Samstag, 26. September 2009

Paintball

Nach dem Besuch im Yehudia National Park und dem Frühstück und Zwischenstopp in Tiberias machten wir uns auf den Weg in Richtung Qiryat Shmona. Es war der zweite Tag nach dem Seminar. Bei einem Kibbutz, in der Nähe von Ayelet HaShahar an der 90 wenn ich mich nicht irre, stiegen wir aus und latschten zum Kibbutz. Dort angekommen suchten wir ziemlich lange die Paintaballanlage, wir hatten für 13 Uhr ein Termin. Wir sind ja ziemlich früh aufgestanden und hatten daher auch viel Zeit. Aufeinmal hörte ich ein Geräusch, drehte mich um und sah mein Schuh der, weil er noch nass vom vorherigen Tag war und ich ihn deswegen an meinen Rucksack dran gebunden hatte, herunter gefallen war. Ich nahm ihn in die Hand und trug ihn bestimmt 15 Minuten bis zum Paintballstand. Dort angekommen aßen wir unsere Reste und warteten auf die Frau vom Paintball. Als ich mich schon vorbereitete und mir meine Schuhe anziehen wollte merkte ich aufeinmal das ich meinen anderen Schuh anscheinend auch verloren hatte. Ich ging also nochmal durch das ganze Kibbutz zurück und fand den Schuh auch wirklich an der Stelle kurz nachdem ich den ersten verloren hatte. Ich Depp hatte natürlich nur den ersten Schuh der runterfiel in die Hand genommen und getragen. Der zweite hing ja noch dran. Aber natürlich fällt der zweite auch runter wenn beide Schuhe davor aneinander hingen. Naja dafür konnte ich mir nochmal das ganze Kibbutz ansehen. Von einem kleinen Tierpark mit See über die kleinen Häuser und großen Landmaschinen bis hin zum klimatisierten Kuhstall, ja auch den Kühen ist es in Israel zu heiß. Endlich konnte das Paitballspiel starten. Wir bekamen ne ordentliche Einführung in die Pistolen. Schutzkleidung mit langen Klamotten, einen nötigen Schutz für den Schmerzhaften Bereich zwischen den Beinen (der anscheinend schon von sehr vielen anderen getragen wurden ist) und eine Maske die das gesamte Gesicht bedeckte. Somit waren alles schmerzhaften oder gefährlichen Zonen abgedeckt. Ich musste eigentlich voll auf Klo schon den ganzen Tag und aufm Weg durchs Kibbutz am meisten. Aber als es dann losging, wir unsere Probeschüsse auf ne Scheibe bekamen, merkten wie die Dinger in unseren Händen abgingen und wie zielsicher man schießen konnte, vergaß ich alles und bekam echt nen riesen Adrenalinschub. Wir waren 5 Leute und sollten erstmal 2 gegen 3 spielen. Das erste Spiel bestand darin auf die Seite der Gegner zu gelangen ohne getroffen zu werden. Wer getroffen wurde war raus. Dafür musste man sein Waffe und Hand in die Luft heben. Mein Team mit Lukas und Joachim zusamm gewann das erste Match indem ich Matthäus und Joachim Philip ausschalteten, die das andere Team stellten. Danach das gleiche nochmal. Ich glaub wieder wir gewannen. Die Überzahl machte sich bemerkbar. Danach wurde das andere Team vom Inhaber aufgestockt. Also 3 gegen 3. Dieser traf war ein Profi in seinem Handwerk. Das Spiel wurde immer härter man konnte es nach einiger Zeit einfach. Aufjedenfall lagen wir, also der Typ und ich, uns gegenüber und versuchten einander auszuschalten. Ich konnte nichts machen und lag richtig unter Dauerbeschuss. Als ich dann schießen konnte traf ich ihn an der Maske, er mich aber auch. Komischerweise spielte er aber weiter. Naja, sein Platz seine Regeln! Wir spielten dann ein anderes Spiel was "enter oder catch the flag" hieß. Eine Fahne wurde in die Mitte des Feldes gehangen. Die Aufgabe bestand darin die Fahne zu bekommen und sie auf die entgegengesetzte Seite also ins feindliche Lager zu schaffen. Wenn man getroffen wurde so musste man, wenn man die Fahne in der Handhatte die Fahne fallen lassen,wieder zurück zu seinem Lager und dann erst wieder ins Geschehen eingreifen. Das erste Spiel begann und ich wurde gleich abgeschossen. Das Problem war das wenn man getroffen wurde und aufstand um zurück zu laufen bekam man nochmal ein paar Treffer ab bis die anderen bemerkten das man schon draußen war. Alle meine Treffer die etwas schmerzhafter waren kamen so zustande. Ich bekam zum Beispiel einen Kopfschuss gegen die Maske von Matthäus was überhaupt nicht wehtat da alles geschützt war. Ich lag dennoch am Boden wegen dem Schreck und dem Aufprall und bekam dann obwohl ich die Hand schon in der Luft hatte eine Kugel genau zwischen die Beine. Zum Glück und zum Schutz meiner ungeborenen Kinder ging der Treffer nur auf den Oberschenkel was zwar wehtat aber besser als ein Volltreffer genau auf die 12we wäre. Hatten ja auch noch den Schutz da unten rum. Trotzdem war es gemein denn ich hatte die Hand ja schon oben. Matthäus hatte mich sowieso am häufigsten erwischt und wie gesagt meistens in der Art und Weise wo ich eigentlich schon lange draußen war. Dafür gewannen wir das Spiel aber mal wieder. Da die beiden nur zu zweit waren und ich es eh viel mehr mochte wie ein blöder rum zu rennen anstatt sich zu verstecken und zu schießen bekam ich irgendwann die Fahne in die Hände. Gab keinen Schuss ab und schaffte es von Schutz zum nächsten Schutz zu laufen, manchmal zu hechten und auf Knien zu rutschen wie im Film (fehlte nur noch das ich in der Luft geschossen und natürlich auch getroffen hätte). So konnte ich am Rand des Spielfeldes hinter den Bäumen entlang huschen und kriechen und so ohne abgeschossen oder selbst zu schießen die Fahne ins gegnerische Lager bringen. Wir spielten noch ein weiteres Mal. Jeder wusste nun wie es lang geht und das Spiel dauerte ewig. Jeder wurde oft genug abgeschossen und jeder hatte genügend Treffer bei den anderen, aber für die Fahne interessierte sich dann fast niemand mehr. Das Spiel wurde abgebrochen weil ein paar keine Kugeln mehr hatten. Daher spielten danach Lukas, Philip und ich einfach alle gegen alle. Ich war der Depp dieses Spiels weil ich von Lukas 3 mal in die Seite und von Philip mehrmals in den Hintern getroffen wurde. Als auch dieses Spiel beendet wurde hatte ich immer noch fast 30 Schuss. Die durfte ich dann auf Philip schießen der, wie er dachte, in sicherer Entfernung um sein Leben rannte. Hehe in dem Moment wo ich ihn traf wusste ich was Blutrache bedeutet :-) Wir bliebendann noch länger auf dem Gelände, ruhten uns aus, wuschen uns, machten Fotos von den Treffern und tranken den ganzen Kanister Wasser des Paintballfeldes aus. Danach machten wir uns wider auf den Weg zum Bus. Wir fuhren nach Afula, kauften dort ein Geschenk für Ezra bei dem wir die Nach verbringen wollten und aßen Falaffel beim Golanifalaffelstand wo die Falaffelbäcker die Falaffelkügelchen ins Brot waren und auch manchen Vorbeigehenden, hungrig aussehenden in den Mund warfen (wie oft hab ich Falaffel in diesem Satz verwendet?). Der Bus brachte uns nach Ein Charod und wir latschten den Berg rauf ins Kibbutz. Dort hatte uns Ezra einen Caravan organisiert und wir schliefen alle sehr schnell und gut auf den bequemen Betten ein. Natürlich waren wir davor noch im Kibbutzeigenem Pool baden.

1 Kommentar:

Matthäus hat gesagt…

liar!liar!
das war das eine mal, dass ich dich am oberschenkel getroffen hab, als du eiiiigentlich schon ruas warst - und das war nur weil du am boden lagst und ich nicht wusste ob du raus bist oder nicht...
sonst war alles legal!
tssssssssssssssssss :)