwühlte und runtergekullert bin.Eigentlich wollte ich zum Sonnenaufgang auf dem Gipfel sein, doch die Sonne kam schneller raus als ich lief. So machte ich eine Pause und genoss die herrliche Aussicht. Hier ein kleiner Einblick von meiner Aussicht und der sehr schnell aufgehenden Sonne!
Irgendwann wanderte ich weiter, der Gipfel rief nach mir, haha. Nein, ich wollte um 11 Uhr in Tiberias sein um die dortige messianische Gemeinde zu besuchen, denn dies war der eigentlich Sinn meines Ausflugs. Also stieg ich tapfer weiter hinauf immer mit den Gedanken daran wie Jesus und die Jünger hier wohl herauf gekrakzelt sind. Und auch dran denkend wie das ganze israelitische Heer unter Deborah und Barak hier mal raufgeklettert ist. Nachzulesen in Richter 4 (lasst euere Bibeln nicht verstauben…es gibt nichts Besseres)! Geschichte aus Richter 4 mal kurz zusammengefasst. Geh hin und zieh auf den Berg Tabor und nimm zehntausend Mann mit dir von Naftali und Sebulon. Da rief Barak Sebulon und Naftali nach Kedesch; und es zogen hinauf ihm nach zehntausend Mann. Da wurde Sisera angesagt, dass Barak, der Sohn Abinoams, auf den Berg Tabor gezogen wäre. Und er rief alle seine Kriegswagen zusammen, neunhundert eiserne Wagen, und das ganze Volk, das mit ihm war. So zog Barak von dem Berge Tabor hinab und die zehntausend Mann ihm nach. Und Siseras ganzes Heer fiel durch die Schärfe des Schwerts,sodass auch nicht einer übrig blieb.
Die Sonne stieg höher, ich dafür keuchte immer mehr und kam doch nicht höher. Es wurde auch wieder heißer. Ich dachte den vorherigen Tag hätte ich schon so doll geschwitzt, aber es war nichts im Vergleich zu dem, wie ich dann zu schwitzen begann. Aller 5 Sekunden tropfte ein Schweißtropfen von der Nase. Mein Shirt war ein nasser stinkender Waschlappen. Der Schweiß perlte sich sogar an den Beinen herunter. Der Wanderweg lässt sich kaum erkennen und nachvollziehen auf den Bildern. Ich musste aber alle Viere benutzen um da hoch zu kommen. Der Rucksack zog wie verrückt nach unten und die Wege wurden immer steiler. Vielleicht nennet man es anders, denn es war kein Weg mehr, sondern nur noch Markierungen an den Steinen die immer nur in eine Richtung zeigten, nach oben! Ich konnte schon die Glocken der Kirche hören, denn wie immer in Israel, steht an einem Ort wo Jesus mal war – gewesen sein könnte natürlich eine oder mehrer Kirchen, oder eine Kirche beinhaltend mit mehreren, sich manchmal auch untereinander streitenden Konfessionen. Endlich war ich oben. Den Aufstieg werde ich nie vergessen. Die Kirche war leider umzäunt, sodass ich das Gelände großzügig umrundete, das bedeutet im Klartext, ich ging einmal um den ganzen Berg. Denn natürlich war das ganze Gelände auf dem Gipfel eingezäunt. Ein bisschen enttäuscht war ich schon, da komme ich auf den Tabor und kann mir nicht mal das Gelände ansehen. Also verließ ich den Rundgang und machte mich dran irgendwie zu den Kirchen zu kommen. Ich kletterte über Zäune und Mauern (mit Rucksack). Schlug mich durch Hecken und Disteln (mittlerweile meine Lieblingspflanze). Irgendwann merke ich, dass ich echt nicht durchkäme und wollte auf meiner Karte nach dem Haupteingang schauen. Oh nein, meine Karte hatte sich verabschiedet. Die Karte war einmalig und ich habe sie echt schon sehr ins Herz geschlossen gehabt. Auf einmal fand ich die einzige Straße die auf den Tabor führt (warum bin ich nicht die Straße hoch gelaufen?). Sie führte von dem arabsichen Dorf welches ich großügig umgangen habe direkt zur Kirche. Doch am Ende stand ich auch nur vor verschlossenen Türen. Ärgerlich! Ich machte mich auf, den Weg zurück zu gehen, den ich gekommen war. Betend, die Karte wieder zu finden. Viel Hoffnung hatte ich nicht, denn ich schätzte sie weiter unten verloren zu haben, als einmal ich beim Aufstieg ausrutschte und fiel, dass sich dabei die Karte auch verabschiedet hatte. Ich kletterte also wieder über die Mauern, durch die Disteln etc. Auf einmal lag die Karte da einfach in der Landschaft bei ein paar Ölbäumen. Preist den Herrn, was hab ich gejubelt!
Ich versuchte nun von der anderen Seite an dich Kirche ranzukommen. Es wurde immer spektakulärer und ich kam wirklich sehr nahe heran. Auf einmal gingen die Glocken los, die Mönche waren wohl auch endlich aufgestanden. Hierzu ein Video.
Ein bisschen Schiss hatte ich schon über die Stacheldrahtzäune zu klettern, was wäre wenn dort auch noch Hunde wohnen? Auf dem Bild sieht man gut die Mauern, hinter denen auch noch genügend Stacheldraht aufgestellt war um ein gutes und sicheres Gefängnis zu eröffnen.Irgendwann, ich lief bestimmt schon über eine Stunde auf dem Gipfel herum ohne die Kirche richtig erreicht zu haben, stand ich an der Westseite des Berges genau hinter der Kirche. Auch da trennte mich die Felswand von meinem Ziel. Klar könnte man da auch hoch klettern aber was sagt man wenn man ankommt und es ist jemand anderes da? Ich war wohl im antiken Burggraben oder so gelandet, es lagen noch alte Steine herum und die Wand konnte man nicht besteigen, auf jeden Fall nicht mit Rucksack!
Nach dem Überwinden weiterer Hindernisse befand ich mich im Klostergarten. Ich kam mir dumm vor, was würde passieren wenn mich jemand entdeckt wie ich durch ein abgesichertes und eingezäuntes Privatgelände spazierte.
Ich ging und überlegte hin und her. Es half nichts und so kletterte ich die letzte Leiter vom Garten in den Innenhof herauf. Auch hier befand sich kein Mensch. Doch hörte ich Leute in den Gebäuden. Ich war eh schon so dreist, dass ich dann auch noch in die privaten Gebäude herein ging als nach einem Klopfen niemand öffnete. Warum niemand öffnete? Die Mönche waren beim Morgengebet, da platze ich also herein. Stinkend, verschwitzt und dreckig. Ich gab mich als verirrter Tourist aus und wurde dann auch freundlich auf italienisch zum Ausgang begleitet. Das ist grade noch mal gut gegangen. Ich saß dann endlich am offiziellen Besuchereingang. Dort gab es Toiletten in welche ich stürmte und erstmal die Zähne putzte.
Mittlerweile war es um 8 Uhr und das Gelände öffnete nun offiziell. Um 5 Uhr bin ich losgewandert von meinem Zeltplatz. 3 Stunden Herumirrerei hatten sich nun doch gelohnt. Ich frühstückte am Picknickplatz und schloss mich einer Touristengruppe an die so früh schon eine Führung hatte. So konnte ich nun doch endlich in die Kirche und das Gelände ablatschen was ich immer nur von außen durch die Zäune gesehen hatte. Ich bin kein großer Kirchenfan aber diese Gelände beeindruckte mich nun doch ganz schön.
Nach der Besichtigung empfahl mir einer der Mönche mich an den Haupteingang zu stellen und die Besucher zu fragen ob sie mich mitnehmen könnten. Gott führt sag ich nur, und ich wurde sogleich von einer Reisegruppe aufgegabelt. Sie bezahlten mir sogar das Taxi (so schnell konnte ich gar nicht gucken und mein Geld hervorholen) welches uns von Berg runter zu ihrem Reisebus brachte. Es handelte sich um eine Reisegruppe von den Philippinen. Das muss witzig ausgesehen haben, denn ich war mit Abstand der Größte und auffallendste. Ich erzählte kurz was ich im Land machen würde und jeder der Gruppe mochte mich. Haha anscheinend war ich echt der VIP. Viele kamen und wollten ein Foto mit mir machen, es fehlte nur noch das ich Autogrammkarten unterschrieben hätte.
Ich bemerkte den Grund dafür als eine ältere Omi auf mich zukam mir freudestrahlend die Hand schüttelte und sagte: „Du siehst aus wie der Herr Jesus!“ Die Reiseleiterin überredete den Busfahrer mich mit zu nehmen. Ich denke eher, dass ich wohl ziemlich mitgenommen und Mitleidserregend aussah, als wie Jesus. Im Bus musste ich dann sogar nach vorne kommen und unter Applaus erzählen was ich als Volontär in Israel mache. Ich weiß nicht wie die Kultur auf den Philippinen so ist, aber das was man so kennt, vielleicht Vorurteile, wurde mir bestätigt. Im Bus wurde total Stimmung gemacht, die ganzen kleinen Leute sangen mit piepsiger Stimme und klatschten und feierten…was auch immer es zu feiern gab. Es fehlte nur noch Karaoke singen durchs Busmikrophon. Der Busfahrer machte einen genervten Eindruck, es war morgens gegen 9 Uhr!
Ich schlief dann sofort ein. Aufgewacht bin ich dann nicht wie erwartet in Tiberias sondern in Tabgha am deutschen Pilgerhaus. Die Reiseleiterin und ich haben wohl aneinander vorbeigeredet als wir den Ort besprachen wo ich raus gelassen werden sollte. Ich nahm es aber wie es kam, schlenderte nochmals durch die Brotvermehrungskirche und über das Gelände.
Beim Abschied wollte sogar die Reiseleiterin noch ein Foto mit mir zusammen machen. Von Tabgah nahm mich dann ein Israeli mit nach Tiberias, er war ein bisschen verwirrt und ich war froh als er mich endlich raus ließ denn er hatte eine ziemlich starke Alkoholfahne gehabt. Gott sei es gedankt, dass nichts passierte! Ich bekam gleich ein Taxi, welches mich direkt vor die Tür der Gemeinde fuhr, zwar wurde ich für den Preis von 40 Shekel ordentlich über Ohr gehauen, aber das war mir egal. Ich war am Ziel, genau pünktlich um 11 Uhr zum Gottesdienstbeginn! Erstaunlicherweise bekam ich trotz Müdigkeit den gesamten Gottesdienst mit. Ich saß neben einem jungen Ehepaar. Während des Gottesdienstes wünschte ich mir danach von einer messianischen Familie zum Essen eingeladen zu werden. Also betete ich auch dafür. Auf einmal sprach mich mein Nachbar an, er hatte meine deutsche Bibel gesehnen und erzählte mir er wäre auch deutscher. Nach dem Gottesdienst stellte er mich einer andern Familie vor. Sie waren messianische Juden aus Deutschland mit 3 Kindern in meinem Alter. „Zufälligerweise“ wohnten sie genau in der Straße in Tiberias wo der Jesus Weg lang führte.
Also nahmen sie mich mit und wollten mich dann rauslassen, sodass ich weiter wandern könne. Dort angekommen fragten sie ob ich genügend Wasser hätte. Meine Vorräte waren aufgebraucht und so musste ich noch mit hochkommen um Wasser auf zu füllen, daraus wurde dann eine komplette Einladung zum Mittagessen. Wir redeten deutsch und ich genoss es sehr dort zu sein und ihnen zu zuhören. Nach dem Essen musste ich einer weiter Einladung zum Kaffee und pausieren einfach ausschlagen, mir war es schon echt peinlich, was ich alles von Gott geschenkt bekam. Ich ging los, natürlich nicht ohne neue Vorräte und Verpflegung, welche mir zugesteckt wurden. Ich wanderte also fröhlich wieder los.
Nach einem guten Stück vom Weg an einem Fluss bemerkte ich, dass ich meine Karte schon wieder verloren hatte. Ein Mädchen aus der Familie hatte mich vorher noch gewarnt die Karte lieber woanders hinzutun. Ich wollte nicht hören und diesmal fand ich die sie auch nicht mehr wieder. Das war echt ätzend. Ohne Karte wanderte ich weiter und stieg auf den Berg Abel nahe Tiberias, den Weg kannte ich noch sehr gut denn dort waren wir im April 2009 schon einmal lang gewandert. Das hört sich so einfach an, der Aufstieg dauerte aber auch sehr lange. Aber ich brauchte mich wieder um nichts zu sorgen denn es gab sogar ein Feld voll von Melonen am Wegesrand. Mundraub, also ein Frucht mit zu nehmen zum Essen in der Hand ist in Israel gesetzlich erlaubt. Man darf natürlich nur nicht den Rucksack vollfüllen. Auch dies erinnert mich irgendwie daran, wenn in der Bibel steht ein paar Ähren für die Armen liegen zu lassen. So wie in der Geschichte von Ruth. Ich genoss die einmalige Aussicht über den See Genezareth und Tiberias, über die Plantagen und Felder. Erinnerungen an die Volozeit kamen wieder hoch und ich entspannte lange auf dem Gipfel.Irgendwie verging mir aber die Lust weiter zu laufen, wohin ohne Karte? Also stieg ich an der anderen Seite des Berges wieder runter. Ich bemerkte, dass ich wohl neue Schuhe brauchte, denn ständig rutschte ich ab. Meine Schuhe kennen das Wort "Profil" nicht mehr! Der Weg war echt einmalig, es musste geklettert werden. Mit Steigeisen in den Felswänden. Als ich einmal abrutschte konnte ich mich gard nur noch an einer Pflanze festhalten, na klar an einer Distel.
Wieder ging, oder besser gesagt rutschte ich durch eine Gegend überseht von Kuhknochen (keine Kadaver zum Glück), Disteln, Dörnern und zerschossenen Schildern. Es hörte so auf wie es begann, mit Knochen und Disteln. Unten angekommen musste ich über einen Stacheldrahtzaun klettern. Dabei zerriss ich mir meine Hose und auch noch den geliehene Rucksack. Oh man ey. Zum Glück war ich gleich am See Genezareth.
Ich entspannte, wusch meine Wunden und badete im See und sah den Arabern beim plantschen und Jetskifahren zu. Die Mader holten sich den ganzen Müll der natürlich dazugehört und überall rumlag.
Ich war echt kaputt und wollte nur noch nach Hause. Wieder sorgte Gott für mich und ein jüdisches Pärchen nahm mich mit und brachte mich die knapp 10 Kilometer nach Tiberias direkt an die Central Bus Station. Die Strecke hätte ich nie geschafft zu laufen. Beim warte auf den Bus sprach ich mit einem Franzosen der als Journalist im land tätig ist, wir verstanden uns ganz gut. Als er mich nach den Preis von Tiberias nach Jerusalem fragte viel mir mit Schrecken auf, dass ich mein letztes Geld beim Taxifahrer gelassen hatte. Ich spurtete mit dem großem Rucksack los auf der Suche nach einer Bank. Ich hatte noch 20 Minuten bis der Bus nach Jerusalem abfuhr. Leider war immer noch Shabbat und keine Bank hatte offen. Auch die Automaten funktionierten alle nicht. 5 verschiedene Banken klapperte ich ab, keiner der Automaten erkannte meine Geldkarte. Ich war wieder klitschnass geschwitzt. Was sollte ich tun. Wenn ich den Bus nicht bekommen würde, müsste ich noch ne Nacht irgendwo verbringen und das wollte ich auf keinen Fall. Ich betete wieder und lief zurück zum Bus. Eigentlich hätte der schon seit 5 Minuten weg sein müssen, aber er stand noch da. Ich sprach den Franzosen an und bevor ich ihm mein Problem richtig erklärt hatte bezahlte er schon die Fahrt für mich. UNGLAUBLICH. Wie viel kann man mit Gott an einem Tag erleben? Wie man sieht sehr viel! Was war ich froh und dankbar gegen Mitternacht im eigenem Bett ein zu schlafen! Ein ganz großes Dankeschön an Jesus, ohne ihn wäre es nicht so genial gewesen!