Dienstag, 29. September 2009

Kibbutz / Bet Shean/ Fußballspiel

Am Morgen, es war bereits Dienstag 2 Tage nach dem Seminar, erwachten wir im Caravan im Kibbutz Ein Charod. Wir aßen ein spärliches Frühstück, räumten alles auf und gingen in den Pool. Dort wollten wir eigentlich nur kurz bleiben und dann nach Bet Shean in den Nationalpark. Aus "kurz bleiben" wurde dann ein Aufenthalt von zwei Stunden baden, plantschen wie kleine Kinder und Fotos und Filme von Sprüngen machen. Wir hatten diese tollen Wassermatten auf denen wir standen und gegeneinander kämpften, Kopfstände auf dem Wasser machten und von Rand versuchten so weit wie möglich auf diese Matte im Wasser zu springen. Einfach nur herrlich wenn man schon fast über ein Jahr nicht mehr in einem richtigen Schwimmbad war und immer nur im Mittel -, Roten - oder Totenmeer baden konnte (ein wenig Sarkasmus in diesem Satz). Irgendwann sind wir dann doch losmaschiert, schweren Herzens, zur nächsten Bushaltestelle. Natürlich war es wieder übelste Mittagshitze. Wir fanden nen Taxifahrer der uns alle 5 mit nach Bet Shean nahm, in einem Taxi für nur 4 Fahrgäste, und uns dort dann an der Central Bus Station rausließ. Lukas wollte schon nach Hause fahren. Wir gingen in die Mall, kauften Eis bei McDonalds und gingen zum Nationalpark. Bet Shean ist ein geschichtsträchtiger Ort. Die Leichname von König Saul und Jonathan wurden an der Stadtmauer von Bet Shean aufgehangen und in einer Nachtaktion von den Israeliten wieder abgeholt. Außerdem war Bet Shean eine der Städte der Dekapolis Zeit. Damals allerdings unter dem Namen Scythopolis. Das interessierte mich schon sehr und so gingen wir auch in den Park. Wir kamen mit 2 Nationalparkskarten alle umsonst rein. Der Park war schon groß. Die Ausgrabungen die noch immer im Gange sind erstrecken sich über das Gebiet des heutigen Bet Sheans. So groß war die Dekapolisstadt damals, dass man heute in der Neustadt mitten zwischen Wohnhäusern ein kleines Amphitheater oder Hippodrom findet. Wie fast immer wurde die Stadt durch ein Erdbeben zerstört. Nach dem Besuch im Park fuhren Joachim und Philip nach Jerusalem, Matthäus und ich nach Afula und weiter nach Ramat Gan. Wir hatten durch unseren Nachbarn relativ günstige Karten für das Champions League Spiel Bayern München gegen Maccabi Haifa bekommen. Wir fanden schnell das Stadion, kauften noch schnell nen Haifa Schall oder T-Shirt, trafen Krissi, Lukas und Alex und gingen ins Nationalstadion von Israel. Das Spiel war ganz gut am Anfang, die Israelis machten ordentlich Stimmung. Wie oft sieht man internationale Teams in Israel? Leider dominierten die Bayern aber immer mehr und schossen dann meiner Meinung nach drei unverdiente Tore. Die vielleicht 100 angereisten Bayernfans waren natürlich ordentlich am feiern. Hmm schade ich war echt fuer Haifa. Nach dem Spiel fuhren alle wieder nach Hause nur Krissi und ich nach Petah Tiqwa. Mit meinem letzten Geld bezahlte ich Nachts das Sherut. Nachdem wir Hendrik rausgeklopft und danach noch ein herrliches Nachtmahl genossen hatten sind wir in die Betten gefallen.

Samstag, 26. September 2009

Paintball

Nach dem Besuch im Yehudia National Park und dem Frühstück und Zwischenstopp in Tiberias machten wir uns auf den Weg in Richtung Qiryat Shmona. Es war der zweite Tag nach dem Seminar. Bei einem Kibbutz, in der Nähe von Ayelet HaShahar an der 90 wenn ich mich nicht irre, stiegen wir aus und latschten zum Kibbutz. Dort angekommen suchten wir ziemlich lange die Paintaballanlage, wir hatten für 13 Uhr ein Termin. Wir sind ja ziemlich früh aufgestanden und hatten daher auch viel Zeit. Aufeinmal hörte ich ein Geräusch, drehte mich um und sah mein Schuh der, weil er noch nass vom vorherigen Tag war und ich ihn deswegen an meinen Rucksack dran gebunden hatte, herunter gefallen war. Ich nahm ihn in die Hand und trug ihn bestimmt 15 Minuten bis zum Paintballstand. Dort angekommen aßen wir unsere Reste und warteten auf die Frau vom Paintball. Als ich mich schon vorbereitete und mir meine Schuhe anziehen wollte merkte ich aufeinmal das ich meinen anderen Schuh anscheinend auch verloren hatte. Ich ging also nochmal durch das ganze Kibbutz zurück und fand den Schuh auch wirklich an der Stelle kurz nachdem ich den ersten verloren hatte. Ich Depp hatte natürlich nur den ersten Schuh der runterfiel in die Hand genommen und getragen. Der zweite hing ja noch dran. Aber natürlich fällt der zweite auch runter wenn beide Schuhe davor aneinander hingen. Naja dafür konnte ich mir nochmal das ganze Kibbutz ansehen. Von einem kleinen Tierpark mit See über die kleinen Häuser und großen Landmaschinen bis hin zum klimatisierten Kuhstall, ja auch den Kühen ist es in Israel zu heiß. Endlich konnte das Paitballspiel starten. Wir bekamen ne ordentliche Einführung in die Pistolen. Schutzkleidung mit langen Klamotten, einen nötigen Schutz für den Schmerzhaften Bereich zwischen den Beinen (der anscheinend schon von sehr vielen anderen getragen wurden ist) und eine Maske die das gesamte Gesicht bedeckte. Somit waren alles schmerzhaften oder gefährlichen Zonen abgedeckt. Ich musste eigentlich voll auf Klo schon den ganzen Tag und aufm Weg durchs Kibbutz am meisten. Aber als es dann losging, wir unsere Probeschüsse auf ne Scheibe bekamen, merkten wie die Dinger in unseren Händen abgingen und wie zielsicher man schießen konnte, vergaß ich alles und bekam echt nen riesen Adrenalinschub. Wir waren 5 Leute und sollten erstmal 2 gegen 3 spielen. Das erste Spiel bestand darin auf die Seite der Gegner zu gelangen ohne getroffen zu werden. Wer getroffen wurde war raus. Dafür musste man sein Waffe und Hand in die Luft heben. Mein Team mit Lukas und Joachim zusamm gewann das erste Match indem ich Matthäus und Joachim Philip ausschalteten, die das andere Team stellten. Danach das gleiche nochmal. Ich glaub wieder wir gewannen. Die Überzahl machte sich bemerkbar. Danach wurde das andere Team vom Inhaber aufgestockt. Also 3 gegen 3. Dieser traf war ein Profi in seinem Handwerk. Das Spiel wurde immer härter man konnte es nach einiger Zeit einfach. Aufjedenfall lagen wir, also der Typ und ich, uns gegenüber und versuchten einander auszuschalten. Ich konnte nichts machen und lag richtig unter Dauerbeschuss. Als ich dann schießen konnte traf ich ihn an der Maske, er mich aber auch. Komischerweise spielte er aber weiter. Naja, sein Platz seine Regeln! Wir spielten dann ein anderes Spiel was "enter oder catch the flag" hieß. Eine Fahne wurde in die Mitte des Feldes gehangen. Die Aufgabe bestand darin die Fahne zu bekommen und sie auf die entgegengesetzte Seite also ins feindliche Lager zu schaffen. Wenn man getroffen wurde so musste man, wenn man die Fahne in der Handhatte die Fahne fallen lassen,wieder zurück zu seinem Lager und dann erst wieder ins Geschehen eingreifen. Das erste Spiel begann und ich wurde gleich abgeschossen. Das Problem war das wenn man getroffen wurde und aufstand um zurück zu laufen bekam man nochmal ein paar Treffer ab bis die anderen bemerkten das man schon draußen war. Alle meine Treffer die etwas schmerzhafter waren kamen so zustande. Ich bekam zum Beispiel einen Kopfschuss gegen die Maske von Matthäus was überhaupt nicht wehtat da alles geschützt war. Ich lag dennoch am Boden wegen dem Schreck und dem Aufprall und bekam dann obwohl ich die Hand schon in der Luft hatte eine Kugel genau zwischen die Beine. Zum Glück und zum Schutz meiner ungeborenen Kinder ging der Treffer nur auf den Oberschenkel was zwar wehtat aber besser als ein Volltreffer genau auf die 12we wäre. Hatten ja auch noch den Schutz da unten rum. Trotzdem war es gemein denn ich hatte die Hand ja schon oben. Matthäus hatte mich sowieso am häufigsten erwischt und wie gesagt meistens in der Art und Weise wo ich eigentlich schon lange draußen war. Dafür gewannen wir das Spiel aber mal wieder. Da die beiden nur zu zweit waren und ich es eh viel mehr mochte wie ein blöder rum zu rennen anstatt sich zu verstecken und zu schießen bekam ich irgendwann die Fahne in die Hände. Gab keinen Schuss ab und schaffte es von Schutz zum nächsten Schutz zu laufen, manchmal zu hechten und auf Knien zu rutschen wie im Film (fehlte nur noch das ich in der Luft geschossen und natürlich auch getroffen hätte). So konnte ich am Rand des Spielfeldes hinter den Bäumen entlang huschen und kriechen und so ohne abgeschossen oder selbst zu schießen die Fahne ins gegnerische Lager bringen. Wir spielten noch ein weiteres Mal. Jeder wusste nun wie es lang geht und das Spiel dauerte ewig. Jeder wurde oft genug abgeschossen und jeder hatte genügend Treffer bei den anderen, aber für die Fahne interessierte sich dann fast niemand mehr. Das Spiel wurde abgebrochen weil ein paar keine Kugeln mehr hatten. Daher spielten danach Lukas, Philip und ich einfach alle gegen alle. Ich war der Depp dieses Spiels weil ich von Lukas 3 mal in die Seite und von Philip mehrmals in den Hintern getroffen wurde. Als auch dieses Spiel beendet wurde hatte ich immer noch fast 30 Schuss. Die durfte ich dann auf Philip schießen der, wie er dachte, in sicherer Entfernung um sein Leben rannte. Hehe in dem Moment wo ich ihn traf wusste ich was Blutrache bedeutet :-) Wir bliebendann noch länger auf dem Gelände, ruhten uns aus, wuschen uns, machten Fotos von den Treffern und tranken den ganzen Kanister Wasser des Paintballfeldes aus. Danach machten wir uns wider auf den Weg zum Bus. Wir fuhren nach Afula, kauften dort ein Geschenk für Ezra bei dem wir die Nach verbringen wollten und aßen Falaffel beim Golanifalaffelstand wo die Falaffelbäcker die Falaffelkügelchen ins Brot waren und auch manchen Vorbeigehenden, hungrig aussehenden in den Mund warfen (wie oft hab ich Falaffel in diesem Satz verwendet?). Der Bus brachte uns nach Ein Charod und wir latschten den Berg rauf ins Kibbutz. Dort hatte uns Ezra einen Caravan organisiert und wir schliefen alle sehr schnell und gut auf den bequemen Betten ein. Natürlich waren wir davor noch im Kibbutzeigenem Pool baden.

Sonntag, 20. September 2009

Yehudya

Direkt nach dem Seminar wurden wir von Ingrid nach Yehudya gefahren, sehr nette Geste. Dort sagte uns die nette Frau, wir hätten nur noch bis 5 Uhr also knapp 2 Stunden Zeit um den Park zu besichtigen. Wir haben unsere Sachen alle "einschließen lassen" und sind dann nur mit Kamera, Stativ und Wasser losgezogen. Natürlich wollten wir es ausnutzen und länger als bis 5 Uhr im Park bleiben. Der erste Pool wurde gleich als Badeort benutzt. So herrlich. Mitten im Nirgendwo gibt es da aufeinmal nen fetten Wasserfall und nen natürlichen Pool. Haben erstmal die Kamera aufgestellt und nen paar Sprünge gemacht. Nach über ner halben Stunde hatten wir genug, beziehungsweise wollte wir weiter um vor Sonnenuntergang noch bis zum letzten Pool zu kommen. Der Park ist einfach nur genial, nach Hanni der beste Israels und er hat Recht. Ich komm mir immer wie im Dschungel vor. Am Bach entlang gehen, unter Bäumen und Sträuchern, rechts und links bewachsene Felsen, durchs Wasser und so weiter. Das kann man gar nicht beschreiben und auch Fotos geben das nicht wieder. Es ist einfach einmalig wenn man irgendwelche Felsen hochklettert, von oben die Fische im Wasser sieht und dann genau dort hinein in einen dunklen, kalten Teich springt. Herrlich. Der Weg führte dann irgendwann zur "großen Treppe". Dort hielten wir uns wieder lange genug auf, machten Videos und sprangen von allen möglichen Stellen. Ich glaube von so hoch oben bin ich noch nie gesprungen. Es waren auf jeden Fall über 10 meter. Bei 10 Metern hatte ich nie Bedenken gehabt, aber als ich da oben stand klopfte mir doch ganz schön das Herz. Danach sind wir auch schon wider Richtung Ausgang gegangen. Die Sonne ging schon unter und man war so schon wackelig auf den Beinen weil man die ganze Zeit mit nassen Schuhe rumrannte. Es war besser so auch wenn man dann den letzten Pool verpasste. Beim Eingang angekommen waren alle Leute weg. Wir holten unsere Sachen und machten erstmal ein fettes Essen mit all den Dingen und Resten vom Seminar die uns Olag noch mitg. Unsere Sachen trockneten nur spärlich. Wir machten dann noch ein Feuer, trockneten unsere Sachen (was nicht richtig funktionierte denn meine Schuhe waren am nächsten Tag noch klatschnass, was mir dann zum Verhängniss wurde).Das Einschlafen dauerte relativ lange, der harte Boden die Mücken, die warem Luft und die anderen Leute die mit Steinen schmissen machten uns das Einschlafen schwer. Am nächsten Morgen standen einige zum Sonnenaufgang auf. Um 7 Uhr kam einer der wenigen Busse die nach Tiberias fuhren. Wir packten unsere Sachen und fuhren nach Tiberias, mit einem Umweg um den ganzen Kinneret. wir schliefen alle ein und wachten aufeinmal in Tiberias auf.Da angekommen suchten wir den Markt, kauften ordentlich ein und frühstückten auf der Strasse. Die Leute guckten uns natürlich alle dumm an und natürlich mussten wir uns auch Kommentare anhöhren. Es war so früh das alle Geschäfte noch zu hatten. Wir waren daher aber auch alle ordentlich müde, zerstochen von Mücken und ich hatte nen dicken Schnupfen. Wir einigten uns dann was wir die nächsten Tage noch unternehmen würden und brachen auf in Richtung Qiryat Shmona.

Samstag, 19. September 2009

Mal wieder ein Eintrag

So da die Zeit einfach so rennt und ich es kaum schaffe alle Erlebnisse hier nieder zu schreiben werd ich jetzt einfach von den letzten Dingen berichten die geschehen sind, anstatt irgendwie in einer Reihenfolge von den vergangenen Sachen zu schreiben. Ich könnte noch Dinge vom Juli berichten, mal sehen ob ich das noch schaffe. Also wo soll ich anfangen? Es war und ist so viel los in letzter Zeit. Hanni ist wider in Deutschland und hat seinen Ausbildungsplatz in Berlin bekommen, preist den Herrn. Ich hatte mein Abschiedsseminar (buhuu, es war echt traurig) und danach ein Trip mit ein paar Leuten. Unsere derzeitige WG von Hagoshrim, zusätzlich haben wir noch drei andere Volos. 8 Leute in unserer Wohnung ist schon sehr viel, gemütlich aber anstrengend.
Das Seminar fand in Karei Deshe am See Genezarth statt. Super guter Standort. Ein Youthhostel genau am See mit eigenem Strand. Herrlich. Es stand wider ein bunter Abend an. Das Thema war Jesus und sein Wirken rund um den See. Wir hatten schon lange geplant ein Film zu drehen, zum Teil auch schon mit Peter angefangen. Leider waren die Aufnahmen nicht so gut, Peter wird es ja jetzt ordentlich lernen, aufgrund dessen wir alles nochmal neu drehten. Alles natürlich wider in der letzten Woche und den letzten Tagen und sogar den letzten Stunden vor dem Seminar. Ich hab die ganze Nacht vorm Seminar durch geschnitten und war gegen 9 Uhr also ein paar Stunden vor Beginn fertig. Leider sind auch unsere Aufnahmen auch nicht die besten geworden, der Ton ist ziehmlich grottig. Trotzdem war es wider herrlich den Film zu zeigen. Alynmovie der zweite. Außerdem hat Fares, ein Patient von uns der im Film die Hauptrolle hatte, alle zum lachen und weinen gebracht. Zu geil. Zusätzlich dazu wurden wir auch noch in Gruppen eingeteilt mit denen wir was vorführen mussten. Ich war also noch in der Musicalgruppe, mit der wir uns komplett in ganzer Besetzung das erste mal auf dem Seminar unmitelbar vor unserem Auftritt trafen. Joachim hatte ein paar Lieder genial umgeschrieben sodass sie ebenfalls zum Thema, Jesus am See Genezarth, passten. Ich musste den Jesus stellen, aufgrund meiner Haare, Bart und dem weißen Arabergewand was ich habe. Werd mir wohl demnächst die Haare schneiden lassen. Oh man war das peinlich. Es war halt fast alles spontan und demnach auch chaotisch. Ich hatte natürlich mein Text vergessen, heute kann ich den auswendig obwohl ich mir den seit dem Musical nicht mehr angesehen hab. Aber hier mal der Text, Follow Me von Uncel Cracker.

Follow me (Uncle Cracker)
You don't know how you met me You don't know why, you can't turn around and say good-bye All you know is when im with you I make you free And swim through your veins like a fish in the sea.
I'm singing....
Follow me Everything is alright I'll be the one who'll make your darkness bright And if you want to leave I can guarantee You won't find nobody else like me
You might be worried 'bout the staff of life, but with me there's more than bread to eat on my holy strife. You're fellin' guilty and I'm well aware but I'm the only son of god so don't you be scared
Won't give you money I could give you the sky. It better off if you don't ask why. I am the one who'll never lead you astray although I'm gonna die - forever I'll stay.

Richtig gut, hab immer noch einen Ohrwurm. Beim Seminar hab ich das leider verhauen. Egal. Baden gehörte natürlich immer dazu. Am Freitag Abend haben wir dann erstmal Ingrid, Chefin von Hagoshrim, und alle anderen am Strand sitzenden ins Wasser geworfen. Waren dann fast die ganze Nacht noch im Wasser. Samstag gings mit nem Bus erst nach Kana zur Kirche an der Jesus sein erstes Wunder tat und Wasser zu Wein verwandelte. Danach nach Nazareth ins Nazareth Village wo das Leben zur Zeit Jesus sehr getreu dargestellt wird. Wir besichtigten allerhand, von Weinpressen über Synagogen bis zu normalen Wohnhäusern von damals. Hier waren wir in der Römerabteilung, mit nem römischen Kurzschwert. Wir besichtigten auch noch einen Berg von wo wir Nazarteh, die Ebene Yesreel, Berg Tabor und Gilboa und noch vieles mehr sehen konnten. Natürlich machten Krissi und ich noch unser standart Handstand Seminar Bild. Wir haben auf jeden Seminar ein gemeinsames Handstandbild.Danach ging es zurück an den See und wir hatten nen freien Nachmittag, ja das gibt es auch bei Seminaren. Allerdings wars ja mein erstes und letztes mal. Samstag Abend kam Ezra Fein zu uns und erzählte von seinem bewegten Leben und der Verfolgung in der NS Zeit. Außerdem alles zum und um den See Genezareth. Abends wurde mir auf einmal bewusst das es das allerletztemal Seminar ist und ich hatte es ein wenig schwer am Abend. Habs dann aber doch noch genießen können und war dann nachts noch alleine baden unter dem Sternhimmel, herrlich. Tja Sonnatg war es dann soweit, unsere Verabschiedung. Dafür gingen wir nach Tabgha ins Gästehaus der Brotvermehrungskirche. Das Bild haben wir für Willi gemacht der im Mai noch in der selben Zusammenstellung und am gleichen Ort mit dabei war, traurig. Waren natürlich total durchgeschwitzt als wir da ankamen. Die Petah Tiqwaner hatten den Verabschiedungs Gottesdienst vorbereitet. Als es an der Zeit war und wir nach vorne kommen sollten gabs von unser Seite natürlich auch noch ne Überraschung. Wir hatten uns alle während der Gebets und Lobpreiszeit vom Acker gemacht. Als wir dann aufgefordert wurden war niemand da. Hehe. Langsam kamen wir dann von allen Seiten anch vorne und gaben den vorwiegend neuen Volontären ein Spontantheater. Als ich dann, ich war der weinerige und trauernde, auf die Knie fiel und anfing zu flennen kamen auf einmal alle nach vorne gestürmt um uns zu helfen. Wir hatten es vorher so gepalnt das wir die Leute alle ansprechen ob sie beim Theater mitwirken wollen, aber ihnen versichert sie wären die einzigen und alles wäre streng geheim. Jeder von uns Altvolos hatte also 2 Leute angesprochen und so stürmten dann aufeinmal 10 Personen nach vorne in dem Glauben sie hätten die einzige Gastrolle. Herrlich wie verwirrt alle waren. Dann gings los und wir mussten unsere Abschiedsworte irgendwie formulieren. Unter Palmen und direkt am See. Es war nicht so einfach und ich hätt echt heulen könn. Das Jahr ging einfach zu schnell rum. Hier das Video von unserem Spontantheater. http://www.youtube.com/watch?v=d_o2u0jqzJM

Mittwoch, 2. September 2009

Drei Brüder in Israel

Pädder war jetzt für 5 Wochen zu Besuch. Wir haben so viel zusammen gemacht. Werd das in nächster Zeit nach und nach berichten. Zusammenfassend eignet sich dieses Musikvideo ganz gut.

Komischerweise ist aufm Blog das Video von Youtube immer abgeschnitten. Hier der direkte Link, einfach draufklicken.
http://www.youtube.com/watch?v=77Xau4lDYcU
Ganz unten auf dem Blog kann man sich es auch ansehen. Viel Spass.

Dienstag, 1. September 2009

Spontane Aktionen sind doch die besten...

In ner Frühschicht wurde ich gefragt ob ich am Nachmittag mit Mbal ausm Alyn nach Tel Aviv oder besser gesagt den Vorort Cholon fahren könnte. Eigentlich hatte ich was vor und ich war auch schon sooft mit Mbal in Tel Aviv das es für mich langsam den Reiz verlor. Als Jonas und ich dann aber erfuhren worum es ging spitzten wir doch unsere Ohren. Es ging nicht darum wie immer Mbal zu begleiten und mit ihr zu ihrer Study zu gehen sondern ihr Auto abzuholen. Das war kaputt und in der Werkstatt. Normalerweise würde ihre Mitbewohnerin sie fahren aber die hatte grade nen Problem mit dem sie nicht fahren konnte. Unsere Aufgabe war also mit dem Auto von Gafnit nach Cholon zu fahren und Mbals Auto abzuholen. Naja so toll klang das auch nicht für einen ganzen Tag Stress. Bis ich begriff, dass weil Mbal ja extra Vorrichtungen fürs fahren brauchte, nicht mit Gafnits Auto fahren konnte und sie von mir erwarteten sie nach Cholon zu fahren. Natürlich war ich dabei, und Jonas auch. Hehe endlich mal wider Auto fahren. Wollten um drei nach der Frühschicht los fahren, daraus wurde dann 5 Uhr oder so. Sind dann nach Cholon. Natürlich wussten die beiden nicht wo es hin ging. Jonas und ich hatten zum Glück noch davor alle Karten an gesehen und im Internet geguckt wo wir hin mussten. Hams dann auch schnell gefunden. In Cholon werden die Autos der Patienten behindertengerecht ausgestattet. Heißt: Es werden ihnen Joysticks statt Lenkrädern, Kameras statt Rückspiegel, Gashebel statt Pedal eingebaut. Alles sehr interessant zu sehen. Die beiden waren so glücklich das alles funktionierte und sie ihr Auto zurück bekamen. Hehe sie waren so glücklich das sie sagten, wir fahren mit unserm Auto wider zurück nach Jerusalem und ihr macht euch mit dem anderen Wagen noch nen tollen Abend. Yeha, was waren wir happy. Das haben wir dann auch. Sind nach Petah Tiqwa gefahren. Haben ersmal voll Musik aufgedreht und sind voll abgegangen. Waren einfach total aufgedreht, so nach dem Prinzip der eine puscht den anderen noch mehr hoch! Das Auto wurde mit nem Hebel neben den Blinker bedient, also Gas und Bremse. Einmal wäre echt ganz knapp was passiert weil ich die Bremse mit dem Blinker verwechselt hatte. Jonas hatte sogar die Kamera laufen gehabt.Es war schon herrlich die Füße beim Fahren hochzulegen. Haben total viele rote Ampeln mit genommen. Nach ner Stunde rumgegurke durch Petach Tiqwa fanden wir endlich die WG. Haben Julian in der Altenheim WG abgeholt und sind zu den Sheklern zum Hauskreis gedüst. Julian wusste auch nicht so richtig wohin. Als er rechts sagte standen wir aufeinmal in ner Einbahnstraße und es kamen uns Autos entgegen. Schnell Rückwärts (mit der geilsten Gangschaltung der Welt) und auf der fetten Straße ein Wändemanöver hingelegt. Man und niemanden hats gestört denn in Israel ist so was echt ganz normal. Konnten dann noch den Hauskreis mit machen und nebenbei alle verarschen denn wir hatten den Petach Tiqwanern erzählt wir wären im Auftrag von Hagoschrim da, mit dem Hagoshrimbus, um den Hauskreis zu inspizieren. Um 10 Uhr bin ich runter zum Wagen um ihn umzuparken denn er stand auf nem Gelände vom Supermarkt welcher nach Julian um 11 Uhr schließen sollte. Naja dummerweise war jetzt schon alles zu, auch das Tor vom Parkplatz. Sind dann nach dem Hauskreis und ner ordentlichen Gebetsgemeinschaft zum Auto und konnten es tatsächlich durch ne Einkaufsstraße, über Bürgersteig und einem Stück Rasen wider auf die Straße fahren. Oh man hatte echt schon Panik denn am nächsten Morgen wurde es gebraucht. Sind dann zur Altenheim WG, haben unterwegs noch nen Sessel über die Hebebühne des Autos mitgenommen. Danach sind Jonas und ich auch gleich wider nach Jerusalem. Unterwegs kauften wir noch schnell ein paar lebnesnotwendige XL (hoi ein Reim). Herrlich. Solche Aktionen werden auf jeden Fall in Erinnerung bleiben, unvergesslich. Hoffe das ich mir den Israelischen Fahrstil schnell wider abgewöhne. Was haben wir doch wider für Bewahrung, Schutz und Segen erfahren. Gott ist wirklich in jeder Lebenslage mit dabei.