Donnerstag, 21. Januar 2010

Ein wirklich genutzter Tag

Am letzten Samstag sind wir nach ein paar Stunden Schlaf aus den Betten gefallen, mit den Fahrrädern, es war Shabbat und keine Busse fuhren, um 7 Uhr morgens zum French Hospital gefahren. Wie immer hatten wir freie Straßen in Jerusalem. Es kamen uns vielleicht 4 Autos entgegen und sonst nur orthodoxe Juden die mit ihren Gebetsmänteln bewaffnet den Weg in die Synagoge zum Gebet suchten.Wir fuhren ohne irgendein Frühstück, und mir gings damit echt nicht gut. Vom French Hospital sind wir zur Sherutstation gelaufen, mit dem Sherut dann nach Tel Aviv gefahren, natürlich schliefen wir sofort ein und wachten erst kurz vor Tel Aviv wieder auf. Schon kurz vor 9 Uhr waren wir an der Central Bus Station in Tel Aviv. Von dort latschten wir wieder, diesmal zum Strand. Unterwegs kauften wir ein wenig Obst auf den, nicht wie in Jerusalem leeren sondern, sehr gefüllten Straßen. Am Strand waren wir überrascht vom Wellengang. Am Morgen war es sogar verboten zu baden. Nur die Surfer durften bei den genialen Wellengang ins Meer. Wir wollten aber nicht ins Wasser, okay eigentlich schon. Nein, wir wollten in die Gemeinde von Hendrik und einigen anderen Petah Tiqwanern die sich ganz in der Nähe des Strandes befinden sollte. Wir spielten solange Football und machten andere dumme Dinge bis die Patah Tiqwa Volontäre kamen. Habt ihr schon bemerkt, liebe Leser. Es ist Januar und wir fahren morgens ohne Probleme Fahrrad, kaufen Obst, spielen am Strand, im Wasser. Haha, ist jemand neidisch? Oh, ich sollte aufhören zu schwärmen, in 3 Wochen sitze ich auch wieder in kalten Deutschland.Danach gingen wir zur besagten Gemeinde. Sie befand sich wirklich keine 5 Minuten vom Strand entfernt. In der Nähe des Opera Towers wem das noch was sagt. Eine kleine unscheinbare Gemeinde die mir nie aufgefallen währe. Sie befand sich hinter einer schwere Eisentür und kam im ersten Augenblick eher wie ein Cafe rüber. Da habe ich dann auch den einen bekannten messianischen Juden wieder getroffen, von dem ich in den letzten beiden Einträgen auf dem Blog berichtet habe. Nach dem Gottesdienst lernten wir eine Gruppe Jugendlicher kennen die in der Gemeinde mitarbeiteten und in Tel Aviv ein christliches Cafe betrieben. Sie gehörten einer Organisation an, die diese Aktionen in Rahmen eines dreimonatigen Kurzeinsatzes in Israels machten. Ausgegangen von Hawaii sind sie nach Israel gekommen, unteranderem auch eine Deutsche aus dem Hamburgerraum. Wir vereinbarten ein Treffen, später am Strand zum Volleyballspielen. Das taten wir auch. Nach dem Gottesdienst gingen wir als Hagoshrimer und Medde, eine dänische Volontärin aus den Alyn, zum Volleyballspielen. Erst hatten wir 2 Teams mit je 4 Spielern. Es kamen immer mehr dazu. Irgendwann auch das Missionsteam, sodass wir 18 Leute und mehr waren und ein Volleyballturnier mit 3 Teams veranstalteten. Oh man ey, wie herrlich. Als nach 2 Stunden dann noch ein paar andere Volos kamen waren wir eine riesige Gruppe. Es machte so viel Spass, das spielen, die Gemeinschaft und das Austauschen mit Christen aus anderen Ländern. Ihren Überzeugungen zuzuhören und die gemeinschaftlichen Dinge die man hat zu entdecken und zu teilen sind irgendwie unbeschreiblich. Wie in einer riesigen Familie. Herrlich es tat richtig gut, mit den ganzen Leuten aus Übersee und auch den ganzen Hagos den Tag zu verbringen. Natürlich machten das Volleyballspielen und das Badengehen im Januar am Strand besonders Spass. Auch das ins Wasserwerfen der ganzen andere Leute die eigentlich garnicht wollten. Wir spielten wirklich den ganzen Nachmittag bis irgendwann schließlich die Sonne unterging. Wir nutzen den Moment mal wieder um unsere Sonnenunztergangbilder zu schießen. Mit einer Gruppe vieler Jungs macht das besonders Spass. Baden bei Sonnenuntergang, oh man. Ach, der Abschied vom Strand viel mir garnicht so schwer, denn es war ein perfekter Abschied. Auch der Sonnenuntergang war so was von toll, ein richtiges Abschiedsgeschenck vom Tel Aviver Strand an mich. Unsere Wege trennten sich und so zogen wir zu dritt wieder los Richtung Central Bus Station, denn es wurde ziemlich schnell dunkel nachdem die Sonne erstmal weg war.Unterwegs aßen wir in einem speziellen Fallafelladen, ich nutze jede Gelegenheit zum Fallafelessen denn ich werde in der nächsten Zeit in Deutschland wohl nicht so viele haben. Wir latschten also wieder zurück zu Central Bus Station. Dort bekamen wir ein Sherut nach Jerusalem. Es war mal wieder ein Grund zum Danken, denn am Morgen hatte ich so viele Bedenken. Ob wir rechtzeitig zum Gottesdiesnt kommen und so. Außerdem ging es mir schlecht am Morgen. Tja, Gott hats mal wieder wunderbar gemacht. So machten wir die gesamte Tour vom Morgen nocheinmal nur andersherum. Natürlich mussten wir unsere Fahrräder abholen und auch zum Alyn zurückfahren. Wer sich auskennt weiß, was wir an diesem Tag geleistet haben, an Kilometer gelatscht und Fahrrad gefahren sind. Außerdem hatten wir uns ohne Pause den ganzen Tag am Strand verausgabt. Glücklich aber total fertig kamen wir im Alyn an. Es war schon sehr spät. So war es wirklich ein genutzter Tag. Wir verglichen nur noch die Fotos, einige von den Bildern sind von Dominic die ihr im Eintarg gesehen habt. Von morgens bis abends auf den Beinen gewesen. Ich ging schlafen denn am nächsten Morgen musste ich um 7 Uhr zur Frühschicht stramm stehen. Ich spürte während der Schicht alle meine Knochen und wunderte mich wo man nicht überall Muskelkater bekommen kann.

1 Kommentar:

Unknown hat gesagt…

war dein letztes mal tel aviv? fürs erste... jaja hier is neuer rekord, seit nun 14 tagen wurde die sonne in berlin nich mehr gesehen :( aber hey mit fahrrad vom french ins alyn is lange nich so doll wie ins ilan :) muss i mal so sagen...
yalla bruder