Sonntag, 4. Januar 2009

Timna Park und Eilat (3.Bericht)

Wir wachten früh am Morgen auf, wenn man denn das was wir hatten als Schlaf bezeichnen konnte. Wir waren oft wach, haben uns gedreht und gewendet. Ich hab oft so gefroren. Irgendwann hab ich mich auf die Seite gedreht, dann war mein Loch für den Hintern aber total komisch und ich musste mir ein neues buddeln. Sowieso waren unsere ganzen Klamotten, Isomatten und Schlafsäcke total staubig. Es war echt ne krasse Nacht und wir waren froh als wir beide aufstanden. Man konnte einfach nicht mehr liegen, aber zum aufstehen hatte man auch nicht so viel Lust. Doch da wir beide Hunger hatten und auch die Blase mal entleert werden musste verließen wir unsere Schlafsäcke dann doch. Ich habe echt ne Zeitlang gebraucht bis es mir wieder einigermaßen gut ging. Das Frühstück und ein ordentlicher Kaffe haben dazu beigetragen. Nachdem wir uns mit Brot, Honig, Humus und Obst gestärkt hatte haben wir noch ne kleine Andacht gemacht und den 3. Advent gefeiert (haben sogar selbstgemachte Papierkerzen versucht anzuzünden). Danach ging es auch gleich wieder los. Der anstrengende Teil wartete auf uns, der Abstieg. Wir konnten von dem Plato noch einmal den gesamten Timna Park überblicken, trotz Dunstwolke im Tal, und sogar unser letztes Ziel den Mount Timna ausmachen. Also gings los, immer einfach nur runter. Das war aber nicht so schön wie es sich grade anhört. Es war ersten total anstrengend, zweitens total gefährlich aber trotz alledem ein total geniales Erlebnis. Wir kletterten 90° Wände runter, marschierten auf mega engen Pfaden (links die Felswand, rechts der Abgrund) und mussten uns immer nur wunder das dies als normaler Wanderpfad in den Karten angegeben war. Das Problem war glaub ich das der Pfad nicht für Leute mit riesen Rucksäcken ausgelegt war und das wir mit Turnschuhe die vom Wasser geglätteten und vom Staub bedeckten Felsen herunter rutschten. Einmal hielt ich mich mit einer Hand an einem Vorsprung fest und tastete mit dem Fuß nach einem Halt. Der Vorsprung brach einfach ab und ich viel plötzlich 2-3 Meter nach unten, mit dem Gewicht des Rucksacks im Rücken, welcher mich ganz schön beschleunigte. Ich weiß nicht wie aber ich landete auf den Füßen, hatte nicht einmal einen Kratzer und meine Füße taten kein Stück weh. Das war nicht das einzige Mal im Urlaub das wir Gottes Segen und seinen Bewahrung mitbekamen. Anders kann ich mir das alles nicht mehr erklären. Als wir endlich unten waren standen wir schon wieder in einem ausgetrockneten Flussbett. Dem folgten wir und bemerkten, dass es zum Mount Timna doch noch ein ganzes Stückchen war. Gegen Mittag latschten wir noch immer im Flussbett. Rechts und links waren Felswände und in der Mitte sah man gelegentlich verdorrte Pflanzen und Spuren von Fahrradfahren. Als wir schon wieder mal nicht wussten wo wir genau waren hörten wir auf einmal Autogeräusche. Die Straße war genau auf der Felswand neben uns. Als wir dann oben auf der Strasse standen machten wir ein paar Fotos, bestaunten den Weg den wir zurückgelegt hatten und turnten ein wenig auf dem Asphalt. Die berühmten salomon Säulen fotographierten wir auch. Am Horizont sahen wir schon den Timna Sea und der Komplex der dazu gehörte. Also folgten wir einfach der Straße bis wir da waren. Als erstes suchten wir uns eine Toilette und haben dann so richtig den Darm entleert. Dort haben wir auch zum erstn mal seit 2 tagen weder in den Spiegel gesehen, und uns erschrocken:-). Danach besichtigten wir die, dem Orginal so gut wie möglich nachempfundene, Stiftshütte und vesuchten die Bundeslade mit zu nehmen. Die Frau am Eingang merkte sofort das wir Ausländer waren denn wir stellten uns wohl irgendwie komisch an. Oder es lag daran das halt nur Touris nach Timna kommen und wir die einzigen waren die die Stiftshütte sehen wollten. Die ganzen Dinge waren total cool. Man kann sich nun noch viel besser vorstellen wie es war, und wir konnten uns auch gut n die Lage der Israeliten versetzen. 40 Jahre durch die Wüste? Uns reichten ja schon 2 Tage. Die Tour war zwar total genial aber auch anstrengend. Wir aßen unsere letzten Reste und genossen die Sonne (im Dezember). Als alle Touris so langsam die Biege machten überlegten wir ob wir zurück latschen oder eine Mitfahrgelegenheit ansprechen sollten.Zum Glück kam der ranger vorbei der uns die Route gezeigt hatte und war erstaunt uns zu sehen (vielleicht dachte er ja: was nicht abgestürzt?). Der nahm uns dann auch sofort ohne Probleme mit zum Eingang. Wir waren wieder da wo wir gestartet sind. Auf dem Rückweg zur Bushaltestelle kamen mehrere Autos hinter uns. Wir waren kaputt und wollten nur noch nach Eilat. Also hielten wir ab und zu den Finer raus. Dabei hatten wir schon ein schlechtes Gewissen denn von Hagoshrim ist das Trampen in Israel eigentlich verboten. Daher hörten wir damit auf, es hielt eh kein Auto. Als wir schon fast an der Hauptstraße waren hielt hinter uns ein Auto und die Frau von der Stiftshütte bestand darauf, trotz Platzmangel in ihrem Wagen, uns mit zu nehmen. Sie lud us direkt vorm Shelter (christliches Hospitz) ab und wünschte uns Yeschuas Segen, denn sie sei Messianin und unterstütze unsere Arbeit und unseren Aufenthalt in Israel.

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