Dienstag, 15. Juni 2010

kurze Berichterstattung

Mittlerweile kann man schon sagen, dass ich hier gut angekommen bin. Der Müll gehört wieder zum Alltagsbild. Boah, musste den Eintrag eben unterbrechen. Hatte einen Satz geschrieben, da flog mir irgendwas ins Auge. Zur Erklärung, ich sitze draußen vor meiner Tür weil drin die Internetverbindung dauernd zusammenklappt und es ist bereits 1 Uhr nachts. Das bedeutet es ist dunkel und mein Laptop zieht die ganzen Mücken und was weiß ich noch so alles an. Auf jeden Fall greife ich mir aus Reaktion ans Auge und es tut richtig, aber so richtig doll weh. Mein Auge fing an zu brennen und zu tränen und wurde rot, solche Schmerzen am Auge hatte ich wohl noch nie. Warum? Vertrag ich die israelischen Mücken nicht? Nein! Kurz zuvor hatte ich Depp etwas gegessen und mir ein wenig Chili ins Gericht gerieben / gebröselt, tja dieses mega scharfe Zeug hing noch an meinen Fingern und kam so an mein Auge. Mittlerweile geht’s wieder, musste aber rein rennen und kühlen. Also wie gesagt, wollte nur kurz mitteilen, dass ich mich gut eingelebt habe. Kommt mir sowieso vor, als wäre ich nie weg gewesen. Vom Flughafen war meine Tour zum Seminar nach Latrun ziemlich chaotisch, bin vom Ben Gurion über Jerusalem nach Latrun gefahren. Eine Geschichte für sich, musste lange an der straße warten wo die ganze Zeit die Flieger zum Landeanflug ansetzten. Irgendwie war es aber auch typisch, und lustig. Natürlich nur jetzt, also ein paar Tage danach. Hehe, überall lag wieder der Müll herum, auch wie hier vor meiner Unterkunft.Die Sicherheitkontrollen beim Busfahren dauerten ewig (hatte ja viel Gepäck vom Flug), das Beste an der Tour war ein alter Opa. Dieser drängelte sich bei Fahrkartenkauf so frech und ohne Scham vor, dass es ebenfalls schon wieder lustig war. Als ich lachen musste anstatt zu meckern zwinkerte er nur und bedankte sich sogar. Tja, Jerusalem hieß mich mit überfüllten Mülltonnen und einer orthodoxe Party auf der Straße willkommen. Es wurde wohl eine Synagoge neu eröffnet oder eine neue Thorarolle geschrieben, hier die Thorarolle unter der Chuppa.Habe mittlerweile das Alyn die Patienten und WG besucht, schon öfters. Muss zugeben dass ich erst zweimal in meinem eigenen Bett geschlafen habe, sonst immer im Alyn. Wer kann es einem verübeln? Einmal Alyn, immer Alyn, hehe! Gearbeitet habe ich auch schon. Nach knapp einer Woche habe ich erst einen Kilo Hummus vernichtet, sorry an alle Liebhaber die zurzeit nicht in den Genuss kommen können. Außerdem habe ich mein Zimmerchen eingerichtet, letzte Nacht sogar noch einen kleinen Schrank gefunden der perfekt dazu passt. Sieht man hier auf dem Foto meines außen Wohnzimmers, der kleine weiße Schubladenkasten. Ansonsten habe ich nicht so viel Platz. Habe versucht mich auf der Stelle zu drehen und die Größe des Zimmers mit der Kamera zu erfassen, hat aber nicht so gut geklappt. Aber was man da sieht ist auch alles, muss aber bemerken, dass es mir richtig gut gefällt und ich auch garnicht mehr gebrauchen könnte und wollte. In der Reihenfolge: Bett, Gitarre, Kühlschrank, Schriebtisch, Toilette, Dusche, Waschbecken. Mehr habe, brauche und will ich auch garnicht.Habe mich im Vergleich zum Alyn zwar vergrößert zum Vergleich aus Deutschland aber verkleinert, was aber auch überhaupt nicht wichtig ist. So ich höre auf zu schreiben jetzt denn es kommt nichts Gescheites mehr raus. Außerdem wurde ich eben so von ner Katze hier erschreckt, dass ich lieber reingehe, diese blöden Katzen. Leider sind das meine einzigen Mitbewohner die im Garten vor meiner Tür leben, es sollen 5 kleine Kätzchen sein, 2 habe ich schon gesehen. Außerdem gibt es noch Papageien und des Nachts auch Stachelschweine. Bevor die mich noch anstacheln geh ich lieber pennen. Oh man, entschuldigt. Ich bin müde. Gute Nacht – Laila Tov Der typische Sonnenuntergang vom Alyn.









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